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„Trendometer 2019“ für die Bau- /Bauzulieferindustrie

(21.11.2018) Was sind die vorherrschenden Themen im Bereich der Bauzulieferung im Jahr 2019? Welche Trends scheuchen die Player aus ihrer Komfortzone? Welchen „Impact“ haben sie auf die Branche? Branchenexperte Florian Kaiser wagt eine Prognose im Trendometer 2019 auf einer Skala von 1 bis 10:

Digitales Bauen - die Disruption kommt auf der Baustelle an! (IMPACT 10)

Digitales Bauen ist quasi BIM 2.0. Mit „Digitalem Bauen“ ist die durchgehende Digitalisierung der Wertschöpfungskette-Bau gemeint - also nicht weniger als die Revolution im Bau. Dabei ist BIM, als die digitale integrierte Planung inkl. Bauzeitenplan und Kostenkalkulation, zentraler Bestandteil. Digitales Bauen führt zu veränderten Rollen sämtlicher Teilnehmer an der Wertschöpfungskette ...

  • vom Hersteller,
  • über Planer und Verarbeiter
  • bis hin zur Vermarktung und Nutzung des Objekts.

Für jede Stufe stellen sich neue Herausforderungen und Anforderungen - und es entstehen neue Chancen. So können Hersteller viel direkter und effizienter mit der Baustelle interagieren, Just-in-Time (JIT) und  Just-in-Sequence (JIS) - bekannt aus dem Automobilbau - eröffnen neue Optionen. Dies wiederum führt zu einer notwendigen Neupositionierung der Handelsstufe. Planungsteams ändern sich, die frühzeitige Vermarktung von Objekten wird durch virtuelle Rundgänge, Varianten und Bemusterungen unterstützt. Auch im Facility Management realisieren effizienterer Betrieb und Instandhaltung signifikante Effizienzsprünge.

Plattformen 4.0 - das Wettrennen läuft! (IMPACT 9)

Plattformen - betrieben von etablierten Unternehmen oder von branchenfremden Regelbrechern - gewinnen auf den verschiedensten Stufen an Bedeutung und verändern die Spielregeln und tradierte Machtverhältnisse. Der Strauß ist bunt und reicht ...

  • von einfachen BIM-Plattformen zur heute üblichen Bereitstellung von BIM-Daten
  • über Produktvergleichsportale
  • bis zu Ausschreibungsportalen und Handelsportalen mit umfassenden Spezifikations- und Handelsfunktionen.

Doch auch sie sind einer stetigen Evolution unterworfen: Was heute z.B. bzgl. BIM-Portalen noch als zeitgemäß erscheint, mag in fünf Jahren schon überholt anmuten. Gerade branchenfremden Anbietern ist der entscheidende Erfolgsfaktor bestens vertraut: schnell eine dominierende Rolle einnehmen und sich dann sortieren. Denn in der Regel wird nur das größte Portal das Rennen gewinnen.

Datenmodelle 2020+ - ohne geht es nicht! (IMPACT 7)

Heterogene Datenstrukturen und Systeme, kein einheitlicher Blick auf Markt, Produktion und Zielgruppen - diese Situation ist bei Herstellern häufig anzutreffen. Doch wie soll ein effizienter Blick auf z.B. den Verarbeiter gelingen, wenn Informationen auf drei, vier verschiedene System verteilt sind? Das ist nur mit einem zukunftsfähigen Datenmodell und einer konsequenten systemseitigen Abbildung möglich - und entscheidend für Markterfolg und Effizienz in der Organisation. Dies gilt besonders für die Marktbearbeitung durch Hersteller und Handel. Wer seine Zielgruppe tatsächlich kennt, den Ressourceneinsatz zur Zielgruppenbearbeitung konsequent steuert und optimal allokiert, steigert auch seinen Markterfolg.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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