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Interessanter Perspektivwechsel beim „Fassaden-Triathlon“ im NEXT Studio by Wicona + Partners

(13.12.2020) Was haben moderne Fassaden und die Funktionskleidung von Sportlern gemeinsam? Vereinfacht gesagt: Bei beiden kommt es auf das Multifunktionale an. Was genau dahinter steckt, beleuchtete der erste „Fassaden-Triathlon“ am 3. Dezember 2020 im NEXT Studio in Frankfurt. Die von den NEXT Partnern Wicona und Cosentino gemeinsam mit KEIL Befestigungstechnik und GIP Fassade organisierte Veranstaltung wurde im Livestream übertragen und ging im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Haut“.

Die Akteure des ersten „Fassaden-Triathlons“ im NEXT Studio in Frankfurt. (Foto © Mediashots / Wicona 

Zwei Fassaden und ein Anzug

Zum Start beschrieb Moderator Prof. Jan R. Krause (AMM Architektur Media Management) die Fassade als die „dritte Haut des Menschen“. Sie müsse zahlreiche ästhetische und bauliche Funktionen erfüllen und trage so maßgeblich zur Gesamtleistungsfähigkeit eines Gebäudes bei. Ähnlich wie die Funktionskleidung von Sportlern, denn deren „zweiten Haut“ sei mitentscheidend für den Erfolg im Wettbewerb. Was Sport und Fassadenbau verbindet und was die beiden Disziplinen voneinander lernen können, zeigten die folgenden Vorträge und Gesprächsrunden.

KAP WEST: Herausragende Performance im urbanen Raum

In der ersten Keynote stellte Walter Schelle von HPP Architekten das Projekt KAP WEST im neuen Stadtquartier direkt am S-Bahn-Haltepunkt „Am Hirschgarten“ in München vor. Das von Wiel Arets Architects entworfene und von HPP Architekten realisierte Bürogebäude wurde mit einer hochwertigen Elementfassade auf Basis einer Wicona Fensterkonstruktion mit den kompakten Keramik-Verbundwerkstoffplatten Dekton von Cosentino realisiert. Walter Schelle erklärte: „Im Verlauf der Planung zeigte sich, dass die vormals geplanten Betonwerksteine zu schwer und somit aus statischen Gründen nicht einsetzbar waren. Das verwendete Material Dekton war rund ein Drittel leichter und somit ideal für die Fassade geeignet.“

Im Anschluss an den Vortrag gaben Ingo Riewenherm (Business Development Manager bei Cosentino) und Florian Vogel (Leiter Projektberatung Wicona) weitere Einblicke in Planung und Bauablauf - im Fokus dabei standen das Teamwork der verschiedenen Disziplinen, die - wie eben auch beim Triathlon - „Hand in Hand“ erfolgreich zusammengearbeitet hätten.

Aufzeichnung des ersten „Fassaden-Triathlons“

KEIL Headquarter: Unsichtbares sichtbar gemacht

Teil 2 des Fassaden-Triathlons gehörte dem neuen Headquarter des Traditionsunternehmens KEIL Befestigungstechnik in Engelskirchen bei Köln. Zunächst erläuterte Ralf Rother (Rother Architektur) das architektonische Fassadenkonzept. „Wir wollten eine zurückhaltende, ruhige und werthaltige Optik erreichen und gleichzeitig die Fassade zum äußeren Showroom des Unternehmens machen.“ So fiel die Wahl auf eine vorgehängte hinterlüftete Fassade mit teils großformatigen Dekton Fassadentafeln von Cosentino. Befestigt wurden diese - ganz naheliegend - mit Hinterschnittankern von KEIL. Die Unterkonstruktion hatte als ebenfalls beteiligter Partner die Firma GIP Fassade aus Braunschweig konzipiert. Wie sich der Projektablauf im Detail gestaltete, beleuchteten Georg Miebach (Leiter Produktmanagement KEIL), Olaf Sippel (GIP) und Gerda Söhngen (Geschäftsführerin KEIL).

Spannender Perspektivwechsel zum Spitzensport

Zum Abschluss folgte dann der gezielte Blick über den Tellerrand: von der Architektur zum Sport. Mario Konrad (RYZON Triathlon Performance Apparel)  erklärte, worauf es bei der Entwicklung und Anfertigung der optimalen Funktionsbekleidung für Triathleten ankommt. Vom Tragekomfort über Thermoregulierung bis hin zur Ästhetik seien hier zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, so der Experte. Je nach Disziplin, Anforderung und ganz individuellen örtlichen Gegebenheiten gelte es, maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln. Und genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis. Denn genau diese Kriterien treffen - das haben nicht zuletzt die präsentierten Objekte eindrucksvoll zeigen können - auch auf die Fassadengestaltung zu.

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