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Forscher aus Sankt Augustin suchen nach klimaschonenderem Zement

Professor Dr. Steffen Witzleben
Prof. Dr. Steffen Witzleben

(24.10.2013) Es ist einer der zentralen Werkstoffe rund um den Bau: Zement. Der weltweit am meisten verwendete Bau­stoff ist jedoch ein ziemlicher „Klimasünder“. Die Zementher­stellung und -verwendung ist für rund sechs Prozent des welt­weiten CO₂-Ausstosses verantwortlich. Eine Forschergruppe der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese CO₂-Emissionen zu reduzieren.

„Wir wollen mit der Forschung bei innovativen Zusätzen zum Zement erreichen, dass wir die Kristallisation von Zementpha­sen besser steuern können“, so Professor Dr. Steffen Witzle­ben, Leiter der Forschergruppe. Mit den zugesetzten Additiven lasse sich zudem die Festigkeit des Werkstoffes verbessern, so dass bei der Errich­tung eines Hauses weniger Zement zum Einsatz kommen müsse. „Die Klimabilanz beim Bau lässt sich so nachhaltig verbessern“, verspricht Witzleben. Innerhalb des Projek­tes erfolge neben den Grundlagenuntersuchungen beim Abbinden des Zements auch die Umsetzung der gewonnenen Kenntnisse in Empfehlungen für die Baupraxis. Als Projektpartner sind beteiligt ...

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeit der For­schergruppe von Professor Witzleben mit 416.000 Euro. Das Projekt ist für vier Jahre angesetzt. Auch Studierende der Hochschule aus dem Fachbereich Angewandte Na­turwissenschaften werden in die Forschungsarbeiten über Bachelor- und Masterarbei­ten sowie durch kooperative Promotionen eingebunden.

Weitere Informationen zu klimaschonenderem Zement können per E-Mail an Prof. Witzleben angefordert werden.

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