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Sieben vom Bau unter den Top 100

(9.7.2006) "Das systematische Ausrichten der gesamten Firmentätigkeit auf Innovation - das ist der Grund für die beeindruckenden Innovationserfolge der Top 100," bilanziert Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien und Studienleiter der jährlichen, bundesweiten Vergleichsstudie Top 100. Franke untersucht Jahr für Jahr das Innovationsmanagement der einhundert innovativsten Mittelständler - der Top 100. Der Vergleich dieser Besten zeigt, dass insbesondere ein Top-Management, das sich aktiv in den Innovationsprozess einbringt, ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Einen fruchtbaren Ansatz sieht Franke auch darin, das Marketing in den Innovationsprozess einzubinden. Die untersuchten Unternehmen erwirtschafteten mit Innovationen und innovativen Verbesserungen der letzten drei Jahre knapp 50 Prozent des aktuellen Umsatzes und konnten mit Prozessinnovationen elf Prozent der Fertigungskosten einsparen. Lothar Späth ehrte die Top 100 am 23. Juni auf der Zugspitze. Bau-affine Unternehmen gibt es auch unter den Top 100; dazu zählen:

ATB Umwelttechnologien GmbH - gut geklärt

Die Erfolgsgeschichte der ATB Umwelttechnologien begann 1999 im Keller eines Einfamilienhauses in Vlotho. Dort entwickelten der heutige Geschäftsführer Markus Baumann und sein Vater, Dipl. Ing. Dagobert Baumann, das Konzept für eine neue Generation von Kläranlagen. Mut, visionäres Denken und Innovationskraft zahlen sich innerhalb kurzer Zeit aus: Aus dem kleinen Familienbetrieb entstand eines der renommiertesten Unternehmen der Branche, dessen Produktlinie AQUAmax heute europaweit etabliert ist.

AquaMax, Klärtechnik, Kleinkläranlage, Abwasserreinigung, Kläranlage, Kleinkläranlagen, EWDie neuartige Kleinkläranlage wirbelte den Markt kräftig durcheinander, weil sie als Nachrüsteinheit ohne großen Aufwand sowohl in bestehende als auch in neue Mehrkammergruben eingesetzt werden kann - und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Inzwischen hat ATB mehr als 25.000 AQUAmax-Systeme verkauft und sich damit in Deutschland als Marktführer an die Spitze gesetzt.

Aus dem einzelnen Produkt entstand im Laufe der Jahre ein komplexes System mit einer Bandbreite von 4 (für Häuser im Außenbereich) bis zu 2.000 Einwohnerwerten (für Gastronomie-, Hotel- und Gewerbeobjekte sowie für Siedlungen und kleinere Dörfer). Auf die erste, für damalige Verhältnisse revolutionäre AQUAmax-Generation folgte ein nicht weniger revolutionärer AQUAmax-BASIC (siehe Beitrag "Neue Kleinklärtechnik von ATB auf der IFAT 2005" vom 27.4.2005). Bei gleicher Leistungsfähigkeit hat er eine Pumpe weniger - das bedeutet: weniger elektrische Verbindungen, weniger Aggregate, mehr Sicherheit! Zudem kann man alle Anlagen per Update für die Phosphat-Entfernung, Denitrifizierung und Abwasserentkeimung aufrüsten.

Inzwischen beschäftigt die ATB Umwelttechnologien GmbH 52 hoch qualifizierte Spezialisten, die die rasante Entwicklung des westfälischen Unternehmens konsequent vorantreiben. In Zusammenarbeit mit renommierten Instituten und Hochschulen arbeitet ATB kontinuierlich an neuen Ideen, Lösungen und Technologien, mit dem Ziel, die heutige Abwasserbehandlung weiter zu optimieren, sie noch effizienter zu machen - und den unzähligen AQUAmax-Kopien jederzeit einen Schritt voraus zu sein.

Ein unverzichtbarer Bestandteil des mehrfach ausgezeichneten AQUAmax-Konzepts sei der geradezu beispielhafte ATB-Service, der rund um die Uhr dafür sorgt, dass die Kunden ruhig schlafen können. Denn das gesamte Konzept beruht nach wie vor auf der Philosophie, den Einbaupartnern und Kleinkläranlagen-Betreibern das Leben wirtschaftlich und technisch so einfach wie möglich zu machen. Der Keller eines Einfamilienhauses ist offenbar der richtige Ort, um eine Erfolgsgeschichte zu beginnen.

