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Prägnante ArGeTon-Fassade für die Europarat-Verwaltung

(10.7.2008) Der MIPIM-Award der Internationalen Immobilienmesse in Cannes gilt als der Oscar des Bauwesens. Die Auszeichnung in der Kategorie "Büroimmobilien" und damit für das beste Bürogebäude der Welt des Jahres 2008 ging an das zentrale Bürogebäude des Europarates in Straßburg. Prägende Merkmale dieses Neubaues sind ein weit auskragendes, markantes Dach und eine schokobraune ArGeTon-Fassade mit weitgehend bündig eingelassenen Fensterfronten und Glasfassaden (siehe auch Google-Street-View, Google-Maps und/oder Bing-Maps).

Das skulpturhafte Gebäude wurde direkt am Rhein-Marne-Kanal errichtet. Es besteht aus sechs siebengeschossigen, reißverschlussartig ineinander verzahnten Bauten. Von einer zentralen Achse aus erstrecken sich drei Gebäudeflügel nach Norden, drei nach Süden. Die komplett verglaste Südfassade schließt die Räume zwischen den Südflügeln ein und schafft auf diese Weise zwei großzügig verglaste, wettergeschützte Innenhöfe. Hier ist Raum für Begegnungen der Mitarbeiter aus den verschiedensten EU-Ländern.

Das zentrale Bürogebäude, das zum benachbarten Europarat gehört, bietet 14.000 m² Bürofläche und 8.500 m² Konferenzräume. Die Architekturbüros Art & Build (Brüssel) und Denu & Paradon (Straßburg) entwarfen ein energiesparendes Gebäude mit natürlicher Belichtung über die Innenhöfe. Bei der Wahl der Baustoffe legten die Architekten großen Wert auf nachhaltige und langlebige Baustoffe mit ästhetischem Alterungsverhalten.

ArGeTon-Fassade in interessanter Optik

Prägendes Merkmal dieses Gebäudes ist die ArGeTon-Fassade. Sie ist ein zentraler Bestandteil in einem interessanten Farben- und Materialmix aus Glas, Keramik, Beton und Metall. Auf ausdrücklichen Wunsch der Architekten wurde diese unübliche Farbe aus der keramischen Scherbenfarbe "rotbraun" weiterentwickelt. Die Techniker im Werk der ArGeTon GmbH in Görlitz, in dem die Fassadenplatten produziert wurden, mischten dafür mehrere verschiedenfarbig brennende Tonvorkommen. In der Folgezeit wurden für das Bauvorhaben in Straßburg rund 3.000 m² ArGeTon-Platten in den Formaten 150 x 400 mm und 150 x 500 mm gebrannt. Darüber hinaus entschieden sich die Architekten noch für rund 2.000 Barros. Diese Stabziegel kommen in den zwei unteren Geschossen des Gebäudes zum Einsatz. Mit ihrem starken Schattenspiel prägen sie den Sockelbereich des Gebäudes.

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