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„Alucobond by tesa“: Das Ankleben von Fassadentafeln mit derzeit noch Zulassung im Einzelfall

(16.6.2020) Das Ankleben von Fassadenelementen an die Unterkonstruktion ist in Deutschland noch nicht sehr populär. Vorbehalte resultieren aus der Erfahrung, dass viele Kunststoffe unter jahrelanger Einwirkung von Umwelteinflüssen und UV-Licht altern und brüchig werden. Andererseits reklamieren Verklebungen eine Reihe von Vorteilen für sich: Sie ermöglichen ...

  • einen hohen Vorfertigungsgrad unter optimierten Werkstattbedingungen,
  • schlanke Wandaufbauten und
  • unkomplizierte, nicht sichtbare Befestigungen.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Firmen 3A Composites, Hersteller der dreischichtigen Aluminiumverbundplatte Alucobond, sowie Tesa, weltbekannter Klebestoffspezialist aus Hamburg, unter dem Projektnamen „Alucobond by tesa“ der Aufgabe gestellt, eine sichere, geprüfte, universell einsetzbare und gut zu verarbeitende Klebetechnik für Fassaden zu entwickeln.

Bei dem nun vorliegenden Ergebnis, Tesa ACXplus, handelt es sich um ein aus Acrylatschaum bestehendes, doppelseitig wirkendes Klebeband, das hoch elastisch ist. Anders als bei einem Niet oder einer Schraube, die Lasten punktuell aufnehmen, wirken hier die Kräfte auf die gesamte Länge des 30 mm breiten Klebestreifens ein. Durch die enorme Dehnfähigkeit mit dem Faktor 2 ist das Material zudem in der Lage, thermisch bedingte Längenveränderungen von Bauteilen auszugleichen.

Die Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse wurde inzwischen nicht nur unter Laborbedingungen getestet; ein technischer Vorläufer des Klebebandes zeigte auch nach acht Jahren freier Bewitterung keinerlei Ermüdungserscheinungen - wir haben auch schon einmal über „Alucobond by tesa“ berichtet: „Prefab invisible: Neues Befestigungssystem für Alucobond Fassadentafeln mit der Kraft von Tesa“ vom 14.2.2017.

Versuche, die 3A Composites in seiner Versuchs- und Forschungseinrichtung Technicum am Bodensee vorgenommen hat, ergaben, dass die nur 2 mm dicken Verklebungen Windsoglasten von 5 bis 10 kN/m² aufnehmen können - ungefähr das Doppelte der maximalen Belastung, der eine exponierte Fassade an einem hohen Gebäude hierzulande ausgesetzt sein kann.

Zulassung im Einzelfall bereits möglich

Die für die ausstehende allgemeine bauaufsichtliche Zulassung durch das DIBT (Deutsches Institut für Bautechnik) erforderlichen Tests wurden bei unabhängigen Instituten bereits erfolgreich absolviert. Um Zulassungen im Einzelfall zu erwirken, stehen beispielgebende Berechnungen mit einer speziellen Software zur Verfügung.

Weitere Informationen zu „Alucobond by tesa“ können per E-Mail an 3A Composites angefordert werden.

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