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2022 aus Kostengründen keine Luminale in Frankfurt

(22.9.2021) Die Luminale in Frankfurt und Offenbach begleitet seit 2002 die alle zwei Jahre stattfindende Light + Building. Die ursprünglich von der Messe Frankfurt als „Brücke vom Messegelände in die Stadt“ initiierte öffentliche Veranstaltung hat sich inzwischen mit über 250.000 Besuchern zu einem international anerkannten Licht- und Kulturfestival entwickelt.

Eröffnung der Luminale 2018 mit „Frankfurt Fades“ am Römer (Foto © Luminale / Oliver Blum Photography) 

Die Messe Frankfurt ist Veranstalterin der Luminale, hält alle Markenrechte und finanziert das Projektbüro, das Marketing sowie ein Leuchtturmprojekt. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Messe Frankfurt ist dies für 2022 nicht möglich. Daher wird die Luminale im nächsten Jahr ausgesetzt.

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt bedauert die Entscheidung, sieht aber keine Alternative: „Die Messe Frankfurt hat über die Jahre die Marke Luminale gemeinsam und in engster konzeptioneller Abstimmung mit ihren Partnern aus der Lichtindustrie, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, der Tourismus- und Congress GmbH und vor allem mit der Stadt Frankfurt auf- und ausgebaut. Im vergangenen Jahr musste kurz vor Start der zehnten Luminale die schmerzliche Entscheidung getroffen werden, die Veranstaltung aufgrund der Pandemie abzusagen, genauso wie die Light + Building. Leider befindet sich die Messe Frankfurt nach eineinhalb Jahren Pandemie nicht in der finanziellen Situation, dieses Projekt zu stemmen. Wir forcieren Einschnitte und maximales Efffizienzmanagement in allen finanziellen Bereichen, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern. 2022 müssen wir uns – auch auf Bitten der ausstellenden Lichtindustrie – auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Und das ist die Durchführung der Light + Building.“

Zur Erinnerung: Das Projektbüro Studio Rekkab hatte für die Luminale 2020 einen konzeptionellen und nachhaltigen neuen Ansatz entwickelt – nämlich weg vom klassischen Lichtfest hin zu einer Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung mit hohem künstlerischen Anspruch und relevanten Themen wie Licht, Architektur, Technologie, Ökologie und das soziale Miteinander in der Stadt. Damit will sich die Luminale qualitativ von anderen Lichtfestivals unterscheiden und ihren internationalen Ruf in der Szene festigen. Künstler aus aller Welt bewerben sich für eine Teilnahme an der Luminale. „An diesem einzigartigen USP werden wir festhalten – auch wenn die Luminale im kommenden Jahr leider aussetzen muss,“ verspricht Herr Marzin.

Die Luminale  lebt von der Zusammenarbeit vieler - nicht zuletzt von den Künstlern, die dieses Festival mit tollen Projekten, innovativen und faszinierenden Lichtkreationen, einem spannenden Programm im Festivalzentrum und mit viel Engagement gestalten. „Dennoch müssen wir der Realität ins Auge blicken“, sagt Herr Marzin, „wir respektieren den Wunsch der Aussteller, alle Kraft auf die Wiederaufnahme des Veran­stal­tungs- und Messegeschäfts zu fokussieren. Gleichermaßen ist uns bewusst, dass die Luminale eine immense Bedeutung für die Städte Frankfurt und Offenbach besitzt. Wir freuen uns auf eine Luminale 2024.“

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