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Solarkollektorabsatz 2013 zweistellig rückläufig

(23.2.2014) 2013 sind in Deutschland nur etwa 136.000 neue Solarwärme-Anlagen mit einer Kollektorfläche von insgesamt 1.020.000 m² neu installiert worden. Das ist ein Rückgang von 11,3% gegenüber dem Jahr 2012, als noch Solarkollektoren mit ei­ner Fläche von rund 1.150.000 m² errichtet wurden - wie der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Solar­wirtschaft (BSW-Solar) aktuell mitteilen. Zwar habe sich die installierte Kollektorfläche auf nunmehr 17,5 Mio. m² innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verdreifacht (2003: 5,1 Mio. m²), dennoch reiche das Modernisierungstempo im Wärmemarkt bei Weitem nicht aus, um die politischen Zielsetzungen zu erreichen.

9:1 - Flachkollektoren versus Röhrenkollektoren

Von den im Jahr 2013 aufgebauten Solarwärmeanlagen nutzt die weit überwiegende Mehrheit wie in den Vorjahren die Flachkollektor-Technik. Bei gut einem Zehntel der Kollektorfläche (11 Prozent) kamen Röhrenkollektoren zum Einsatz. Etwa zwei von fünf Heizsystemen sind Kombianlagen, die Warmwasserbereitung und Heizwärmeer­zeugung übernehmen.

Effizienz- und Klimaschutz-Ziele werden im Wärmesektor nicht erreicht

Szenarien der deutschen Energieversor­gung vor dem Hintergrund der Vereinbarungen der Großen Koalition
Studie „Szenarien der deutschen Energieversor­gung vor dem Hintergrund der Vereinbarungen der Großen Koalition“
(PDF-Download)
  

„Wer das Klimaproblem und den Anstieg der Energiekosten der Bürger ernsthaft eindämmen will, muss jetzt die Energie­wende auch im Wärmesektor endlich einläuten. Hier liegt der Hase im Pfeffer“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Eine wissenschaftliche Analyse der Klimaschutz-Effekte des Koalitionsvertrags durch den Energieforscher Dr. Joachim Nitsch ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Effizienz- und Klimaschutz-Ziele auch im Wärmesektor nicht erreicht werden (bsw.li/1nymlxy).

Aus Sicht des BDH: „Ohne eine Wärmewende kann es auch keine erfolgreiche Energiewende geben. Schließlich ist der Ge­bäudebereich der größte Energieverbrauchssektor Deutsch­lands. Würden durch eine beschleunigte Modernisierung des größtenteils veralteten Anlagenbestands diese Potenziale ge­hoben, könnten 13 Prozent des deutschen Endenergiever­brauchs eingespart werden. Dabei setzen wir auf die Doppel­strategie aus Effizienz und erneuerbaren Energien“, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Eine Frage der Förderung!?

Beide Verbände betonen, dass nach wie vor ein kontinuierliches Förderinstrument feh­le, um den dringend notwendigen forcierten Ausbau der Solarwärme zu erreichen. BDH und BSW-Solar fordern die Bundesregierung daher auf, die notwendigen Rahmenbedin­gungen für einen Durchbruch der Erneuerbaren Wärme zu schaffen.

Die aktuelle staatliche Förderung hat neben der Förderung von ökologischen Heizungs­modernisierungen im Eigenheim einen deutlichen Fokus auf die Solarwärme-Produktion im gewerblichen und industriellen Bereich gerichtet. Dort entwickelt sich zusehends ein Markt für solare Prozesswärme. Diese Technologie kann - je nach Kollektortyp - Betriebstemperaturen im Nieder- und Mitteltemperaturbereich erzeugen und hier rele­vante Teile der benötigten Wärme decken. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Anschaffung ...

  • einer Solarwärme-Anlage im Eigenheim mit Zuschüssen von bis zu rund 2000 Euro und
  • einer solaren Prozesswärme-Anlage mit Zuschüssen von bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten.

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