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VDI-Statusreport zu Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Mikro-KWK)


  

(13.8.2020) Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) soll neben Photovoltaik und Windkraft ein wesentlicher Baustein der deutschen Energiewende sein. Der neue VDI-Statusreport „Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen“ befasst sich vor diesem Hintergrund mit ...

  • dem Stand der Technik,
  • den sich abzeichnenden Tendenzen,
  • gesetzlichen Rahmenbedingungen,
  • der Förderung von Mikro-KWK-Systemen,
  • der Planung und Dimensionierung von Anlagen sowie
  • deren Betrieb - inklusive Abrechnung der Wärme- und Stromerzeugungskosten.

Zur Erinnerung: Mikro-KWK-Anlagen können in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbebetrieben einen beträchtlichen Teil der elektrischen und thermischen Grundlast decken.

Jährlich werden allerdings ca. 700.000 Heizsysteme installiert, und nur ca. 0,3% davon entfielen 2018 auf Mikro-KWK-Anlagen. Unter angemessenen Rahmenbedingungen könnte bis 2030 ein Anteil von über 5% möglich sein, glaubt der VDI. Um das zu erreichen, sei jedoch der Gesetzgeber gefordert. Wichtig seien insbesondere langfristige Rahmenbedingungen, welche Investoren Sicherheit in ihren Entscheidungen geben. Gleichzeitig sollten bestehende Hindernisse in Gesetzen und Verordnungen beseitigt werden, um beispielsweise auch der Wohnungswirtschaft einen wirtschaftlich tragfähigen Zugang zu dieser klimaschonenden und effizienten Technologie zu ermöglichen.

So könnte gerade das ideale Einsatzfeld der Wohnungswirtschaft durch bereits bestehende Contracting-Lösungen schnell und spürbar für die Reduzierung des CO₂-Aus­stoßes sorgen. Die Ungleichstellung von Contracting und Eigenbetrieb bezüglich der Fälligkeit zur Zahlung der EEG-Umlage stellt jedoch ein wesentliches Hemmnis zur Markteinführung dar: Weil der Contracting-Geber die EEG-Umlage auf den Strom erheben muss, den er an den Endkunden bzw. Mieter liefert, stockt der Ausbau. Würde beispielsweise der Eigentümer eines Einfamilienhauses die gleiche KWK-Anlage im gleichen Objekt selbst betreiben, fiele die EEG-Umlage nicht an.

Hersteller bieten bereits ein breites Spektrum an KWK-Geräten für unterschiedliche Einsatzbereiche an - vom Einfamilienhaus bis zum Nahwärmekonzept für ganze Straßenzüge oder Großobjekte. Hinzu kommen wird in den nächsten Jahren auch noch die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK). Bund, Länder und Versorger haben deswegen zahlreiche Förderprogramme aufgelegt, um die Verbreitung dieser klimaschonenden Technologie als einen Teil der Energiewende zu forcieren.

Der vollständige VDI-Statusreport „Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - Status und Perspektiven“ der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) kann via vdi.de/publikationen angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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