BAUFRITZ - Häuser voller Ideen

Wie gut traditionelle Holzbaukunst und innovative Systembauweise unter einen Hut beziehungsweise unter ein Dach zu bringen sind, demonstrieren die Wohlfühlhäuser der BAUFRITZ GmbH & Co. KG aus Erkheim. Mit jahrzehntelanger Holzbauerfahrung und fundiertem technischem Know-how entwickelt die Allgäuer Firma Konzepte und Detaillösungen für ihre massiven Holzhäuser. Der bewusste Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist dabei oberste Maxime. Und das bereits seit drei Generationen.

Um auch in Zukunft fortschrittlich bauen zu können, führen die Erkheimer regelmäßig das Wissen verschiedenster Fachleute zusammen. Durch eigene Forschung und die Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschulen, Instituten und Industrie bündelt BAUFRITZ Intelligenz, Kompetenz und Erfahrung. Die DENK-WERK-STATT, ein Gebäude in Form eines Holzkopfs, bietet dem interdisziplinären Dialog ein Zuhause. Vertreter aus Wissenschaft, Handwerk, Politik und Industrie treffen sich dort, um gemeinsam Visionen und zeitgemäße Lösungen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln.

Eine aktuelle Innovation ist die so genannte Hausschneiderei. Auf 1.800 Quadratmetern zeigt BAUFRITZ ökologische Baumaterialen und Wohnaccessoires. Komplizierte Haustechnik- und Energiesparkonzepte werden dort auf anschauliche Weise präsentiert. Im "Treffpunkt Gesundheit" erfährt der Besucher alles über gesundes Raumklima. Für die Kunden wird die Planung der eigenen vier Wände so zu einem faszinierenden Erlebnis.

Ein durchdachtes Innovationsmanagement ist das Fundament für den Erfolg der kreativen Ideen rund um den ökologischen Hausbau. Dazu gehören bei BAUFRITZ auch die "Denkerrunden" im betrieblichen Vorschlagswesen. Dort diskutieren Mitarbeiter, Bereichsleiter aus allen Abteilungen sowie die Geschäftsführung Verbesserungsvorschläge, welche die Produktqualität, die Umwelt, den Arbeitsplatz oder auch Prozessabläufe betreffen können. Umgesetzte Ideen honoriert die Geschäftsleitung durch familienfreundliche Eintrittsgutscheine fürs Hallenbad, für Freizeitparks oder mit einem Wohnwagen fürs Wochenende.

Eine weitere Quelle der Innovationskraft des Allgäuer Holzbauspezialisten ist das harmonische und gesunde Arbeitsumfeld. Die hellen, ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplätze sowie gemeinsame sportliche Aktivitäten und Veranstaltungen tragen zu einem Betriebsklima bei, das bereits mit mehreren Auszeichnungen - beispielsweise "Ethics in Business" im Jahr 2005 - prämiert wurde (siehe Meldung vom 15.11.2005). Wohl fühlen können sich somit nicht nur die Kunden, sondern auch die 238 Mitarbeiter.

GEZE GmbH - Türen öffnen

Fenster, Türen, Sicherheitstechniken -die GEZE GmbH fertigt alles rund um den Ein- und Ausgang von Gebäuden und gehört damit zu den weltweit führenden Entwicklern und Produzenten von Gebäudetechnik. Ganz neu im Sortiment: der Drehtürantrieb "Slimdrive EMD", der eine bemerkenswert niedrige Bauhöhe von nur sieben Zentimetern hat und dadurch weithin einsetzbar ist: in öffentlichen Einrichtungen, Bürogebäuden und Hotels ebenso wie in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Automatiktüren, automatische Türsysteme, Schiebetüren, Londoner Museum! Museum Modern Tate, automatische Schiebetüranlagen, Spiegelglas, Tür, Türen
Bild aus dem Beitrag "Kunst einmal anders: Schiebetüren sorgen für Verwirrung in Londoner Museum" vom 12.11.2003

