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Metallbekleidungen auf Porenbeton-Wandplatten

(29.9.2005) Porenbeton-Wandplatten für Fassaden im Wirtschafts- und Gewerbebau sind Rohbauteile und müssen durch geeignete Maßnahmen gegen Witterungseinflüsse geschützt werden. Außenwandbekleidungen gewährleisten durch ihre Oberflächen sowie festgelegte Planungs-, Bemessungs- und Konstruktionsbedingungen die Erfüllung dieser Anforderungen.

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Für die Oberflächengestaltung von Porenbeton-Wandplatten steht ein breites Spektrum unterschiedlicher Oberflächenausführungen zur Verfügung. Bevorzugt erhalten die Porenbeton-Wandplatten eine Beschichtung. Alternativ zu dieser Oberflächenbehandlung besteht die Möglichkeit, die Porenbeton-Wandplatten mit hinterlüfteten Außenwandbekleidungen zu kombinieren.

Fassade, Fassadenverkleidung, Porenbeton-Wandplatten, Metallfassade, Fassaden, Außenwandbekleidung, ohne Unterkonstruktionen, Trapezprofil, Profilblech, Wellenprofil, Kunststoffdübel, VerbundankerBekleidungen sind eine attraktive Alternative zu Beschichtungen und ermöglichen auch bei einfach strukturierten Gebäuden eine interessante Fassadengestaltung. Sie erlauben einen sicheren Fassadenschutz und mit verschiedenen Materialien, Profilen und Strukturen attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Interessant ist auch die Kombination von beschichteten und bekleideten Wandflächen.

Maßgebend für die Berechnung von Porenbeton-Wandplatten sind die DIN 4223 und die jeweils gültigen Zulassungen für bewehrte Wandplatten aus dampfgehärtetem Porenbeton. Die Anforderungen und Prüfgrundsätze für hinterlüftete Außenwandbekleidungen sind in der DIN 18516-1 dargestellt. Weiterhin sind die technischen Merkblätter sowie Anwendungshinweise für Bekleidungen, Unterkonstruktionen, Verbindungen, Befestigungen und Verankerungen der jeweiligen Herstellerfirmen zu beachten.

Bei den Lastannahmen sind neben den Eigenlasten der Porenbeton-Wandplatten und der Außenwandbekleidung vor allem die Windlasten nach DIN 1055-4 in den jeweiligen Einbaubereichen zu berücksichtigen. Die Aufnahme der Windlasten ist für die Porenbeton-Wandplatten sowie für alle Teile der Außenwandbekleidung nachzuweisen.

Metallfassaden stehen für zeitgemäße Gebäudeoptik. Bekleidungen aus Profilblech sind als Trapez- oder Wellenprofil und andere Formen realisierbar. Stahl-, Aluminium-, Titanzinkblech oder andere Legierungen können horizontal, vertikal oder diagonal verlegt werden. Die farbige Beschichtung der Profile bietet weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Porenbeton-Wandplatten sind als Verankerungsgrund für alle Blechbekleidungen gut geeignet.

Unterkonstruktionen

Die Unterkonstruktionen bestehen im Regelfall aus senkrecht oder waagerecht angeordneten Tragprofilen sowie Kombinationen aus beiden. Die Tragprofile werden im erforderlichen Raster der verschiedenen Bekleidungsmaterialien angeordnet und über Gleit- und Festpunkte an den tragenden Untergrund angeschlossen. Über die Unterkonstruktionen werden die Windlasten sowie die Eigenlasten der Bekleidungen aufgenommen und in das Tragwerk (bewehrte Wandplatten aus Porenbeton) überwiegend mittels Dübel, eingeleitet. Die Gleitpunkte ermöglichen die zwängungsfreien, thermisch bedingten Längenveränderungen der Tragprofile. Die Tragprofile müssen eine den statischen Anforderungen entsprechende Mindeststeifigkeit aufweisen. Notwendige Anordnungsbedingungen der verschiedenen Formate, Befestigungspunkte sowie Unterkonstruktionen sind in den jeweiligen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen geregelt bzw. sind durch gültige Normen und Richtlinien statisch nachzuweisen. Für die Beanspruchung aus dem Bereich der Außenwandbekleidungen werden zugelassene Befestigungselemente verlangt, die aus nichtrostendem Stahl hergestellt sein müssen, es sei denn, im Zulassungsbescheid wird eine andere Ausführung für diesen Bereich geregelt.

Verankerungen

Zur Verankerung von Außenwandbekleidungen in Wänden aus bewehrten Wandplatten aus Porenbeton kommen fast ausschließlich Kunststoffdübel und Verbundanker (Injektionsanker mit eingepresster Mörtelmasse) und keine Metalldübel zur Anwendung. Diese Befestigungselemente erzeugen geringe (Kunststoffdübel) bzw. keine (Injektionsanker) Spreizkräfte bei der Montage und beanspruchen somit den Ankergrund erst bei der Einleitung einer äußeren Belastung, hervorgerufen durch den Befestigungsgegenstand.

Mit einem neuen Befestigungssystem lassen sich die Profilbleche aber auch einfach und schnell direkt auf den Porenbeton-Wänden anbringen. Die kostengünstige Montage und ein äußerst geringer Wartungsaufwand machen diese Fassaden auch wirtschaftlich interessant. Das System überzeugt ebenso bei der Sanierung oder Umnutzung von Gebäuden. Dazu werden vor dem Anlegen der Metalltafeln PVC-Hartstreifen auf die Wandoberfläche geheftet. Anschließend sind die entsprechenden Kantprofile anzubringen. Die Fassadenbleche werden mit ABC-Spax-Edelstahlschrauben und Unterlegscheiben mit Neoprendichtung durch den PVC-Hartstreifen hindurch direkt im Porenbeton befestigt, ohne aufwendiges Dübeln (siehe Vertikalschnitt ohne Unterkonstruktion).

Eine Alternative zum Befestigungssystem mit PVC-Hartstreifen ist die Montage mit einer leichten Unterkonstruktion, die ebenfalls direkt in den Porenbeton geschraubt wird. Dazu werden korrosionsgeschützte Z-Winkelprofile in vom Profilblech abhängigen Abständen auf die Wandoberfläche montiert, die ohne aufwändiges Verdübeln mit den entsprechenden SPAX-Schrauben (geprüfte Verankerungskräfte) direkt in den Porenbeton-Untergrund geschraubt werden. An den Z-Profilen werden dann die Fassadenelemente befestigt:


Wände aus Porenbeton unterstützen den natürlichen Klimaausgleich durch eine bemerkenswerte Wärmedämmung, ausgeglichene Wärmespeicherung und Diffusionsoffenheit - ohne aufwändige zusätzliche Dämmung. Massiver Porenbeton sorgt für guten Schallschutz, der durch Bekleidungen noch verbessert werden kann. Offene Porenbeton-Oberflächen an der Wandinnenseite "schlucken" Industrielärm und reduzieren dessen Abstrahlung nach außen.

Porenbeton-Bauteile erfüllen bei entsprechender Dimensionierung die Anforderungen aller Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102. Die Bekleidung hat dabei keine Auswirkung auf die Einstufung als Brandwand.

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