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BVR-Studie: Steigerungen der Mietpreise durch Anreize zum Wohnungsbau entgegenwirken

(4.11.2013) Der Wohnungsmarkt in Deutschland lässt zum Teil kräftige Wachstumsra­ten bei Kauf- und Mietpreisen in deutschen Ballungsräumen erkennen, so der Bundes­verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in einer aktuellen Studie. Ursache sei in erster Linie ein unelastisches Wohnungsangebot. Insbesondere in attraktiven Wohngebieten habe der Wohnungsbau bislang zu schwach auf den seit einigen Jahren anhaltenden Zuzug reagiert. Dennoch könne von einer Überhitzung am Wohnimmobilienmarkt noch nicht gesprochen werden; die Preissteigerungen bleiben regional begrenzt.

Eine Mietpreisbremse hält der BVR für die falsche Antwort auf die jüngsten Ent­wicklungen am deutschen Wohnimmobilienmarkt: „Die Mietpreisbremse schwächt die Anreize für Investitionen in den Mietwohnungsmarkt. Die Angebotsknappheit in den jeweiligen Regionen würde damit langfristig sogar noch erhöht“, so BVR-Vorstandsmit­glied Dr. Andreas Martin. „Eingriffe in den Preismechanismus am Wohnimmo­bilienmarkt sind ein Kurieren der Symptome. Das Problem der Wohnungsknappheit wird damit nicht nachhaltig gelöst. Stattdessen sollten Hindernisse für eine Ausweitung des Angebots beseitigt werden“.

Beispielsweise sei zu prüfen, inwieweit zusätzliche Bebauungsflächen zur Ergänzung des Wohnungsangebots in Ballungsräumen genutzt werden können. Stärkere Preis- und Mietsteigerungen seien bislang regional eng begrenzt aufgetreten und nicht die Folge eines irrationalen Überschwanges seitens der Investoren. Allerdings müssten die Preisentwicklung von Wohnraum weiterhin genau beobachtet und die Potenziale zur Stärkung des Angebots auch genutzt werden.

Die Studie des BVR ist unter bvr.de > Publikationen > Konjunkturberichte abrufbar (direkter PDF-Download).

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