Der neue elektromechanische Drehtürantrieb, der große und schwere Türen mühelos und leise bewegt, ist nur eine der vielen innovativen Lösungen des Leonberger Familienunternehmens. In einem eigenen Technologiezentrum treibt GEZE kontinuierlich Innovationen voran, um ihren Kunden zukunftsweisende Standards in der Gebäudetechnik bieten zu können. Dazu gehört neben Türschließern und Lüftungs- und Glastechniken unter anderem auch ein selbst entwickeltes Rettungswegsystem mit Türen, die den Fluchtweg nicht blockieren und die sich bei Stromausfall per Federkraft öffnen lassen. Auch Zugangskontrollen, zum Beispiel mit Identifikation per Fingerabdruck, hat der Mittelständler im Programm.

Dienstleistung wird bei GEZE besonders groß geschrieben: Ein Tochterunternehmen in Schweigern stellt Türsysteme nach speziellen Wünschen von Architekten her. Ein besonderer Service ist die eigens für diese Zielgruppe eingerichtete Hotline. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung entschieden, eine neuartige Fertigungssteuerung einzuführen, die dafür sorgt, dass Planabweichungen nicht zu Lieferverspätungen führen. Das SAP-gestützte System soll jederzeit eine termingerechte Bearbeitung gewährleisten.

GEZE hat den Anspruch, ihre Produkte und Prozesse permanent zu verbessern. Um kreatives Potenzial bei den Beschäftigten zu fördern, räumt man ihnen gezielt Freiräume zum Experimentieren ein. Ihre Ideen werden ernst genommen und benötigte Ressourcen unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Ein Ansporn ist nicht zuletzt ein interner Innovationswettbewerb, bei dem alle Mitarbeiter wertvolle Preise gewinnen können. Im Jahr 2005 wurde beispielsweise ein Mercedes ausgelobt. Das neu aufgebaute Innovationsteam, das wöchentlich die eingereichten Ideen bewertet, hat eine Menge Arbeit: Seit 2005 machten die Arbeitnehmer insgesamt bereits 600 Verbesserungsvorschläge. Zusätzlich fördert man das gute Innovationsklima durch die permanente Weiterbildung der weltweit 1.450 Beschäftigten.

HGM-Türenwerke Heinrich Grauthoff GmbH - Tür zur Zukunft

Seit fünf Jahrzehnten sind die HGM-Türenwerke dem Zeitgeist immer um mindestens eine Nasenlänge voraus. Ihre Produkte entstehen aus einem ständigen Strom neuer Ideen. Doch der Weg aus der menschlichen Fantasie in die raue Wirklichkeit des Marktes ist oft steinig. Das Unternehmen hat diesen Weg geebnet und einen klar strukturierten Innovationsprozess installiert, der sicherstellt, dass tatsächlich alle fruchtbaren Ideen aus dem Hause eines Tages in einem Produkt verwirklicht werden.

Dem Innovationsgeist sind bei HGM im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor geöffnet. Produktentwickler dürfen - so sieht dies die Firmenleitlinie ausdrücklich vor - bis zu 15 % ihrer Arbeitszeit selbstständig für Ideen nutzen, die außerhalb des offiziellen Entwicklungsprogramms liegen. Sach- oder anteilige Geldprämien für gute Vorschläge sowie eine Sonderauslosung am Jahresende zeigen, dass es sich für alle Beschäftigten lohnt, kreativ zu sein, und dass das Unternehmen ihren Einfallsreichtum zu schätzen weiß.

Anregungen werden in allen Abteilungen des Hauses gesammelt und anschließend sowohl im Modell- als auch im Marketingteam besprochen und analysiert. In diesen Teams ist jeweils auch das Top-Management vertreten, das sich unter anderem als innovativer Ideengeber versteht. Finden Vorschläge dort Anklang, stimmt man sie mit den anderen Unternehmen der GRAUTHOFF-Türengruppe ab, um mögliche Synergiepotenziale zu nutzen. Auf diesem Wege werden schließlich etwa 20% der eingegangenen Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Solche Innovationen müssen sich erst auf Messen, in Testmärkten und bei Verbraucherumfragen bewähren, ehe sie endgültig in das Programm exklusiver Türen für den Wohn- und Objektbereich aufgenommen werden.

