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Weltbevölkerung 2021/2022: 7.920.278.000 Menschen bei verringertem Wachstum

(22.12.2021) In der Nacht zum 1. Januar 2022 werden rund 7.920.278.000 Menschen auf der Erde leben. Damit ist die Weltbevölkerung 2021 um etwa 82 Mio. Menschen reicher geworden - das teilte jetzt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wächst die Weltbevölkerung derzeit jedes Jahr um etwa 1,09%. Damit hat sich das relative Wachstum in den letzten 50 Jahren beinahe halbiert. Mit einem jährlichen Zuwachs von 2,05% hatte es zwischen 1965 und 1970 seinen Höchststand erreicht und befindet sich seitdem im Rückgang. Grund dafür sind die gesunkenen Fertilitätsraten: Weltweit liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 2,3. Bei einer Fertilitätsrate von 2,1 würde die Weltbevölkerung nicht weiterwachsen.

Höhere Fertilitätsraten in Ländern mit vielen Teenagerschwangerschaften

Vor allem in Weltregionen mit vielen Teenagerschwangerschaften wächst die Bevölkerung weiterhin stark. Das gilt etwa für Afrika südlich der Sahara, wo Frauen durchschnittlich 4,7 Kinder bekommen. Gründe für solch hohe Fertilitätsraten sind u.a. ...

  • eine unzureichende und meist jugendferne Sexualaufklärung,
  • der erschwerte Zugang zu modernen Verhütungsmitteln und
  • patriarchalische Gesellschaftsstrukturen, die mit einem traditionellen Rollenverständnis von Mädchen und Frauen sowie mangelnder Geschlechtergerechtigkeit einhergehen.

Viele Frauen bekommen deshalb bereits sehr früh ihr erstes Kind und insgesamt mehr Kinder, als sie sich selbst wünschen:

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW warnt vor den Folgen für Mädchen und Frauen: „Eine Teenagerschwangerschaft ist von Mädchen selbst eigentlich nie gewollt, ist aber mit extrem hohen gesundheitlichen Risiken verbunden und hat dazu noch gravierende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Viele Jugendliche geraten in eine Armutsspirale, wenn sie früh Eltern werden. Ich appelliere an die Entwicklungsministerin, Sexualaufklärung, Verhütung und Geschlechtergerechtigkeit ganz oben auf die Agenda zu setzen.”

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