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Spektakuläre Kirchen

(22.12.2013) Sie sind verwinkelt, asymmetrisch, bunt und schlichtweg außergewöhn­lich; und nach dem klassischen Kirchturm sucht man bei vielen modernen Kirchenbau­ten vergeblich. Architekten weltweit entwerfen immer aufsehenerregendere Gottes­häuser, Kapellen und Synagogen, deren Formen und Farben nicht nur während des Weihnachtsfestes oder zu Ostern beeindrucken. Emporis hat für diesen Beitrag eine Auswahl der spektakulärsten Kirchen der Welt zusammengestellt.


Neue Synagoge Mainz (Manuel Herz Architects) © Jürgen Zimmermann (Bild vergrößern)

Eines der aktuellsten Beispiele, die Neue Synagoge in Mainz von Manuel Herz Archi­tects, erinnert auf den ersten Blick an übereinander gestapelte Bauklötze verschie­denster Form, durchbrochen von schrägen drei- und viereckigen Fenstern (Bild oben). Tatsächlich stellt das 2010 errichtete jüdische Gotteshaus eine überdimensionale Ver­sion des hebräischen Segensspruches „Kedushah“ dar - siehe auch Baulinks-Beitrag „Deutscher Fassadenpreis 2011 für VHF verliehen“ vom 27.3.2011.


Iglesia Parroquial en Rivas Vaciamadrid (Madrid) von Vicens + Ramos (Bild ver­größern © Frank Stahl)
  

Auf Ecken und Kanten haben auch Vicens + Ramons, die Ar­chitekten der Iglesia Parroquial en Rivas Vaciamadrid in Madrid, gesetzt: Fingerartige Vorsprünge ragen wie Pyrami­denstümpfe aus der Nordseite der Kirche. Außerdem fällt das Gotteshaus durch ihre rostrote Fassade auf, mit der sie sich auch farblich von anderen Kirchen unterscheidet (siehe Bild rechts von Frank Stahl).

Weniger verwinkelt, dafür aber umso runder sind die Cathé­drale de la Résurrection im französischen Évry und die Leaf Chapel in Hokuto in Japan. Erstere verfügt über einen kreisrunden Grundriss sowie einen Ring aus Bäumen, der das schräg abfallende Dach der Kirche wie eine Krone umgibt (Bild). Die Leaf Chapel hingegen erinnert an eine Kuppel, die sich an einen Abhang schmiegt (Bild). Ihre zweigeteilte Form besteht aus einer gläsernen Hälfte, die fest installiert ist, und einer zweiten Hälfte aus Stahl, die sich über die erste schieben lässt. Je nach Wind und Wetter kann man so aus der geschlossenen Kapelle schnell eine Open-Air-Hochzeits-Location machen.

  

Hallgrímskirkja (Reykjavík, Island) von Guðjón Sa­múelsson (Bild vergrößern © Mathew Schaffer)
  

Eine stimmige Verbindung von viereckigen und runden Elemen­ten ist die Jubilee Church in Rom (Bild). Während ihre rechte Hälfte aus quaderförmigen Elementen besteht, die verschie­dene Räume und einen Glockenturm bilden, prägen die linke Seite drei halbrunde, nach außen hin kleiner werdende Scha­len, die sich wie ein Kokon über die anderen Gebäudeteile nei­gen. Gerade in der „Ewigen Stadt“ Rom mit ihren unzähligen christlichen Kirchen aus fast zwei Jahrtausenden stellt dieses asymmetrische Gotteshaus nicht nur ein Wagnis, sondern vor allem auch ein einzigartiges architektonisches Highlight dar.

Wohin man auch sieht, die Kirchenarchitektur befindet sich im Umbruch. Außergewöhnliche Designs machen aus modernen Gotteshäusern stilvolle Kunstwerke. Ob diese äußerliche Mo­dernisierung auch dem Image der Institution Kirche zugute kommt und dazu führt, dass wieder mehr Menschen die Got­tesdienste besuchen, wird sich zeigen. Eins steht jedoch be­reits jetzt fest: Diese Kirchen sind bemerkenswerte Meister­werke der Architektur.

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