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DGNB startet Pilotphase zur Bewertung der baukulturellen Qualität


  

(4.10.2015) DGNB-zertifizierte Projekte lassen sich für eine Pilotphase zur Bewertung der gestalterischen und baukultu­rellen Qualität anmelden. Beurteilt werden sie dabei von ei­nem „Beirat für Gestaltungsqualität“ - berufenen von ...

Als Ergebnis winkt eine das DGNB-Zertifikat ergänzende Auszeichnung. Auch Gebäude, die ein Vorzertifikat anstreben, sind angesprochen. Bei diesen hat die Prüfung das Ziel, Handlungsempfehlungen in einer frühen Phase zu erhalten, um das Projekt unter Aspekten der Gestaltung und Baukultur zu optimieren. Der Startschuss zur Pilotphase fällt am 5. Oktober 2015 im Rahmen der EXPO REAL in München.

DGNB-Vizepräsident Martin Haas
DGNB-Vizepräsident Martin Haas (Bild vergrößern)
  

Die Frage nach der Bewertung der gestalterischen Qualität ei­nes Gebäudes beschäftigt die DGNB seit ihrer Gründung: „Von Beginn an war es immer auch unser Ziel, mit der DGNB Impulse im Sinne der Baukultur zu setzen“, erklärt DGNB-Vizepräsident Martin Haas. Die entscheidende Frage: Wie lassen sie sich das auf quantitativ messbaren Faktoren beruhende DGNB System und die weitgehend nur qualitativ zu bewertende Gestaltungs­qualität eines Gebäudes miteinander in Einklang bringen?

Zur Lösung dieser Frage haben DGNB, Architektenkammern und BDA ab dem Frühjahr 2015 zahlreiche Experten eingeladen, um ein passendes Konzept zu erarbeiten. Wie Haas betont, waren darunter nicht nur Fachleute aus dem Kreis der DGNB Mitglie­der, sondern auch Externe: „Nicht nur DGNB-nahe Experten, sondern auch Zertifizierungs-Kritiker. Nicht allein Architekten, sondern auch Stadtplaner und Ingenieure.“

 „Wir begrüßen diesen Schritt der DGNB sehr, denn aus unserer Sicht sind Bauwerke erst dann tatsächlich nachhaltig, wenn sie auch von gestalteri­scher und baukultureller Qualität sind“, freut sich Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsi­dentin der Bundesarchitektenkammer. Das sieht BDA-Präsident Heiner Farwick ähnlich: „Unser gemeinsames Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen für die Bedeu­tung der gestalterischen Qualität im Planungs- und Bauprozess. Diesem könnten wir mit der erarbeiteten Lösung ein gutes Stück weit näher kommen.“

Inhaltlich basiert die qualitative Bewertung auf fünf wesentlichen Kriterien:

  • „Angemessenheit“ - Zeitlosigkeit der Architektur.
  • „Kontext“ - städtebauliche Einbindung in die Nachbarschaft und Umgang mit Freiflächen.
  • „Gestalt“ - Proportion, Komposition und die Gesamtanmutung.
  • „Konstruktion“ - Tragwerk, die Umsetzung von Details, die Materialität wie auch die Farbgebung.
  • „Grundriss“ - Form und Flexibilität sowie funktionale Aspekte.

Mit der Integration der gestalterischen und baukulturellen Qualität in die Gebäudezer­tifizierung in einer derart grundlegenden Weise sorgt die DGNB für ein Novum, denn vergleichbare Green-Building-Labels grenzen das Thema weitgehend aus. Dabei folgt die DGNB mit dem neu angestoßenen Projekt einem aus dem Markt vielfach vorge­brachten Wunsch. Entsprechend positiv ist die Reaktion. „Egal, mit wem wir sprechen: Unser Engagement in diesem Bereich wird sehr wohlwollend aufgenommen“, so Martin Haas. Selbst in Investorenkreisen soll die DGNB weitgehend auf Zustimmung stoßen.

Anmeldung zur Pilotphase ab sofort möglich

Projekte, die an einer Teilnahme an der Pilotphase interessiert sind, haben noch bis zum 26. November 2015 die Möglichkeit, sich bei der DGNB anzumelden. Dies gilt so­wohl für Projekte, die sich für ein DGNB Vorzertifikat oder Zertifikat angemeldet haben und sich noch in einer frühen Leistungsphase befinden, als auch für solche, die bereits ein Gebäudezertifikat erhalten haben und sich einer Prüfung der gestalterischen Qual­ität unterziehen möchten.

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