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Wasserzeichen: Spezialputz als Expo-Attraktion

(27.9.2008) Mit einer riesigen beschreib- und bemalbaren Fassade präsentierte sich der deutsche Pavillon während der Expo 2008 im Zaragoza (siehe Google-Maps und/oder Bing-Maps). Auf dem Spezialputz der Sto AG konnten schlan­ge­ste­hende Besucher Botschaften oder Bilder hinterlassen - mit purem Wasser.

Vergängliche Kunst: Nach rund zehn Minuten verschwinden die Worte, Zeichen und Malereien wieder, sind die vom Wasserstift dunkel gezeichneten Putzbereiche getrocknet und wieder so gefärbt wie die restliche Fläche. Die Idee für die große Schreibwand am deutschen Expo-Pavillon in Zaragoza stammt vom Stuttgarter Architekturbüro Totems, das für die Konzeption des deutschen Ausstellungsbereichs verantwortlich war. Die wartenden Besucher sollten sich die Zeit mit der Malerei verkürzen.

Soweit die Idee, allein die materialtechnische Umsetzung bereitete offensichtlich gewisse Schwierigkeiten. Schließlich sollte die Schreibfläche aus Putz ...

  • Wasser aufnehmen,
  • extrem glatt sein,
  • einen seidenmatten Glanz aufweisen und
  • eine fleckig-lebendige, brauntonige Oberfläche zeigen, die den Boden unter dem Wurzelwerk der Pflanzen und dem Gemurmel der Bäche symbolisiert.

Dafür entwickelten die Forscher in den Sto-Labors auf Basis des mineralischen Deckputzes StoMiral Nivell eine Spezialrezeptur, die exakt diesem Profil entsprach.


Die nächste Herausforderung wartete vor Ort: Enge, Termindruck und Temperaturen um 30°C - Rahmenbedingungen, die eine besondere Verarbeitungsstrategie verlangten. Der Putz musste dünn im Fleckspachtelverfahren nass-in-nass aufgebracht werden, trocknete aber trotz abgeschattetem Arbeitsbereich rasch auf. Daher arbeiteten die ausführende Firma Niu Habit aus Barcelona und die beiden zur Einarbeitung anwesenden Sto-Experten zeitweise mit fünf Handwerkern auf zwei Gerüstebenen an der rund vier Meter hohen Wand. Die dreilagige, stark verdichtete Fleckspachtelung trug man mit speziellen Traufeln auf. Jede Lage trocknete einen Tag lang, dann wurden vereinzelt entstandene Grate entfernt, der ganzflächige maschinelle Endschliff mit einem sehr feinen Vlies sorgte für seidigen Flächenglanz und eine Glätte, die das Schreiben mit den Wasserstiften zu einer Attraktion der Expo machten.

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