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„Vom Wasser berührt“ - Bericht vom vierten Hansgrohe Wassersymposium

(11.10.2011) Es wird ausgebeutet, verschwendet und verschmutzt - das Wasser, ohne das doch kein Leben möglich ist. Viel eher hätte es unseren Respekt und unsere Fürsorge verdient. Der Ur-Stoff allen irdischen Seins ist weitaus mehr als (zusammen mit Luft) unser wichtigstes Lebensmittel. Wasser mit seinen physischen Eigenschaften, vor allem aber auch seinen emotional-sinnlichen Dimensionen, stand deshalb im Mittelpunkt des Hansgrohe Wassersymposiums, das am 6. und 7. Oktober 2011 bereits zum vierten Mal stattfand. Unter dem Motto „Vom Wasser berührt: Was die Menschen mit dem Wasser verbindet“ gingen renommierte Wasserexperten der unterschiedlichsten Disziplinen auf Einladung der Hansgrohe AG bei voll besetztem Auditorium der Frage nach, wie das Wasser unser Sein und unser Bewusstsein in so elementarer Weise beeinflusst und bereichert.


Am Hauptsitz des Bad- und Sanitärherstellers in Schiltach/Schwarzwald erfuhren und erlebten die Teilnehmer in Vorträgen und Workshops, welche herausragende Rolle das Wasser in unserem Denken, Fühlen und Handeln spielt. Auch die Bedeutung und Wahrnehmung der Wasserknappheit in weiten Teilen der Welt wurde thematisiert sowie die aus dem Mangel entstehenden Konflikte und die darauf beruhenden Denkansätze und Lösungen.

Engagement für das berührende Element


Moderierte das Symposium: Dr. Klaus Lanz, Chemiker, Wasserforscher, Gründer des Instituts International Water Affairs.
  

Die 13 Referenten des diesjährigen Hansgrohe Wassersymposiums kamen aus sechs Ländern. So lagen kulturelle Unterschiede bei der Bedeutung und dem Empfinden des Phänomens Wasser auf der Hand. Darüber hinaus waren die individuell sehr unterschiedlichen Beziehungen zum Wasser auch durch die fachliche Herkunft und die persönlichen Erfahrungen der Experten geprägt, die die Hansgrohe AG in diesem Jahr zu ihrem Symposium eingeladen hatte: vom Extremschwimmer zum Wassermusiker, vom Flussbaumeister bis zum Wassertherapeuten, vom Umweltwissenschaftler bis zum Hamam-Architekten.

Berührende und naturnahe Wassererlebnisse

Das ästhetische Erleben des Wassers wurde durch den Wasserforscher und Medienkünstler Alexander Lauterwasser, den Bildhauer Markus Heinsdorff, den Musiker Michael Bradke und die Event-Künstlerin Karin R’hila repräsentiert. Vier Workshops fanden direkt an den Flüssen Schiltach und Kinzig statt:

  • Der steiermärkische Flussbaumeister Otmar Grober erläuterte unter freiem Himmel seine ganzheitliche Sichtweise bei der Wiederherstellung naturgetreuer Gewässerrückbauten.
  • Dr. Dieter Alfter, Leiter des Museums im Schloss Bad Pyrmont, beschrieb die „wirksame Hoffnung“ auf Heilung körperlicher wie seelischer Leiden in Kurbädern.
  • Unter dem Titel „Wasser spüren“ lud Jan Heisterhagen, Leiter des Hansgrohe-Produktmanagements, zum unmittelbaren Empfinden unterschiedlicher Strahleffekte und Duscherlebnisse in die Hansgrohe Showerworld ein.
  • Und der Schweizer Extrem-Schwimmer Ernst Bromeis berichtete, wie er mit ungewöhnlichen Aktionen für mehr Achtung vor dem Wasser wirbt.

Den Abschluss des ersten Symposiums-Tages bildete ein Gespräch des türkischen Architekten und Hamam-Experten Ahmed Igdirligil mit Philippe Grohe, dem Leiter der Designermarke Axor, über die Ursprünge der menschlichen Wassererfahrung.


Musikpädagoge Michael Bradke nahm seine Workshop-Gruppe mit ans Flussufer, wo man den Gewässern tolle Töne entlockte. (Bild vergrößern)

Am zweiten Tag gingen die Redner auf die großen Unterschiede in der Einschätzung des Wassers außerhalb von Mitteleuropa ein:

  • Der ARD-Hörfunkkorrespondent in Israel, Dr. Sebastian Engelbrecht, beleuchtete in einem Live-Interview das Problem der Wasserverteilung im Nahen Osten.
  • Dr. Pierre Walther berichtete aus seiner langen, auf das Thema Wasser spezialisierten Tätigkeit in der Entwicklungsarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika.
  • Einen besonderen Akzent setzte Anupam Mishra aus Neu-Delhi, Mitbegründer der Ghandi Peace Foundation. Mit seinem Vortrag über den weisen Umgang mit Wasser in seiner Heimat und traditionelle indische Bewässerungssysteme rundete er die Vielfalt der Themen ab, die im Rahmen des 4. Hansgrohe Wassersymposiums der Faszination Wasser nachspürten.

Die Moderation der Veranstaltung hatte Dr. Klaus Lanz inne, früherer Leiter der Wasserabteilung von Greenpeace Deutschland und Gründer des unabhängigen Forschungsinstituts International Water Affairs. Ganz im Sinne der Grundgedanken des Hansgrohe Wassersymposiums engagiert sich der Chemiker für die fächerübergreifende Beschäftigung mit dem Wasser.


Abendliches Wasser-Happening: Ein klassisches Ensemble gibt ein Wasserkonzert mit live erzeugten Wasser-Klang-Bildern von Alexander Lauterwasser (Bild vergrößern)

Wassermusik

Ein Konzert mit Wassermusik aus mehreren Jahrhunderten, verbunden mit Improvisationen und live erzeugten Wasser-Klang-Bildern von Alexander Lauterwasser, war der Erlebnis-Höhepunkt des abendlichen Wasserhappenings. Im Rahmen der Abendveranstaltung wurde auch die Ausstellung „Efficient Water Design, Minimize Consumption, Maximize Emotion“ eröffnet, die gemeinsam mit dem International Forum Design (iF) organisiert wurde. Sie zeigt in der Hansgrohe Aquademie in Schiltach noch bis 10. Dezember 2011 Entwürfe von 17 internationalen Nachwuchsgestaltern, die sich im Rahmen des „iF concept awards“, des weltgrößten Wettbewerbs für angehende Designer, um den „Hansgrohe Preis 2011“ beworben haben.

Weitere Informationen zum Hansgrohe Wassersymposium können per E-Mail an Hansgrohe angefordert werden.

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