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Gas-Absorptionswärmepumpe verspricht Wirkungsgrad von bis zu 165%

(30.3.2011; ISH-Bericht) Der Heizkessel-Hersteller Remeha zählt sich europaweit zu den führenden Anbietern im Segment hocheffizienter Gas-Brennwertgeräte. Mit ihrem Wirkungsgrad von nahezu 111% ist diese Art von Heiztechnik inzwischen jedoch an ihre Grenzen gestoßen. Eine Steigerung der Effektivität ist durch den Einsatz von Gas-Absorptionswärmepumpen möglich, die ebenfalls im Programm des niederländischen Herstellers zu finden sind. Mit ihnen soll sich ein Wirkungsgrad von bis zu 165% erzielen lassen.

Bei der Absorptionswärmepumpe Gas HP 35A handelt es sich um eine gasbetriebene Luft-Wasser-Wärmepumpe, die im Freien aufgestellt wird. Der bei der traditionellen Wärmepumpe übliche elektrische Kompressor wird durch eine thermodynamische Einheit ersetzt, der mittels Wärmezufuhr (Druck- und Temperaturänderungen in der Ammoniak-Wasserlösung) den Wärmetauschprozess in Gang setzt und so der Außenluft Energie entziehen kann sowie zusammen mit der durch den Gasbrenner erzeugten Wärme auf der warmen Seite der Wärmepumpe zur Verfügung stellt. Auf diese Weise wird der Wirkungsgrad des Wärmeprozesses nachhaltig gesteigert. Die Gas-Absorptionswärmepumpe kann ca. 1/3 der Wärmeleistung der Umgebungsluft entziehen. Sie arbeitet mit einer Heizzahl PER (Primary Energy Ratio) von 1,3 bis 1,4 (vergleichbar mit der Leistungszahl der elektrisch betriebenen Wärmepumpe COP = 4). PER gibt das Verhältnis von erreichter Nutzenergie zu eingesetzter Primärenergie an. Ein Berechnungsbeispiel dazu:

  • Bei einem COP von 4 gewinnt eine elektrisch angetriebene Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom bis zu 4 KWh Nutzenergie.
  • 1 KWh elektrische Energie entspricht 2,86 KWh Primärenergie (Kohle, Gas, etc.).
  • Daraus errechnet sich: 4 COP durch 2,86 = 1,39 PER.

Die Gas-Absorptionswärmepumpen kommen in der Regel als Grundlast-Lieferant in Kombination mit einem Gas-Brennwertgerät in Wärmesystemen bis max. 65°C Systemtemperatur in Gebäuden größer 80 kW Wärmebedarf zum Einsatz. Als Führungskessel in Kombination mit einem hoch effizienten Brennwertkessel soll bei Erreichen von mehr als 4.000 Betriebsstunden pro Jahr ein höchstmöglicher Wirkungsgrad erreicht werden. Daraus ergibt sich eine maximale Energieeinsparung von bis zu 4.000 m³ Gas pro Jahr mit einer Heizkostenersparnis aktuell bis zu 3.500 Euro. Die eingesparte CO₂ Einsparung beträgt bis zu 10.000 kg/a.

Die beschriebene Remeha-Wärmepumpentechnik eignet sich zum Einsatz in Mehrfamilienhäusern, Hotels, Krankenhäusern oder Bürogebäuden, aber auch in Schwimmbädern mit einem Heizwärmebedarf. Darüber hinaus lässt sich die Gas HP 35A auch in der Industrie bei allen Prozessen einsetzen, die warmes Wasser bis zu einer Temperatur von 65°C benötigen.

Übrigens: Die optische Verwandtschaft mit der Gas-Absorptionswärmepumpe "Logatherm GWPL" von Buderus  (siehe Nachbarbeitrag) ist nicht zufällig; beide Geräte stammen von Robur. Während die hardwaretechnischen Innereien nahezu - aber nicht vollständig - identisch sein sollen, seien die Steuerungen sehr unterschiedlich. Nachvollziehbar, denn die Software muss ja zum jeweiligen Geräteprogramm passen.

Weitere Informationen zu Gas-Absorptionswärmepumpen können per E-Mail an De Dietrich Remeha angefordert werden.

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