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Wärmeverbrauch in Mehrfamilienhäusern 2016 deutlich gestiegen


  

(21.8.2017) Wie eine aktuelle Auswertung durch den Energiedienstleister Techem zeigt, ist 2016 der Energieverbrauch für Heizwärme in deutschen Mehrfamilienhäusern angestiegen. Insbesondere die kühlere Witterung in den Wintermonaten 2016 dürfte dafür die Ursache gewesen sein. Im untersuchten Wohngebäudebestand lag der Durchschnittswärmeverbrauch ...

  • für Erdgas bei 125 kWh/m² Wohnfläche und Jahr (+5% gegenüber 2015),
  • für Heizöl bei 126 kWh/m² (+7%) und
  • für Fernwärme bei 102 kWh/m² (+6%).

Geringster Verbrauch in Nordrhein-Westfalen

In Vorbereitung der jährlichen Energiekennwerte-Studie hat Techem für rund 140 deutsche Städte auch den Energieverbrauch für Wärme- und Warmwasser in Mehrfamilienhäusern verglichen. Den niedrigsten Wert zeigte Bottrop, wo sich der Verbrauch um 2,56% auf 111,64 kWh/m² erhöhte. Weitere Niedrigverbraucher waren Schweinfurt (111,79 kWh/m², +5,89 %), Gladbeck (112,73 kWh/m², +3,85 %), Eberswalde (112,79 kWh/m², +4,31 %) und Hattingen (113,25 kWh/m², +5,93 %). Gleich drei der Top 5-Städte liegen damit in Nordrhein-Westfalen, ebenso wie viele weitere auf den folgenden Plätzen.


Hoher Verbrauch im Norden

Die Städte mit dem höchsten Verbrauch sind, wie schon in den Vorjahren, oft im Norden der Republik zu finden. Während mit Salzgitter auf Platz eins des Rankings (177,21 kWh/m², +7,69 %) und Heidenheim auf Platz vier (164,74 kWh/m², +10,47 %) zwei küstenferne Städte dabei sind, liegen die Plätze zwei, drei und fünf mit Itzehoe (169,89 kWh/m², + 5,61 %), Rendsburg (165,81 kWh/m², +4,98) und Schleswig (162,68 kWh/m², +2,06 %) in Schleswig-Holstein, ebenso einige weitere auf den nachfolgenden Plätzen.

Energieverbrauch aktiv beeinflussen

„Wir sollten nicht auf warme Winter hoffen, wenn wir den Energieverbrauch und damit auch die CO₂-Emissionen in Wohnungen deutlich verringern wollen“, fordert Techem-CEO Frank Hyldmar. Maßgebliche Einflussfaktoren für mehr Energieeffizienz seien ...

  • die Bausubstanz bzw. die energetischen Qualität der Gebäude,
  • die Technik zur Wärmeerzeugung und -verteilung sowie
  • das Verbrauchsverhalten der Bewohner.

„Wenn wir 2050 in einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand leben wollen, müssen wir gemeinsam an allen beeinflussbaren Faktoren ansetzen. Wir arbeiten darum mit vielen Partnern aus Wohnungswirtschaft, Industrie und Forschung daran, wenig bekannte aber kostengünstige Wärmeeinsparmaßnahmen stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik zu rücken,“ teilte Hyldmar abschließend mit.

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