Um den geschäftlichen Erfolg der neuen Produkte sicherzustellen und nicht am Kunden vorbeizuentwickeln, entscheidet das Marketing über alle Neuerungen mit. Dessen Mitarbeiter verbringen 50% ihrer Arbeitszeit mit Innovationen, erweitern ihr Wissen über Kundenbedürfnisse durch Marktforschung, tauschen sich mit anderen Firmen aus der eigenen wie aus fremden Branchen aus und stellen Marktnähe her. Auch durch ihre gezielten Maßnahmen können Neuheiten erfolgreich eingeführt und neue Zielgruppen mit Programmen wie etwa "Feng Shui" oder "55+" gewonnen werden.

Mit diesem mehrstufigen Konzept der Innovationen, von der Idee bis zur Marktreife, hat das Unternehmen auch in den letzten Jahren gegen den Branchentrend eine positive Umsatzentwicklung erlebt und sich die Tür zu einer erfolgreichen Zukunft offen gehalten - der Globalisierung zum Trotz.

Schöck Bauteile GmbH - damit's hält

Firmen sehen sich mehr denn je der Kundenforderung nach effizienteren und damit wirtschaftlicheren Produkten und Dienstleistungen gegenüber. Eine Herausforderung, auf welche die Schöck Bauteile GmbH mit einem ausgeklügelten Innovationsmanagement reagiert, das Anregungen des Marktes schnell in neue Produkte umsetzt. Die Mitarbeiter haben verinnerlicht, dass die starke Marktstellung des Betriebs auf innovativen Problemlösungen beruht, und arbeiten zielstrebig an marktgerechten Neuerungen.

Philosophie des Hauses ist es, qualitätsverbessernde und arbeitsvereinfachende Bauteile zu entwickeln. Dazu hat Schöck den gesamten Innovationsprozess mit einem Meilensteinsystem klar definiert und gestaltet. Dieses System gibt allen am Prozess beteiligten Personen zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit, dass ein effizienter Ablauf gewährleistet ist und alle Maßnahmen und Aktivitäten von der Geschäftsleitung mitgetragen werden. Zudem bindet man ausgewählte Kunden über ein Lead-User-Konzept und über Pilotprojekte in sämtliche Stufen ein, um so die Markttauglichkeit neuer Entwicklungen sicherzustellen.

Glasfaserbewehrung, Glasfaserbetonbau, Bewehrungstechnik, Stahlbetonbau, Betonstahl, Korrosionsbeständigkeit, elektrische Isolation, Betonbauteile, Bewehrungsstahl, GFK, Glasfasern, Tunnelbau
Bild aus dem Beitrag "Schöck ComBAR - die Glasfaserbewehrung für Sonderanwendungen" vom 3.4.2006

Eine Stärke des Unternehmens ist es, den Beteiligten einen großen Freiraum für die Ideenfindung zu lassen. Das heißt, dass einerseits zwar Suchfelder für Innovationen abgesteckt, andererseits Mitarbeiter aber auch ermuntert werden, Impulse zu geben, die außerhalb dieses Spektrums liegen. Ein eigenes Strategieteam widmet sich nicht nur diesen "normalen" Entwicklungen, sondern auch der Konzeption völlig neuer Geschäftsideen.

Eine weitere Stärke von Schöck liegt darin, Ideen planmäßig zu bewerten und, falls sie geeignet erscheinen, systematisch zur Marktreife zu bringen. Dabei wird jeder Vorschlag von einem kompetenten Mentor durch den gesamten Evaluationsprozess hindurch begleitet. Während der Beurteilung wird das Projekt immer detaillierter ausgearbeitet und mehrfach neu bewertet. Die in der aktuellen Situation nicht zu verwirklichenden Ideen werden zurückgestellt und in regelmäßigen Abständen neu evaluiert, damit visionäre, aber heute noch nicht marktrelevante Innovationen nicht verloren gehen. Dass der Ideengeber - auch wenn er an der weiteren Umsetzung seines Vorschlages nicht beteiligt ist - stets zeitnah über die Entwicklung informiert wird, schafft Transparenz und signalisiert, dass Erfindungsreichtum geschätzt wird.

