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Projektbericht: Sanierung von 1964er Balkonen

(3.12.2008) Eine gründliche Betonsanierung der Balkone war unumgänglich. Die Wohnanlage aus dem Jahr 1964, nach damaligen Standards gebaut, zeigte eklatante Altersschäden. Die Armierung war - vor allem in den Randbereichen - sehr stark angegriffen.

Wind und Wetter ausgesetzt

Da eine zusätzliche Schutzschicht auf den Balkonen vollkommen fehlte, waren diese dem Wetter und Umwelt belastenden Stoffen ausgesetzt. Hinzu kamen die mechanischen Belastungen durch die intensive Nutzung der schmalen Freiräume. Die Metallhalterungen der Balkonbrüstungen waren damals noch senkrecht in die Platten einbetoniert worden. An den Fußpunkten, dort wo regelmäßig Regenwasser stehen blieb, begannen die Halterungen zu rosten. Nässe drang in den Beton ein, es gab großflächige Abplatzungen, an etlichen Stellen lag der Estrich hohl, an den Balkonunterseiten waren hier und da bereits die Armierungseisen zu sehen. Mancher Mieter war schon durch herab fallende Bruchstücke erschreckt worden.

Die Münchner Architekten Högl + Högl wurden mit der Gesamtsanierung der 192 Wohneinheiten beauftragt, die auch eine wärmetechnische Modernisierung beinhaltete. Für die Betonsanierung der Balkone wurde das spezialisierte Ingenieurbüro für Bauwesen Pöhlmann & Einhäupl hinzugezogen.

Bis ins Detail geschützt

Nachdem alle alten Betonbrüstungen abmontiert und die Altestriche rückstandsfrei abgetragen worden waren, wurden die Betonplatten saniert und mit einem neuen Estrich überzogen. Der Systemaufbau sah eine Grundierung mit Triflex Cryl Primer 276 auf dem zuvor gereinigten, trockenen und staubfreien Untergrund vor.


Aufkantungen und die niedrig angesetzten Balkontüren wurden mit vliesarmiertem Triflex ProDetail abgedichtet (Bild oben), bevor der selbstnivellierende Verlaufmörtel in der Fläche mit dem Rakel gleichmäßig aufgezogen und anschließend mit der Stachelwalze egalisiert wurde. Detailabdichtung und Flächenbeschichtung sollen so eine naht- und fugenlose Oberfläche bilden. Nach Aushärten der Flächenbeschichtung trugen die Verarbeiter Triflex Cryl Finish 205 mit der Walze auf und streuten Triflex Micro Chips ein. An den senkrechten Flächen wurde zuvor das Finish leicht thixotropiert; die Chips wurden mit einer Trichterspritzpistole eingeblasen.

Kurze Sperrfristen

Da Triflex BFS ein Flüssigkunststoff auf PMMA-Harzbasis ist, härtet er schneller aus als Systeme mit EP- oder PUR-Harzen. Bereits 2 Stunden nach dem letzten Arbeitschritt waren die Balkone im konkreten Fall wieder voll nutzbar.

Bereits im Sommer konnten die ersten Mieter wieder ihre Blumentöpfe und Kästen zurück auf den Balkon setzen, die Gartenstühle hervorholen und sich an dem hellen Freiraum erfreuen. Das Balkon Beschichtungssystem erwies sich bald als pflegeleicht. Triflex erwartet, dass auf Dauer die Nutzer merken werden, dass selbst die Metallfüße ihrer Gartenmöbel dem Belag nichts anhaben können. Er sollte Punktbelastungen dauerhaft standhalten und wasserdicht, witterungs- und UV-beständig bleiben. Zuverlässig schütze er den Untergrund auch vor Kohlendioxyd und Chloriden. Damit sollte ein langlebiger Gebäudeschutz gegeben sein.


Die Bauschutz GmbH aus Allershausen begann im April 2006 mit der Balkonsanierung. In diesem Jahr hielten sich winterliche Temperaturen hartnäckig. Selbst im Juni wurde es noch einmal richtig kalt. Da erwies es sich von Vorteil, dass das Balkon-Beschichtungssystem Triflex BFS aus Polymethylmethacrylatharz (PMMA) besteht und auch bei niedrigen Untergrundtemperaturen bis 0 °C verarbeitet werden kann. Bis Anfang Dezember dauerte es, bis alle Balkone der vier Häuser an der Karwendelstraße saniert waren und auch die letzten Gerüste fielen.

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