Baulinks -> Redaktion  || < älter 2020/1745 jünger > >>|  

Fensterindustrie 2030 in einer S&B Strategy-Kurzstudie

(25.10.2020) Die Münchner Strategieberatung S&B Strategy hat anlässlich der umfangreichen Veränderungen in der Bauindustrie durch COVID-19 eine Kurzstudie zu den Herausforderungen der Fensterindustrie für die kommenden 10 Jahre verfasst. Dabei wurden Trends und Entwicklungen wie etwa ...

  • Digitalisierung,
  • COVID-19 und
  • „EU-Green-Recovery“

... auf ihre Auswirkungen auf die Fensterindustrie untersucht, und darauf aufbauend Lösungsansätze für die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette formuliert.

Die Fensterindustrie befand sich bereits vor der Pandemie in einer Konsolidierungsphase, die durch immer höhere Komplexität in der Wertschöpfungskette und steigenden Preisdruck angetrieben wurde - und wird. COVID-19 verstärkt und beschleunigt nun diesen Wandlungsprozess noch, so dass sich im nächsten Jahrzehnt die gesamte Wertschöpfungskette der Fensterindustrie massiv verändern wird:

  • Digitale Prozesse und die digitalisierte Gebäudehülle werden zum Standard,
  • die Konsolidierung wird beschleunigt,
  • Vertriebs- und Logistikkonzepte verändern sich grundlegend,
  • Planer und Installateure erwarten zunehmend Service-konzepte, welche ihnen Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglichen.

Die konjunkturellen Auswirkungen von COVID-19 könnte zusätzlich für einen Anstieg der Insolvenzen und der Konsolidierung in der europäischen Wettbewerbslandschaft führen. „Hersteller, die diese Komplexität in den Griff bekommen, werden den Wettbewerb in den kommenden Jahren dominieren. Alle anderen Spieler werden zwangsläufig weiter an Boden verlieren“, erwartet Christoph Blepp, Partner bei S&B Strategy.

Marktseitige Aussichten grundsätzlich blendend!

Das Ziel, einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, ist nur über eine europäische, fokussierte Renovierungswelle zu erreichen; und selbst dann wird es sehr herausfordernd, dies zu erreichen. Dreh- und Angelpunkt sind dabei u.a. Fenster und Fassaden, welche bei einem Großteil des Gebäudebestandes heute noch nicht auf dem erforderlichen Stand hinsichtlich ihrer Klimaeffizienz sind. Darüber hinaus wird die Wohnungsknappheit in Deutschland auch die Nachfrage nach Fenstern in naher Zukunft nicht abreißen lassen.

In erster Linie sollte die Komplexität aus einer Kundenperspektive heraus verringert werden. Nur, wer die Bedarfe einer klar abgegrenzten Kundengruppe kennt und das Geschäftsmodell auf diese ausrichtet, kann das Wertstiftende vom Überflüssigen trennen. Fast immer scheitert es bereits an der klaren Identifikation der Kunden. Das erscheint auf den ersten Blick einfach, erfordert aber erstens eine sehr hohe Markt- und Kundentransparenz und zweitens ein klares Verständnis der Kundenbedarfe.

„Unternehmen, die ihre Kunden wirklich klar identifiziert und deren wesentliche Bedarfe verstanden haben, können produkt- und serviceseitig das liefern, was diese wirklich brauchen“, so Christoph Blepp. „Erfolgreiche Unternehmen kennen die Bedarfe ihrer klar abgegrenzten Kundengruppen und haben ihre Fähigkeiten stringent nach diesen ausgerichtet. Dabei lassen sie auch Opportunitäten, die kurzfristig Umsatzbeitrag schaffen, mittelfristig jedoch zu einer Verwässerung des Geschäftsmodells und Steigerung der internen Komplexität führen, bewusst liegen.“

Ein zweites Wachstumselement bietet ein aktiver M&A-Ansatz, vor allem im Bereich der Fensterbauer. „Unternehmen, die ihre Positionierung klar formuliert haben und die Komplexität des Geschäftsmodells verringert haben, können dann über eine gezielte Suche, Akquisition und Integration von attraktiven Unternehmen die eigene Position stärken, Skaleneffekte erzielen und die Europäisierung vorantreiben. „Die steigende Harmonisierung der Standards in Europa wird die Wachstumschancen durch M&A zusätzlich erhöhen“, sagt Patrick Seidler, Partner für M&A bei S&B Strategy. „Die Gefahr, durch eine Übernahme kaum Synergien zu erzielen und eher zusätzliche Komplexität zu erzeugen, kann abgebaut werden, indem man den Prozess von Anfang an klar strukturiert und an den eigenen M&A-Zielen stringent ausrichtet.“

Unternehmen, die ihre Positionierung klar abstecken, konsequent und entschlossen die Umsetzung verfolgen sowie die zweite und dritte Führungsebene früh in diesen Prozess mit einbinden, können sich so schlagkräftiger und flexibler aufstellen, um die kommenden Jahre aktiv zu prägen.

Die Studie „Fensterindustrie 2030: Zeitenwandel im Fenster und Fassadenbau“ kann per E-Mail an S&B Strategy kostenlos angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...

Impressum | Datenschutz © 1997-2021 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)
ANZEIGE