Sto AG - Die Frischluftfarbe

Ovale, leuchtend gelbe Farb- und Putzeimer mit der Aufschrift "sto" sind auf vielen Baustellen rund um den Globus zu finden. Schließlich gilt der innovationsfreudige Bauzulieferer mit Sitz im südbadischen Stühlingen als Weltmarktführer in Sachen Wärmedämm-Verbundsysteme für Gebäudefassaden. Die neueste Entwicklung des Unternehmens: eine Innenfarbe, die das Prinzip der Photokatalyse nutzt, um üble Gerüche und Schadstoffe kontinuierlich abzubauen - auch bei Kunstlicht (siehe Beitrag "Sto nutzt das größte 'Organ' von Gebäuden für ein besseres Raumklima" vom 11.4.2005).


Lothar Späth überreicht die Top 100-Auszeichnung an Dr. Peter Grochal (links, Leiter Innovation Sto AG) und Lothar Bombös (rechts, Leiter Internationales Produktmanagement und Technik, Sto AG)

Schon die Gründung der Firma im Jahre 1955 basierte auf einer Neuheit - nämlich auf einem organisch gebundenen Putz namens "Ispo-Putz". Dieses Produkt der ersten Stunde war der Katalysator der Sto AG, die in den folgenden Jahren innerhalb Deutschlands, dann in Europa und schließlich auf andere Kontinente expandierte. Fassadendämmsysteme, Putze und Farben bilden den Kern des Sto-Portfolios, das im Hinblick auf Dauerhaftigkeit, Verarbeitung, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit stetig weiterentwickelt wird.

Vergleichbar der Photosynthese bei Pflanzen oder der Abgasreinigung durch den Katalysator im Auto nutzt die Wand- und Deckenfarbe "StoClimasan Color" das Wirkprinzip der Photokatalyse. Millionen von katalytisch wirksamen Pigmentteilchen bauen an der Farboberfläche unter Lichteinfluss organische Substanzen ab. "Zurück bleiben ungefährliche Stoffe wie beispielsweise Wasser oder Kohlendioxid", erläutert Dr. Peter Grochal, Leiter der Innovationsabteilung. Die Katalysatoren selbst verändern sich nicht, sind stabil und verbrauchen sich somit auch nicht. "Jedes Mal wenn sichtbares Licht auf die Oberfläche trifft, wird die Farbe aktiviert und beseitigt Gerüche und Schadstoffe - die Raumluft wird spürbar besser." Die Farbe funktioniert bereits mit normalem Raumlicht sowie dem Kunstlicht von Glühbirnen und Leuchtstoffröhren.

Ob eine solche Innovation die Erwartungen der Kunden erfüllt, wird vorab in einem eigenen Matrix-Bewertungssystem getestet. Dabei wird nach den vier Kriterien Funktion, Wirtschaftlichkeit, Design und Ökologie differenziert, wie Dr. Grochal erläutert: "Die Innovation muss zumindest in einem dieser Punkte stimmig sein, ansonsten wird sie von uns nicht vorangetrieben."

Wieland Electric GmbH - Kontakt muss sein

Viele Millionen Kontakte stellt die Wieland Electric GmbH täglich her: Ob das Commerzbank-Gebäude in Frankfurt, die Twin Towers in Kuala Lumpur oder der Post-Tower in Bonn - sie und viele andere Gebäude weltweit sind mit elektrischer Verbindungstechnik des Bamberger Unternehmens ausgerüstet. Mit einem ausgeklügelten Stecksystem lassen sich Kabelteile so unkompliziert wie Lego-Bausteine miteinander verbinden und auch wieder trennen. Dies reduziert sowohl die Installationszeit als auch die Kosten erheblich.

Verbindungen haben in der fast 100-jährigen Geschichte der Firma Wieland eine entscheidende Rolle gespielt. Was einst als Anschlussklemmen begann, hat sich längst zu ausgeklügelten steckbaren Systemen ausgeweitet. Wieland-Technik lässt sich überall da finden, wo Strom verteilt wird, und das ist nahezu überall: in Gebäuden, Industrieanlagen und Maschinen, auf Baustellen, Flughäfen oder in Solaranlagen. "Wir suchen immer nach den passenden Lösungen für die Probleme unserer Kunden, das ist unser Erfolgsrezept", weiß Franz Josef Schrauder, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Wieland Electric GmbH. Die Exportquote ist dabei sehr hoch, geliefert wird in mehr als 60 Länder. Abnehmer sind unter anderem Anlagen- und Maschinenbauer der verschiedensten Branchen. In der Gebäudesystemtechnik ist Wieland seit fast drei Jahrzehnten Marktführer bei steckbaren Installationen.

