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Grundlagenstudie zum „Smart Readiness Indicator“ (SRI)


  

(2.5.2019) In der 2018 novellierten EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) wurde der Begriff „Smart Readiness Indicator“ (SRI) eingeführt. Damit lässt sich beschreiben, wie smart bzw. „intelligent“ ein Gebäude sein kann. Konkret soll ein SRI die Fähigkeit eines Gebäudes bewerten, mit dem Nutzer und dem Netz zu interagieren sowie den Gebäudebetrieb energieeffizient zu regeln. Dazu haben die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) eine Grundlagenstudie beauftragt. Die von der EBZ Business School und dem Wuppertal Institut erstellte Studie berücksichtigt bisher veröffentlichte Erkenntnisse der EU und zeigt einen pragmatischen Lösungsansatz.

Der Ausbau einer effizienten Gebäudeautomation in Wohngebäuden ist ein wichtiger Baustein der Digitalisierung. Doch wie bewertet man den aktuellen und den möglichen Grad der Intelligenz eines Wohnhauses?

Der Einsatz von Smart Metern, die Einbindung von Ladestationen für Elektromobilität, Energiespeichern und Energie-Managementsystemen sind wesentliche Anforderungen, die in die SRI-Bewertung einfließen. Dabei stehen die bereits installierte Technik und die vorhandene Infrastruktur für mögliche Erweiterungen auf dem Prüfstand. Der Indikator soll Gebäudeeigentümern, Mietern und Investoren praktische Orientierung geben, inwieweit bestehende oder neu zu errichtende Gebäude zeitgemäßen technologischen Anforderungen gerecht werden.

„Der Indikator wird dazu beitragen, dass sich der Wert eines Gebäudes in Zukunft auch daran messen lassen muss, wie ,intelligent‘ das Haus vernetzt ist“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Der ,Intelligenzindikator‘ könnte die Nachfrage nach smarten Immobilien ankurbeln.“

Chancen für Dienstleistungsangebote von Energieunternehmen

Damit der SRI Akzeptanz im Markt und somit Verbreitung findet, müssen wesentliche Funktionsbereiche wie Heizung, Lüftung und Beleuchtung bis hin zum Energiemanagement kostengünstig erfasst, bewertet und vergleichbar gemacht werden. Rund um den SRI könnten so Geschäftsfelder und Dienstleistungen entstehen, die auch für Energieunternehmen interessant sind.

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