Baulinks -> Redaktion  || < älter 2022/0271 jünger > >>|  

Hopfen trifft auf umfänglich modernisierte Bürowelten in Trockenbauweise à la Rigips


alle Fotos © Incotec GmbH & Co. KG

(22.2.2022) Admiral, Herkules, Hallertauer Taurus, Magnum - was für Nicht-Eingeweihte zunächst einige Fragen aufwerfen könnte, sorgt bei Bier-Sommeliers für Begeisterung. Denn hinter den klangvollen Namen verbergen sich teils jahrhundertealte Hopfensorten, die heute von Brauereien auf der ganzen Welt eingesetzt werden, um ihren Kreationen ein unverwechselbares Aroma zu verleihen.

Als führender Anbieter von Hopfenprodukten gilt die BarthHaas GmbH & Co. KG aus Nürnberg (siehe Google-Maps). In über 225 Jahren hat sich das Unternehmen vom fränkischen Hopfenhandelshaus zum weltweit agierenden Geschmacksexperten für beste Biere entwickelt.

Seit 1996 findet sich die Firmenzentrale in einem zweigeschossigen Bürogebäude im Osten Nürnbergs. Gestiegene Anforderungen unter anderem an die technische Gebäudeausrüstung erforderten einen teilweisen Umbau und die Modernisierung des Gebäudes. Entstanden ist eine neue „Bürowelt“, die hohen zeitgemäßen Anforderungen entspricht:

Fuhr Firmengründer Georg Barth im Jahr 1794 seinen Hopfen noch per Planwagen an Kleinstbrauereien rund um Nürnberg aus, so beliefern seine Nachfahren - bis heute befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz -  inzwischen mehr als 400 Brauereien auf der ganzen Welt. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei nach wie vor der Firmensitz in der fränkischen Metropole.


  

Bei der Modernisierung des Bürogebäudes mit rund 2.200 m² Nutzfläche hatte es das Team der für den Innenausbau verantwortlichen Incotec GmbH & Co. KG insbesondere mit einer zentralen Herausforderung zu tun: „Der Geschäftsbetrieb musste möglichst uneingeschränkt weiterlaufen, deshalb haben wir den kompletten Ausbau in fünf zeitlich versetzten Bauabschnitten durchgeführt“, erklärt Incotec-Geschäftsführer Christian Meier. „Mitarbeiter aus dem jeweils betroffenen Bereich zogen während der Arbeiten in andere Gebäudeteile um beziehungsweise waren in extra angemieteten Ersatz-Räumlichkeiten untergebracht. Für uns ergaben sich daraus einige logistische Überlegungen, um die Lagerflächen vor Ort optimal zu nutzen und den Büroalltag der Mitarbeiter so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.“

Heiz-/Kühldecke an Weitspannträgern

Am Anfang aller Bauabschnitte stand zunächst die vollständige Entkernung der Räume. Dann folgte die Montage eines modernen Klimadeckensystems: „Das Gebäude verfügte bis dahin lediglich über fest installierte Klima-/Kälteanlagen in einigen wenigen Büros sowie mobil eingesetzte Klimaanlagen. Der Wunsch nach einem einheitlich behaglichen Raumklima führte zu der Entscheidung, in allen Räumen eine abgehängte Heiz- und Kühldecke zu montieren. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Klimatisierung: Durch das Wegfallen der Heizkörper konnten die Büroflächen noch flexibler genutzt werden. Gleichzeitig sollten ein Großteil der Verkabelungen sowie die neu eingeberachten TGA-Bauteile im nur 33 cm hohen Deckenhohlraum ,verschwinden‘, was wir unter anderem mittels Weitspannträger-Konstruktionen realisieren konnten“, so Christian Meier.


  

Als Unterkonstruktion dienen CD 60- und UD 30-Profile, in die die wasserführenden Klimadeckenregister eingelegt wurden. Da mit der montierten Decke gleichzeitig auch die Raumakustik verbessert werden sollte, erfolgte die Beplankung der Deckenflächen größtenteils mit gelochten Rigitone Climafit Platten von Rigips (Lochung 8/18). Diese speziell für Klimadeckensysteme entwickelten, graphithaltigen Deckenplatten weisen eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit als herkömmliche Gipsplatten auf. Dadurch kann die Effizienz von Heiz- und Kühldeckensystemen um bis zu 30% gesteigert werden. Die verbesserte Wärmeabgabe an die Raumluft ermöglicht es, die Wasserdurchlauftemperatur abzusenken bzw. die Kühlmäanderrohre mit größeren Abständen zu verlegen und so die Belegungsfläche zu reduzieren - siehe auch Beitrag „Graphithaltige Rigips-Platte für effizientere Heiz- und Kühldecken“ vom 16.3.2007.

