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Der Konferenz-Kokon: Schwebender Konferenzsaal in denkmalgeschütztem Backsteinbau

(23.2.2003) Futuristisch glänzt der silberne "Kokon" im historischen Dachtragwerk der 1905 erbauten Reinigerhalle Nord des Gaswerks in Hamburg-Bahrenfeld - siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps. 3.400 Aluminium-Platten in 800 unterschiedlichen Formaten bilden die glänzende Außenhaut dieses schwebenden Raumes. Der Lichteinfall durch die großen Dachfenster des denkmalgeschützten Backsteinbaus betont die harmonisch runde Form: Der passende Konferenzsaal für die Internet-Agentur fluxx, die hier tagt, diskutiert und Konzepte entwickelt. Innen sorgt Sto-Akustikputz für die richtige Atmosphäre – er dämpft den Schall und steuert Nachhallzeiten.

Konferenz-Kokon: Schwebender Konferenzsaal in denkmalgeschütztem Backsteinbau
Fotos: Markus Krüger, Markus Dorfmüller, Hamburg

Sanft klappt die Luke nach oben, das silbern schillernde Gehäuse öffnet sich, gleißendes Licht tritt heraus auf den Steg, der hinüber führt - in eine eigene Welt, einen gekrümmten Raum fern jeder Realität. Doch Hollywood ist weit. Sehr weit. Keine Außerirdischen purzeln heraus, keine Nebel wabern umher - Menschen gehen hinein, um aufzubrechen zu neuen virtuellen Welten, um das Raum-Zeit-Kontinuum in elektronisch-digitale Verästelungen aufzulösen. Das Raumschiff hoch droben, losgelöst von allem Ballast des Alltages, hat sich bei der Hamburger Internet-Agentur fluxx eingenistet, direkt unter dem Dach, umgarnt von einem fast 100 Jahre alten Tragwerk. Es wird nicht wieder starten, sondern dort verharren, als Denkzelle, in der neue Medienkonzepte geboren werden.


Denkzentrum mit optimierter Akustik

Der mit 3400 Aluminium-Platten unterschiedlichster Formen verkleidete Raum dient als Konferenzraum, in dem 60 Personen Platz finden. Seine Form ist eigenständig, hat nichts gemein mit den beiden Büroetagen darunter, die von verkippten Kuben und schiefen Wandscheiben in den Hausfarben der Agentur geprägt sind. Ist die hydraulische Luke des "Kokons” geschlossen, dann lässt sich die "Außenwelt” nur durch schmale Fensterbänder zwischen den Stahlspanten wahrnehmen. Innen herrschen eigene Bedingungen durch die im Doppelboden integrierte Klimatechnik und das indirekt den Raum erhellende Beleuchtungskonzept. Akustisch sorgt ein mehrschaliger Innenaufbau mit Akustikputz für das Ausfiltern von Störgeräuschen und für eine konzentrierte Atmosphäre, die weder Wände noch Decken kennt.

Das organisch geformte Gebilde ist ein Raum im Raum, der 1905 als Reinigerhalle Nord des ehemaligen Gaswerks in Hamburg-Bahrenfeld erbaut wurde. Während die Hülle des denkmalgeschützten Backsteinbaus durch die zweijährige Sanierung nur subtile Veränderungen erfuhr, ermöglichte die komplette Innenentkernung den Einbau von zwei neuen Ebenen. Völlig losgelöst von der äußeren Hülle lebt das Innere aus sich selbst heraus, profitiert vom Kontrast zur alten Substanz und findet seinen Höhepunkt im schwebenden Silberkokon.

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