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Stahlbetonbrücken mit Nano-Versiegelung haltbarer

(24.5.2022) Stahlbeton lässt sich künftig besser gegen eindringende Feuchtigkeit schützen. Forscher der Washington State University (WSU) haben eine Versiegelung aus nanometergroßen Partikeln entwickelt, die die Poren des Betons verschließt, so dass weniger Feuchtigkeit und Salz eindringen kann - das sind die ärgsten Feinde von Beton. Das Problem ist nicht nur in den USA virulent, sondern auch in Deutschland. Zuletzt musste dort die erst 54 Jahre alte Talbrücke Rinsdorf gesprengt werden - siehe Bauletter-Beitrag vom 3.2.2022.

Fotos © baulinks/AO 

Wasserabweisung steigt um 75 Prozent

Die neuartige Versiegelung der WSU-Forscher soll die Wasserabweisung um 75% verbessern und das Eindringen von Salz um 44% reduzieren - wie Laborversuche ergeben haben. Auch bereits existierende Brücken und andere Bauwerke könnten, wenn sie noch keine großen Schäden aufweisen, behandelt werden, so dass sich die Lebensdauer verlängert.

„Wir haben uns auf einen der Hauptschuldigen konzentriert, der die Integrität und Haltbarkeit von Beton beeinträchtigt, nämlich Feuchtigkeit. Wenn man Beton trocken hält, gibt es kaum noch Probleme mit der Haltbarkeit“, sagt Entwicklungsleiter Xianming Shi. Er und sein Team haben eine kommerziell bereits angebotene Versiegelung auf Silikonat-Basis mit den Nanomaterialien Graphenoxid und Montmorillonit versetzt, einem Bestandteil des natürlich vorkommenden Tonminerals Bentonit. Silikonat entsteht als Abfallprodukt bei der Herstellung von Silikonharzen und wird deshalb sehr preiswert angeboten.

Jetzt untersuchen die Forscher, wie die auf Nanomaterialien basierenden Versiegelungen dazu beitragen können, Beton auch vor mikrobiellen Schäden und Abrieb zu schützen, dem täglichen Verschleiß, der das Material in stark frequentierten Bereichen schädigt.

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