Mehr als 20.000 unterschiedliche Komponenten für die Automatisierungstechnik und Gebäudeinstallation umfasst die Produktpalette mittlerweile. Allein in den letzten drei Jahren meldeten die Franken 56 Patente an und belegten damit ihre Innovationskraft. "Immer einen Schritt voraus sein", ist Schrauders Maxime, weshalb bei Wieland 75 Mitarbeiter stetig an neuen Entwicklungen arbeiten. Er weiß, wovon er spricht: 15 Jahre lang entwickelte er selbst neue Produkte im Unternehmen. Mehr als 250 Patente und Gebrauchsmuster der Firma sind laut Schrauder momentan aktiv.

Die Bamberger sind seit Jahren auf Expansionskurs: Zu der Wieland-Gruppe zählen auch das Elektronikunternehmen Schleicher und die Firma Stocko-Contact. Tochtergesellschaften finden sich nahezu überall in Europa, ebenso in den USA und Kanada, Vertretungen gibt es in über 70 Ländern. Seit dem vergangenen Jahr ist Wieland auch in China vertreten, die Eröffnung eines Büros in Dubai steht unmittelbar bevor. Die Geschäftsleitung meistert den Spagat zwischen weltweitem Engagement und regionaler Verantwortung vorbildlich. Denn die Wieland Electric GmbH ist mit 1.100 Beschäftigten einer der großen Ar-beitgeber in Oberfranken.

Erfolg kommt nicht von Ungefähr

Der Innovationserfolg der Top 100 zeigt sich daran, dass sie durchschnittlich 48 Prozent ihrer aktuellen Umsätze und 50 Prozent ihrer Gewinne aus Innovationen und innovativen Verbesserungen der letzten drei Jahre generieren. Weiterhin stellt bei 90 Prozent der Unternehmen die bedeutendste Innovation der vergangenen drei Jahre eine Weltneuheit dar.


Mentor Lothar Späth ehrte alle TOP 100-Unternehmen auf der Zugspitze

Bei den besten Zehn der Kategorie "Innovationsförderndes Top-Management" wendet die Führungsriege fast die Hälfte ihrer Arbeitszeit für das aktive Mitwirken an Innovationsprozessen auf. Bei den Top 100 liegt dieser Wert im Durchschnitt bei 28,5 Prozent. Dies ist ein Indiz dafür, inwieweit das Top-Management für den Innovationserfolg verantwortlich ist. Im Bereich "Innovationsmarketing" haben die Unternehmen im Vergleich zu den Top 100 des Vorjahres noch einmal einen Gang zugelegt - verbessert hat sich die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Entwicklung. Die Bedeutung dieses Bereiches leitet Prof. Dr. Nikolaus Franke daraus ab, dass sich bei den Top Ten die Marketingmitarbeiter 62 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Innovationen befassen - bei der Gesamtheit der TOP 100 sind es 31 Prozent der Arbeitszeit.

Zudem hängt gerade im Mittelstand der Innovationserfolg in hohem Maße von gezielter Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung ab. 94 Prozent arbeiten mit Kunden, 86 Prozent der Top 100 mit Lieferanten zusammen. Mit Wettbewerbern kooperieren allerdings nur 16 Prozent der Top 100 intensiv.

Ein guter Indikator für ein positives Innovationsklima sind die kreativen Leistungen des Personals. So fällt auf, dass in den Top Ten dieser Kategorie jeder Mitarbeiter pro Jahr etwa acht Verbesserungsvorschläge macht, während dies bei der Gesamtheit der Top 100 nur drei bis vier Ideen jährlich sind. In der Kategorie "Innovative Prozesse und Organisation" hebt Franke hervor, dass sich bei 81 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent) der Top 100-Unternehmen Mitarbeiter ausschließlich mit Innovationen befassen. Wie im Vorjahr investierten die Top 100 durchschnittlich fast 10 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Die nächste Runde Top 100 startet Mitte September, Bewerbungsschluss ist am 30. November 2006. Teilnahmeunterlagen gibt es unter info@compamedia.de.

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