Herausforderungen bei der Deckenmontage ergaben sich unter anderem durch die Anschlüsse an mehrere gerundete Trockenbauwände - hierfür verwendete das Ausbauteam u.a. segmentierte UD 30-Profile. Darüber hinaus wurden zahlreiche Lichtvouten und werkseitig vorgefertigte, runde Formteile in die Decke integriert.

In den „Pillen“ herrscht Ruhe

„Besonderes Augenmerk haben wir auf die sogenannten ,Pillen‘ gelegt, mehrere oval geformte, klimatisierte und belüftete Raum-in-Raum-Lösungen, die unter anderem als Besprechungsräume und konzentrationsfördernde Rückzugsorte genutzt werden können. Bereits die Einmessung der gerundeten Wände auf die vorhandenen Bezugsachsen gestaltete sich komplex“, berichtet Christian Meier. Nicht minder herausfordernd war die Ausführung der gebogenen Wandkonstruktionen in unterschiedlichen Radien zwischen 1 und 1,5 m.


Die Schallschutzplatten wurden mit einem speziellen Vakuumverfahren exakt auf die erforderlichen Radien vorgebogen

Als Unterkonstruktion dienten hierfür vorgestanzte RigiProfile Multitec UW 50 als Boden- und Deckenanschluss sowie RigiProfile CW 50 inklusive der Rigips Filz-Anschlussdichtung. Zwischen die Ständer verlegten die Trockenbauprofis zunächst eine 40 mm starke Lage nichtbrennbarer und hoch schalldämmender Steinwolle (Isover Protect BSP 30). Damit die Wände der Besprechungsboxen die erhöhten Schallschutzanforderungen von bis zu 65 dB erfüllen konnten, wurden sie innen und außen dreilagig mit der speziellen Rigips-Schallschutzplatte „Die Blaue“ beplankt - siehe Beitrag „,Die Blaue‘ von Rigips sorgt für mehr Ruhe“ vom 11.12.2007.

Die Herausforderung dabei: „Aufgrund der Schallschutzanforderungen kam ein sonst übliches Schlitzen oder Fräsen der Platten zur Realisierung der runden Formen nicht infrage. Daher haben wir die Platten mit einem speziellen Vakuumverfahren exakt auf die erforderlichen Radien vorgebogen. Die einzelnen Plattensegmente blieben dann bis zur Verarbeitung in den Formpresslingen“, so der Incotec-Geschäftsführer. Abschließend wurden die Wände noch mit einem rückläufigen Sockelschnitt versehen und mit der Fertigspachtelmasse Rigips ProMix Plus in Q3 verspachtelt.

Schalldämmmaße bis zu 71 dB

Hohe optische wie schallschutztechnische Anforderungen waren jedoch nicht auf die Besprechungsräume beschränkt. Überall im Gebäude sollten mit Hilfe von beidseitig zweilagig mit „Die Blaue“ beplankten Doppelständerwänden (inkl. 2 x 40 mm starker Glaswolle-Dämmung mit Isover Akustic TP1) hohe Schalldämmmaße von bis zu 71 dB erzielt und gleichzeitig die gewünschten Gestaltungs-Highlights umgesetzt werden. So wurde beispielsweise eine Vielzahl von Viertelkreiswänden realisiert und mit trocken biegsamen Glasroc 6-Platten beplankt.

Entstanden ist auf diese Weise eine moderne Bürowelt, die den Mitarbeitern von BarthHaas ein klimatisch wie raumakustisch höchst komfortables Arbeitsumfeld bietet. Unter anderem das von Incotec entwickelte und umgesetzte Klimadeckensystem hat zudem die erfolgreiche Zertifizierung als nachhaltiges Gebäude durch die DGNB ermöglicht.

Weitere Informationen zu raumakustisch wirkenden Decken sowie gebogenen Schallschutzwänden (bzw. Rigitone Climafit, „Die Blaue“ und Glasroc 6-Platten) können per E-Mail an Rigips angefordert werden. Infos zu Isover Protect BSP 30 und Isover Akustic TP1 lassen sich per E-Mail an Isover anfordern.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...

Impressum | Datenschutz © 1997-2022 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)