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STUDIE: Smarte Thermostate lohnenswert für schlecht gedämmte Häuser

(26.2.2020) Hohe Investitionen sind ein schwerwiegendes Hindernis hinsichtlich der energetischen Sanierung von Wohngebäuden. Für vergleichsweise wenig Geld sind allerdings smarte Heizkörperthermostate zu haben. Und sie rentieren sich laut einer aktuellen Studie des Potsdamer Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies - IASS) schon bei geringen Energieeinsparungen in Gebäuden mit einem niedrigen bis mittleren Effizienzstandard. 

Bild aus dem Beitrag „Alexa, stelle die Wohnzimmer-Temperatur auf 21 Grad.“ vom 3.12.2018

Smarte Thermostate sind in der Regel über Funk respektive WLAN mit einer zentralen Steuerungseinheit verbunden und lassen sich via Smartphone-App bedienen. Über vernetzte Tür- und Fenstersensoren können sie außerdem auch erkennen, wann gelüftet wird, und passen die Heizleistung daran an.

Besonders bei häufiger Abwesenheit interessant

Die IASS-Forscher haben errechnet, unter welchen Bedingungen sich die Nutzung smarter Thermostate in typischen Wohngebäuden in Deutschland lohnt. Demnach amortisiert sich bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus - Baujahr 1949 bis 1978, 127 m² Wohnfläche - die Investition innerhalb von zehn Jahren bei einer Senkung des Energieverbrauchs um 5,7%. In einer Wohnung mit 64 m² Wohnfläche müssten dafür 7,7% Energie eingespart werden.

Heizkörperregler HR91
Bild aus dem Beitrag „Neuer drahtloser Heizkörperregler“ vom 27.6.2017
  

Welche Energieeinsparungen erzielt werden können, hängt maßgeblich vom Verhalten und den Gewohnheiten der Bewohner ab: Wer häufig außer Haus ist, kann mit smarten Thermostaten besonders hohe Einsparungen erzielen. Hier ist es vorteilhaft, die Temperatur beim Verlassen des Hauses zu drosseln (oder per Geofencing automatisch drosseln zu lassen) und auf dem Nachhauseweg per Handy wieder hochzuregeln / hochregeln zu lassen. Die so realisierbaren Energieeinsparungen schlagen sich bei schlecht gedämmten Wohnungen entsprechend stark im Geldbeutel nieder..

Kosten: ein paar hundert Euro

Die Kosten für smarte Thermostatsysteme liegen laut IASS-Studie für ein durchschnittliches Einfamilienhaus im Schnitt bei 670 Euro, für die Wohnung bei 340 Euro. „Smarte Thermostate stellen im Gegensatz zur Gebäudesanierung auch für Mieterinnen und Mieter eine Möglichkeit dar, den Energieverbrauch zu senken und damit etwas für den Geldbeutel und das Klima zu tun, weil sie selbst über die Anschaffung entscheiden können“, erläutert Leitautor Dominik Schäuble. Um die Ziele des Klimaschutzplans 2050 zu erfüllen, gehe allerdings kein Weg an umfassenderen Energieeffizienzmaßnahmen vorbei.

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