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Porit-Porenbeton  im Dünnbettverfahren

(17.3.2006) Mit einem System von Plansteinen, Planbauplatten und XL-Formaten bis hin zu Kimmsteinen und Stürzen in den Steinrohdichteklassen von 0,35 bis 0,70 und Steinfestigkeitsklassen von 2 bis 6 erfüllt Porenbeton beispielsweise von Porit alle Anforderungen an ein modernes Mauerwerk. Umweltschonend aus Kalk, Sand und Wasser hergestellt, mit einer hohen Wärmedämmung, ausgezeichnetem Brandschutz und gutem Schallschutz lässt er sich aufgrund seiner Leichtigkeit und ergonomisch günstigen Formate leicht verarbeiten. Dabei lassen sich die guten Arbeitszeitrichtwerte durch Steine mit Nut und Feder oder durch die großformatigen XL-Elemente, die mit einem Minikran versetzt werden, weiter steigern.

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Porit-Plansteine mit Nut und Feder werden mit einer hohen Maßgenauigkeit gefertigt. Da die Maßtoleranzen nur ±1 mm in der Steinhöhe bzw. ±1,5 mm in der Steinlänge/-breite betragen, ergeben sich planglatte Oberflächen - beste Voraussetzung für die Verarbeitung im Dünnbettverfahren. Folgende Werkzeuge werden für die fachgerechte Verarbeitung der Poritsteine benötigt:

  • Rührquirl zum Anrühren des Mörtels,
  • Plansteinkellen oder Mörtelschlitten für alle Wanddicken zum vollflächigen Auftragen des Dünnbettmörtels,
  • Gummihammer zum Ausrichten der Steine,
  • Wasserwaage,
  • Widia-Handsäge oder Elektro-Bandsäge zum Schneiden von Passstücken,
  • Porenbetonhobel zum Abgleichen baubedingter Unebenheiten und
  • Anreißwinkel für winkelgenaues Sägen.

Und so werden die Porit-Plansteine im Dünnbettverfahren vermauert: Der Dünnbettmörtel, ein Werktrockenmörtel der Mörtelgruppe (MG) III, wird entsprechend der Herstellerangaben mit Wasser mit dem Rührquirl an einer langsam laufenden Bohrmaschine in einem Plastikeimer angemischt. Die Konsistenz sollte geschmeidig, keinesfalls dünnflüssig sein. Die untersten Lagerfugen auf Fundamenten, Bodenplatten und Geschossdecken sind mindestens in MG II a herzustellen. Wichtig: Vor dem Vermauern der ersten Steinlage muss das Mauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Dazu werden Querschnittsabdichtungen unterhalb der ersten Steinschicht in einem Mörtelbett verlegt. In einer weiteren Mörtelschicht werden dann die Poritsteine gesetzt und planeben nach Wasserwaage und Schnur ausgerichtet. Alle weiteren Schichten werden jetzt im Dünnbettverfahren erstellt, wobei die Steine mit der Nut und Feder "knirsch" aneinander gestoßen werden. Die Stoßfugen müssen nicht vermörtelt werden. Ausnahmen bilden z.B. nichttragende Trennwände und Stumpfstoßanschlüsse, bei denen die Stoßfugen zu vermörteln sind.

Vor dem Vermauern werden zuerst Staub und lose Teile abgekehrt. Dann wird der Dünnbettmörtel mit der passenden Plansteinkelle (Bild oben) oder einem Mörtelschlitten (vergleiche mit MauerTec-System) entsprechend der Steinbreite 1 bis 3 mm dick vollflächig auf die Lagerfuge aufgetragen. Wenn die Zahnreihen stehen bleiben und nicht zerlaufen, ist die Konsistenz optimal. Die Steine sind dann möglichst genau auf den endgültigen Platz zu setzen, mit der Wasserwaage zu kontrollieren und mit dem Gummihammer festzuklopfen und auszurichten. Austretender Mörtel wird mit der Kelle abgestrichen. Das bewahrt vor Problemen mit der Putzhaftung. Unebenheiten lassen sich mit dem Schleifbrett ausgleichen. Abrieb und Staub müssen sorgfältig entfernt werden. Da sich Porit-Porenbeton sägen, bohren und fräsen lässt, lassen sich Passstücke, Aussparungen, Tür- und Fensteranschläge von Hand zuschneiden. Der Winkel dient dabei zum Anreißen.

Bessere Dimensionierung

Aufgrund der geringen Fugendicke weist mit Dünnbettmörtel hergestelltes Porit-Mauerwerk gegenüber mit Normalmörtel erstelltem gleicher Festigkeitsklasse deutlich höhere zulässige Druckspannungen auf. Poritwände können daher den konstruktiven Erfordernissen entsprechend besser dimensioniert werden. Das Ergebnis ist ein sehr hochwertiges Mauerwerk mit einer gleichmäßigen Wärmedämmung ohne Wärmebrücken und mit besonders ebenen Wandflächen. Putze und Fliesen können problemlos auf diese Wandflächen aufgebracht werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Dünnbettverfahrens ist die schnelle Verarbeitung mit einem niedrigen Arbeitszeitaufwand sowie der geringe Wassereintrag und die daraus resultierende geringere Baufeuchte des Mauerwerks. Der Mörtelverbrauch beim Dünnbettverfahren liegt je Steinformat nur zwischen 6 bis 10 Liter pro m³. Bei Steinen mit Nut und Feder, die nur in der Lagerfuge vermörtelt werden, reduziert sich der Verbrauch sogar auf 5 Liter Mörtel pro m³.

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