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Aufstockung: Pilotprojekt mit den neuen Multifunktionalen Modulen (MFM) von Okalux

(10.8.2017) Für Okalux war die Erweiterung des Instituts für Sportwissenschaft und Ernährung an der Uni von Kopenhagen auf dem Nørre Campus (siehe Google-News) eine Art Pilotprojekt. Erstmals kamen hier die hauseigenen Multifunktionalen Module (MFM) zum Einsatz. Das neue System macht es möglich, in einem einzigen Fassadenelement unterschiedliche Okalux-Produkte einzubetten und zu kombinieren - und das ohne zusätzliche Riegel.


Foto © Mikkelsen Arkitekter A/S

Die Universität Kopenhagen verteilt sich innerhalb der Stadt auf mehrere Standorte. Der Nørre Campus liegt, wie der Name bereits andeutet, im nördlichen Teil der Metropole  (siehe Google-News) und wird zur internationalen „Science City“ weiterentwickelt und ausgebaut. Gezielt werden einzelne Neubauten als Katalysatoren eingefügt; außerdem wird auf Nachverdichtung und effiziente Umstrukturierung gesetzt. Auch das Institut für Sportwissenschaften und Ernährung sollte mit einem Neubau qualitativ gestärkt werden.


Ansicht von Norden; Grafik/Plan © Mikkelsen Arkitekter A/S

Zurückhaltend präsent

Platz für die Erweiterung fand sich auf einem bestehenden dreiflügeligen Gebäudekomplex aus den frühen 1920er-Jahren von Carl Brummer. Mehrfach wurde die Anlage verändert. In den späten 1930er Jahren füllte Edvard Thomsen den Raum zwischen den beiden Seitenflügeln mit einer Schwimmhalle - bis heute ein Vorzeigeobjekt des frühen skandinavischen Funktionalismus. 1996 kam südlich eine Tanzhalle mit großem Zinkwalmdach hinzu. Eine weitere Ergänzung sollte nun die Symmetrie der Gesamtanlage wiederherstellen und dringend benötigte Räumlichkeiten aufnehmen. Seit Ende 2016 vervollständigt deshalb eine eingeschossige Aufstockung, die aus der Feder von Mikkelsen Arkitekter stammt, den nördlichen Seitenflügel.


Ansicht von Süden Foto © Søren Aagaard

Von der neoklassizistischen Ziegel-Lochfassade des Bestandes hebt sich der Neubau dank einer trennenden Fuge etwas ab. Geradlinig-elegant komplettiert die Aufstockung das Ensemble und interpretiert die Fassadengliederung mit Kranzgesims und Attikageschoss auf abstrakte Weise neu.

Die schlichte, rechteckige Grundform ermöglicht wiederum eine optimale Anordnung der Funktionsbereiche auf den circa 400 m² Grundfläche. Die Arbeitsplätze sind nach Norden, Osten und Westen ausgerichtet; hier ist die Fassade offener und transparenter. Richtung Süden, hinter vermehrt geschlossenen Fassadenelementen, liegen hauptsächlich die Neben- und Erschließungsräume.

Individuell angepasste Fassadenelemente

Um eine angenehme Arbeitsatmosphäre in den Innenräumen zu erhalten, sollten die Büros, Labor- und Forschungseinrichtungen mit möglichst viel blendfreiem Tageslicht versorgt werden. Darüber hinaus war es der Wunsch der Architekten, dass der Ausblick aus den Bereichen mit längerer Aufenthaltsdauer zur Straße in den öffentlichen Raum uneingeschränkt möglich sein sollte. Diese Vorgaben erfordern eine möglichst transparente Fassade ohne geschlossene Brüstungsbereiche. Die klimatischen Bedingungen in Nordeuropa fordern jedoch andererseits eine Hülle mit sehr gutem Wärmeschutz.

Auf der Suche nach einem Fassadensystem, bei dem sich Durchsicht, U-Wert und Tageslichteintrag einstellen und an die Wünsche der Planer und Nutzer anpassen lassen, fanden Mikkelsen Arkitekter zu Okalux.


Im oberen Bereich der Fassade streuen Kapilux-Einlagen das Tageslicht tief in den Innenraum. Die anderen Bereiche der Fassadenelemente werden, je nach Bedarf des dahinter liegenden Raumes, mit einer Okatech HPI-Einlage gefüllt oder bleiben bis zum Fußboden transparent. (Foto © Søren Aagaard)
  

Grafik © Mikkelsen Arkitekter A/S

Modellierbare Gestaltung

Optimal für die gesamte Gebäudehülle der Erweiterung erwiesen sich Multifunktionale Module (MFM) von Okalux. Das Besondere an ihnen ist die freie Belegbarkeit innerhalb eines Fassadenelements. Okatech HPI-Einlagen mit Streckmetall Alu und Kapilux T-Einlagen lassen sich frei kombinieren und ohne Zusatzriegel dort positionieren, wo ihre Wirkungsweise gewünscht war:

  • die Okatech HPI-Einlagen in den Bereichen, die eine Verschattung verlangen (Bild rechts), und
  • die Kapilux-Einlagen im Oberlichtbereich, um Tageslicht weit nach innen zu streuen.

Die Architekten legten drei Element-Typen mit unterschiedlichen Konfigurationen fest. So konnte passgenau auf die Gegebenheiten und Anforderungen des Innenraumes eingegangen werden:


Foto © Søren Aagaard
  

Die Glasfassade weist ähnlich gute Wärmedämmwerte wie eine massive Mauerwerkswand auf. So erreichen die Abschnitte ...

  • mit HPI-Einlagen Ug-Werte von 0,3 W/m²K,
  • mit Kapillar-Einlagen Ug-Werte von 0,7 W/m²K und
  • ohne Einlagen - also die transparenten Bereiche - Ug-Werte von 0,8 W/m²K.

Dabei ist der Aufbau der Multifunktionalen Module deutlich schmaler, so dass auf der Innenseite Raum gewonnen wird.

Die an der kompletten Fassade genutzten Multifunktionalen Module sind aber nicht nur in höchstem Maße funktional. Stig Mikkelsen schätzt ebenso, dass sie seinen ästhetischen Vorstellungen genau entsprechen und die übergeordnete gestalterische Idee mit transportieren.


Foto © Søren Aagaard

Weitere Informationen zu den Multifunktionalen Modulen (MFM) können per E-Mail an Okalux angefordert werden.

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