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Gebäuderelevante Branchen im ZVEI entwickeln sich sehr unterschiedlich

(21.11.2021) Nach einem Umsatzeinbruch von minus 14% im Corona-Jahr 2020 geht die Lichtindustrie für 2021 von einer leichten Erholung aus: Für das Gesamtjahr wird mit einer Steigerung von zwei bis drei Prozent gerechnet. „Die wirtschaftliche Erholung wird durch Lieferschwierigkeiten bei Elektronikkomponenten und Verzögerungen bei bestehenden Projekten belastet, so dass die Lage insgesamt nach wie vor kritisch ist“, bewertete Dr. Jürgen Waldorf, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer „Licht“, im Rahmen einer Fachpressekonferenz zur Light + Building die aktuelle Lage.

Ganz anders entwickelte sich der Markt für Elektroinstallationssysteme: Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie schloss die Branche sogar 2020 mit plus vier Prozent ab. „Für das laufende Jahr gehen wir von einem Wachstum von rund 13 Prozent aus“, sagte Klaus Jung, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Elektroinstallationssysteme bei der Fachpressekonferenz am 16. November. „In den vergangenen Monaten wurde verstärkt in die eigene Immobilie investiert - der von der Corona-Pan­demie nochmals beschleunigte Trend zum ‚Cocooning‘ hält an. Hinzu kommen mehr (sozialer) Wohnungsbau, Urbanisierung, die Renovierung des überalterten Bestands und eine starke Nachfrage nach Wallboxen und Ladeinfrastruktur. Diese günstigen Entwicklungen werden sich fortsetzen.“

Von der dringend nötigen Renovierungswelle im Gebäudesektor könnte auch die Lichtindustrie profitieren: „Um die politischen Klimaziele im Bereich Licht zu erreichen, muss die Renovierungsrate von derzeit drei auf fünf Prozent oder mehr angehoben werden. Nach unseren Berechnungen könnten durch Renovierung der Beleuchtung in den Sektoren Industrie und Gewerbe allein in Deutschland im Jahr 2030 circa 18 TWh Energie (34%) eingespart werden“, so Waldorf. Das entspräche voraussichtlich einer CO₂-Einsparung von rund elf Millionen Tonnen. „Ökonomie und Ökologie gehen hier Hand in Hand: Eine Umrüstung von Altanlagen resultiert in besserer Lichtqualität und einer deutlichen Minderung des Energiebedarfs. Das entlastet Umwelt und Geldbeutel“, sagte Herr Waldorf.

Der Gebäudesektor ist aktuell einer der Hauptverursacher von CO₂-Emissionen. „Eine zukunftssichere Elektroinstallation und moderne Gebäudeautomation können maßgeblich dazu beitragen, das volle Effizienzpotenzial auszuschöpfen und den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen massiv zu verringern“, erklärte Herr Jung.

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