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VDMA: Markt für Brennstoffzellen-Heizung kommt in Schwung

(6.4.2011; ISH-Bericht) Die Suche nach Alternativen bei der Strom- und Wärmeversorgung im Wohnbereich führt zwangsläufig auch zur dezentralen Mikro-KWK. Dabei versprechen Brennstoffzellen-Heizgeräte (BZH) höchste Wirkungsgrade und enormes Einsparpotenzial auf. Rechtzeitig zur Hannover Messe erläutert der VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mit einer kürzlich durchgeführten Umfrage die Zuversicht der Brennstoffzellenindustrie zu Wachstum und steigender Investition.


Das von VDMA-Geschäftsführer Johannes Schiel (links) präsentierte Umfrageergebnis zur Marktentwicklung bei Brennstoffzellen deckt sich mit dem von Guido Gummert, Geschäftsführer Baxi Innotech, bestätigten lebhaften Interesse an seinem Brennstoffzellen-Heizgerät.

Allein in Deutschland kommen jährlich 250.000 Eigenheime für die Umrüstung in Betracht. "Die Brennstoffzellenindustrie erkennt das wachsende Potenzial und zieht hier erfreulich mit", resümiert Guido Gummert, Stellvertretender Vorsitzender VDMA Brennstoffzellen und Geschäftsführer der Baxi Innotech, bei seinem Vortrag auf der Hannover Messe, "wir rüsten uns für den baldigen Markteinstieg."

Die Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung kommt an

Die erneute, intensive Diskussion um den Atomausstieg rückt das für Deutschland geltende Ziel, mindestens 25 Prozent des benötigten Stroms mit der KWK zu erzeugen, wieder ins Rampenlicht. Das erklärt nach Ansicht von Guido Gummert das auffallend große Interesse der Kommunen und Stadtwerke an der auf Mikro-KWK basierten Brennstoffzellen-Technologie. Sie bietet die effizienteste aller bekannten Technologien innerhalb der KWK. So ist beispielsweise das mit 1,0 kWel und 1,7 kWth ausgelegte Aggregat von Baxi Innotech speziell auf die energetischen Anforderungen von Einfamilienhäusern abgestimmt.

Höheres Einsparpotenzial als bei gängigen Systemen

Einer Studie des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zufolge erklärt sich der Trend zu kleineren Systemen in der Heizungstechnik in seiner Wirtschaftlichkeit: Neben dem überschaubaren Investitionsbedarf und der Abschreibungskomponente trägt insbesondere das BZH zur Effizienzsteigerung bei. "Bedenkt man, dass 30 Prozent des gesamten bundesdeutschen Energiebedarfs in den privaten Haushalten besteht, wird das mögliche hohe Einsparpotenzial mit dem BZH sehr klar", betont der Hamburger Geschäftsführer Gummert.

Ein Vergleich zwischen konventioneller Heiztechnik, wie sie heute noch weitgehend in den Kellern betrieben wird, ...

  • mit einem Brennwertkessel in Kombination mit regenerativer Solartechnik ergäbe eine Ersparnis  an Primärenergie von bis zu 30 Prozent.
  • mit BZH-Technik, gepaart mit der Brennwerttechnik für die Spitzenlast, verspreche eine 50-prozentige Ersparnis an primärer Energie.

Für den Markt der nahen Zukunft bereit

Allein in Deutschland wird der Bedarf an energetischer Sanierung bei den Einfamilienhäusern auf rund zwölf Millionen Einheiten geschätzt - europaweit ein riesiger Markt. So setzt auch der Mutterkonzern der Baxi Innotech, die BDR Thermea Gruppe, auf das Konzept der hocheffizienten Zukunftstechnologie, auch in anderen europäischen Ländern. Der weltweit drittgrößte Heizgerätehersteller sieht die Chancen im Markt durch kontinuierliche Investitionen in die Weiterentwicklung von Produktinnovationen, wie die des Brennstoffzellen-Heizgerätes, für seine nationalen Markenstrategien. "Wir sind im technischen Feinschliff", so Gummert, "die Marktvorbereitungsphase läuft."

Mit seinem Vortrag auf der diesjährigen Hannover Messe betonte Guido Gummert, dass die enge Zusammenarbeit mit den Zulieferern wesentlich zur Realisation der zehnjährigen Entwicklung beigetragen habe. Ebenso habe der Erfahrungsaustausch mit den Fachhandwerkern im Feld entscheidend dazu geführt, die Einbindung des BZH in das Energieversorgungssystem des Einfamilienhauses sicher zu implementieren.

VDMA-Umfrage bestätigt Trend zur Brennstoffzelle

Den Aussagen von Unternehmen der Brennstoffzellenindustrie zufolge zeichnet sich eine lebhafte Entwicklung der Märkte für stationäre Systeme sowie für Anwendungen der frühen und speziellen Märkte ab. So betonte VDMA-Geschäftsführer Johannes Schiel auf der Hannover Messe, dass die Umfrageergebnisse von 2010 auf 2011 ein Umsatzzuwachs im hohen zweistelligen Prozentbereich erwarten lassen. Mittelfristig, so zeigt das Ergebnis der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, darf mit einem Zuwachs von 50 auf 300 Millionen Euro gerechnet werden. "Wir gehen, bezogen auf alle VDMA Brennstoffzellen-Mitglieder, von dem doppelten Wert aus", so Schiel, "langfristig entwickelt sich für die frühen Märkte und den stationären Bereich ein milliardenschwerer Markt." Die Wertschöpfung bei den deutschen Unternehmen läge bei rund 80 Prozent verlockend hoch. Wer da nicht von Anbeginn dabei sei, so Johannes Schiel weiter, ließe "ein große Chance ungenutzt."

Weitere Informationen zu Brennstoffzellen-Heizgeräten können per E-Mail an Baxi Innotech angefordert werden.

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