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Geberit entwickelt raumsparende, strömungstechnisch optimierte Abwasserhydraulik

(2.7.2019; ISH-Bericht) Geberit hat mit SuperTube eine Abwasserhydraulik entwickelt, die mit einer Rohrleitungsdimension von DN100 eine Ablaufleistung von 12 l/s schafft und dabei keine Nebenlüftung benötigt. Es kommt weltweit vor allem in Großbauten zum Einsatz und verspricht ...

  • eine vereinfachte Planung und Installation,
  • reduzierte Durchmesser und deshalb
  • einen geringeren Materialverbrauch sowie
  • in letzter Konsequenz mehr Wohn- bzw. Nutzfläche:

Vergleich zwischen einer SuperTube-Entwässerung (links) und einer konventionellen Abwasserinstalla­tion 

Entwässerungssysteme gehören zu den wesentlichen Lebensadern eines Gebäudes. Ihre Aufgabe ist es, Schmutz- und Regenwasser sicher abzuleiten. Je größer und höher ein Gebäude, desto komplexer die Planung und desto herausfordernder die technischen Ansprüche, denen die Abwasserleitungen gerecht werden müssen.

SuperTube lässt Abwasser rotieren oder schichtet es

Firmen wie Geberit bieten vor diesem Hintergrund im Bereich der Abwasserhydraulik ein umfangreiches Produktportfolio mit Rohrleitungen aus unterschiedlichen Werkstoffen an, bei denen die Verbindungen geschweißt, gesteckt oder mittels Verbindern hergestellt werden können - dazu zählt auch das SuperTube-Konzept, das über Jahrzehnte strömungstechnisch so optimiert wurde, dass ...

  • in der Fallleitung eine kontinuierliche Luftsäule erhalten bleibt, wodurch das System ohne zusätzliche Nebenlüftung auskommt,
  • sich horizontale Sammelleitungen auf einer Länge von bis zu 6 m ohne Gefälle verlegen lassen,
  • ein geringerer Rohrdurchmesser (110 mm statt 160 mm) der Fallleitung sowie in den ersten sechs Metern der Sammelleitung ausreicht, um eine Abflussleistung von rund zwölf Litern pro Sekunde (l/s) zu erzielen.

Beispiel: Wohn- und Lifestyle-Komplex im Zentrum von Tel Aviv

Bauherren und Planer wissen bei SuperTube insbesondere den geringeren Materialeinsatz und den Gewinn an Wohn- oder Nutzfläche zu schätzen. Denn Rohrleitungsschächte können um 20 bis 40% schmaler ausfallen. In großen Gebäuden summiert sich die Ersparnis - ein Beispiel: Im israelischen Tel Aviv entsteht bis 2023 ein riesiger neuer Wohn- und Lifestyle-Komplex, die 160 bis 180 m hohen Gindi TLV Towers:

Für Zvi Pollak, Leading Consultant für das Projekt, ist der Raumgewinn ein zentrales Argument. Er rechnet vor: „Wir konnten eine durchschnittliche Ersparnis von 0,06 Quadratmetern pro Schacht erzielen, was insgesamt 45 Quadratmeter ergab – also die Größe eines kleinen Appartements.“

Drei Formstücke machen den Unterschied

Es sind drei Formstücke - PE Sovent, PE BottomTurn Bogen und der PE BackFlip Bogen -, die den SuperTube-Effekt erzeugen:

  • Ein möglicher Anwendungsfall ist gegeben, wenn die Fallleitung horizontal verzogen werden muss und anschließend erneut in eine Fallleitung übergeht: Dabei versetzt das PE Sovent-Formstück das Wasser im Fallstrang in Rotation. Es entsteht eine Ringströmung, die in ihrer Mitte Platz lässt für eine stabile, durchgehende Luftsäule.
  • Der Geberit PE BottomTurn Bogen sorgt für einen Richtungswechsel in die horizontale Sammelleitung und verwandelt dabei die Ring- in eine Schichtenströmung, ohne die Luftsäule zu unterbrechen.
  • Dasselbe Kunststück gelingt dem in sich gedrehten Geberit PE BackFlip Bogen, der dem in Schichtenströmung zufließenden Wasser einen Drall gibt und ihm so - für die Fallleitung - erneut eine Ringströmung verleiht. Die innere Luftsäule bleibt so in der weiterführenden Fallleitung bestehen.

Diese drei Formstücke können mit den hauseigenen Entwässerungssystemen PE oder Silent-db20 kombiniert werden. Alle Verbindungen sind längskraftschlüssig mittels Schweißverbindung herzustellen.

Weitere Informationen zu Entwässerungssystemen mit SuperTube-Formstücken können per E-Mail an Geberit angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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