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2021 mehr Umsatz, mehr Beschäftigte, weniger Unternehmen in den E-Handwerken


  

(20.3.2022) Gerade erst hat die traditionelle Frühjahrskonjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) gezeigt, dass die Elektrohandwerke auch das zweite Jahr der Corona-Pandemie gut gemeistert haben, die Branche ist im Jahr 2021 weiter gewachsen.

Umsatzplus von 5,6 Prozent

So konnten die E-Handwerke beim Umsatz ein Wachstum um 5,6% auf 72,2 Mrd. Euro verbuchen (2020: 68,4 Mrd. Euro). Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich damit ebenfalls - von 132.583 Euro 2020 auf 139.332 Euro im Jahr 2021. Bei den Beschäftigtenzahlen legte man um 0,5% auf 518.176 zu (2020: 515.715). Die Zahl der elektrohandwerklichen Unternehmen sank dagegen im gleichen Zeitraum um 0,7% auf nun 49.592 (2020: 49.949). Damit setzte sich der Trend wachsender Betriebsgrößen bei gleichzeitiger Abnahme der Betriebszahlen insgesamt fort.

Elektrotechnik wächst am stärksten

Die größte Umsatzentwicklung innerhalb der E-Handwerke verzeichneten die Elektrotechniker. Sie legten um 6,2% auf 63,27 Mrd. Euro zu (2020: 59,58 Mrd. Euro). Mit 135.303 Euro erwirtschaftete jeder Mitarbeiter im Durchschnitt 5,5% mehr Umsatz als noch im Vorjahr (2020: 128.202 Euro). Die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich stieg um 0,6% auf 467.630 (2020: 464.751). Die Zahl der Betriebe hingegen sank von 44.314 auf 44.218. Das entspricht einem Rückgang von 0,2%.

Mehr Umsatz, weniger Beschäftigte in der Informationstechnik

Der Bereich „Informationstechnik“ schloss das Jahr 2021 mit einem Umsatzplus von 2,9% ab. Der Umsatz stieg von 6,35 Mrd. Euro auf 6,53 Mrd. Euro. Der Pro-Mitarbei­ter-Umsatz lag damit bei 186.015 Euro - ein Anstieg um 3,5% (2020: 179.649). Die Zahl der Unternehmen wie auch die der Beschäftigten war allerdings rückläufig. Waren im Jahr 2020 noch 4.748 Betriebe im Bereich „Informationstechnik“ tätig, so waren es 2021 nur noch 4.486 (-5,5%). Die Zahl der Beschäftigten sank um 0,6% auf 35.144 (2020: 35.349).

Elektromaschinenbau rückläufig

Deutlich differenzierter stellt sich die Entwicklung im Bereich „Elektromaschinenbau“ (EMA) dar. Hier waren 2021 sowohl der Umsatz als auch die Beschäftigtenzahlen rückläufig. So verzeichnete man einen Umsatzrückgang von 2,2% auf 2,39 Mrd. Euro (2020: 2,44 Mrd. Euro). Pro Mitarbeiter bedeutet das einen Rückgang um 0,8% auf 155.153 Euro (2020: 156.432). Die Zahl der Beschäftigten lag mit 15.402 insgesamt 1,4% unter der des Vorjahres (2020: 15.615). Dafür stieg die Zahl der Unternehmen minimal an - von 887 in 2020 auf nun 888 (+ 0,1%).

„Die Branchenkennzahlen für das Jahr 2021 zeigen nochmals eindrucksvoll, wie systemrelevant und damit krisenfest die Elektrohandwerke sind. Dabei spiegelt die Umsatzentwicklung die steigende Nachfrage nach elektrohandwerklichen Leistungen wider“, so ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi: „Mit Digitalisierung und Energiewende, dem Umsteuern auf Erneuerbare Energien, der Photovoltaik-Pflicht in einigen Bundesländern und dem Hochlauf der Elektromobilität wird diese Nachfrage erwartungsgemäß weiter steigen. Das ist erfreulich, wird aber zum Problem, wenn die Beschäftigtenzahlen - auch das zeigt die Statistik - nicht im gleichen Maß mitwachsen, weil es bedeutet, dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärft. Aus diesem Grund appelliert der ZVEH schon seit einiger Zeit an die Politik, dringend die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Ausbildung zu gewährleisten und diese gezielt mit Maßnahmen zu unterstützen.“

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