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Euroconstruct erwartet Abschwächung der baukonjunkturellen Performance in Europa


  

(19.6.2019) Die Gesamtbauleistung im Euroconstruct-Gebiet stieg 2018 mit +3,1% etwas mehr an als vor sechs Monaten erwartet: Der Neubau ist dabei mit +4,3% nach wie vor die treibende Kraft - dazu trugen der Tiefbau (civil engineering) annähernd 6% und der Wohnungsneubau gut 5% bei.

Während sich 2017 noch alle 19 Länder äußerst positiv entwickelten - verzeichnet wurde der stärkste Anstieg seit mehr als 20 Jahren (+4,2%) -, zeigten sich 2018 erste Signale einer Abschwächung mit teilweise verzögerter Produktion in einigen Regionen wie Großbritannien und einzelnen nordischen Ländern. Außerdem lag 2018 die ermittelte Bauleistung mit insgesamt 1.610 Mrd. Euro nach fünf Jahren Wachstum immer noch unter dem Peak vor der Finanzkrise - mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ländern:

  • In sieben Ländern wurde das Vorkrisenniveau überschritten,
  • in sechs anderen lag die Marktkapazität 2018 auf dem Niveau von 2007,
  • während in den übrigen sechs Ländern, darunter drei der fünf großen, mehr als 10% fehlten.
Foto © baulinks/AO 

Auch die neuen kurzfristigen Aussichten deuten auf ein langsameres Wachstum hin: Die europäische Bauproduktion dürfte ...

  • 2019 um weniger als 2% und
  • in den nächsten zwei Jahren nicht mehr als um 1,5% zulegen.

Zudem sind einige der strukturellen Abwärtsrisiken seit der Herbstkonferenz nun auch eingetreten - dazu zählen ...

  • der allgemeine demografische Druck,
  • Marktsättigung,
  • langsame Realisierungsprozesse und
  • andere Engpässe.

Den wichtigstes Markt in den nächsten drei Jahren bildet die Infrastruktur-Branche, von der erwartet wird, dass sie den europäischen Baumarkt mit durchschnittlich mehr als 3% stützt - während für den Gebäudesektor ein Anstieg von nur etwas mehr als 1% prognostiziert wird.

Auf Länderebene wird die positive Entwicklung durch das starke Wachstum (ca. +6%) in allen osteuropäischen Ländern mit Ausnahme der Slowakei getragen. Hinzu kommt ein ähnlicher Anstieg für Irland, auch wenn er sich im Prognosezeitraum verlangsamt, und in geringerem Maße gibt es auch positive Raten in den Niederlanden, Portugal und Spanien (knapp 4%). Spanien schneidet damit unter den fünf großen Ländern am besten ab. Für zwei weitere Länder - Deutschland und Frankreich - wird mit einer Stag­nation des Marktes gerechnet. Und für Großbritannien und Italien wird ein Wachstum von durchschnittlich unter 2% erwartet.

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