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Interconnection erwartet schwere Zeiten für die europäischen TOP-6 Vorhangfassadenmärkte


  

(28.6.2020) 0,6% Absatzrückgang verbuchten 2019 die sechs wichtigsten Märkte für Vorhangfassaden in Europa (Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Italien und Polen). Daran wird sich im wahrscheinlichsten Szenario ein starker Absatzeinbruch von -4,5% aufgrund des Corona-Logdowns anschließen. Und auch in den Folgejahren wird der Markt nur sehr schwer in die Gänge kommen - zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Interconnection Consulting.

Aufhellung frühestens in zwei Jahren

Im wieder wahrscheinlichsten Szenario wird sich der Absatzrückgang europaweit bis 2022 fortsetzen. Während 2019 der Absatz noch 21,8 Mio. m² betragen hatte, wird dieser voraussichtlich 2023 nur 19,8 Mio. m² ausmachen, da bis 2022 weniger Neuinvestitionen in der Baubranche erwartet werden.

Die Entwicklungen in den einzelnen Ländern durch die Krise sind allerdings durchwegs unterschiedlich: Italien wird 2020 im wahrscheinlichsten Szenario den größten Rückgang verzeichnen (-12,2%), gefolgt von Großbritannien (-9,9%) - wobei allerdings beide Länder den ohnehin stattfindenden Absatzrückgang damit nur fortsetzen werden. Deutschland, der mit Abstand größte Markt, wird 2020 vermutlich 3,8% seines Absatzvolumens einbüßen und damit eine langanhaltende Aufwärtsphase beenden.

Auf der anderen Seite könnten Frankreich und Polen das Jahr 2020 sogar mit einem leichten Anstieg der Absatzzahlen abschließen. Wobei aber das Absatzvolumen auch in diesen Ländern bedingt durch die Folgen der Krise in den folgenden Jahren stark rückläufig sein wird.

Neue Materialien im Trend

Bei den Materialien gibt Aluminium-Glas mit einem Anteil von 82,6% stark den Ton an, gefolgt von Stahl-Glas. Während jedoch das Stahl-Segment weiter an Anteilen verliert, wird Aluminium seine Marktstellung weiter ausbauen. Der stärkste Trend geht jedoch in andere Materialien, wie Holz-Aluminium oder Holz-Glas-Systeme. Auch alternative Elemente, wie Stein, Keramik oder Plastik kommen immer häufiger zum Einsatz.

Wohnbau wird wohl einbrechen

Der Marktanteil des Objektbaus liegt bei 89,5%. Mit fast der Hälfte des Gesamtabsatzes ist das Bürosegment das stärkste Kundensegment. Dahinter folgen Handel (18,7%) und Industrie ( 14,1%). Die stärksten Einbußen werden im Wohnbau erwartet, dessen Absatz in diesem Jahr um 8,3% fallen wird. Rund drei Viertel des Absatzvolumens wird im Bereich Neubau verwendet.

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