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Naturfarbe ist nicht gleich Naturfarbe

(18.5.2009) Als Naturfarben werden mittlerweile viele im Handel erhältlichen Produkte bezeichnet. Die meisten sind jedoch bei genauerer Betrachtung gar nicht so natürlich, wie der Produktname oder das Verpackungslabel es suggerieren - darauf weist der Braunschweiger Naturfarbenhersteller AURO hin, dessen Produkte laut eigenen Angaben "konsequent aus Rohstoffen hergestellt werden, die von nachwachsenden oder mineralischen Quellen stammen".

Auf der Suche nach hochwertigen Farben, die gleichzeitig für Gesundheit und Umwelt unbedenklich sind, steht man vor einer Flut an Produkten. Begriffe wie "Natur" und "Bio" sind heute so positiv besetzt, dass sie gerne und vielfach genutzt werden. Nicht allein das Angebot, sondern auch die Vielfalt der Sicherheit suggerierenden Label auf Wandfarben, Lacken, Lasuren, Ölen oder Wachsen ist groß. (Interessant in dem Kontext der Artikel "Das große Moral-Monopoly" im SPIEGEL 19/2008, Seite 102ff.)

"Eine wirkliche Naturfarbe zeichnet sich dadurch aus, dass ALLE Rohstoffe aus nachwachsenden oder mineralischen Quellen stammen. Neben der sauberen Auswahl der Rohstoffe gehört bei AURO eine ständige Qualitätskontrolle und Optimierung der Produktionsprozesse selbstverständlich dazu. Höchstmögliche Transparenz dem Kunden gegenüber ist für uns das A und O. Dies garantieren wir durch die vollständige Deklaration aller Inhaltsstoffe", erklärt Dr. Hermann Fischer, AURO-Firmengründer und Vorstandsvorsitzender. "Hersteller von Farben, die ihre Farben trotz großer Anteile petrochemischer Inhaltsstoffe als 'Naturfarben' bezeichnen, erkennt man oft schon durch das völlige Fehlen einer solchen Volldeklaration oder durch wenig aussagekräftige Negativdeklarationen. Das bedeutet, dass der Hersteller nur angibt, was nicht enthalten ist, zum Beispiel 'ohne schädliche Inhaltsstoffe'."


Ist eine Deklaration auf der Produktverpackung, sollten Kaufinteressenten auf bestimmte Reizworte achten. Tauchen beispielsweise die Worte Isoaliphate, Isoparaffine, Acryl, Epoxy oder Polyurethan in der Zusammensetzung auf, handelt es sich nicht um eine Naturfarbe. Diese petrochemischen Bestandteile lassen sich nicht wieder in den natürlichen Kreislauf zurückführen und werden überdies in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar sein. "Echte" Naturfarbem-Hersteller wie AURO setzen hingegen auf Pflanzen als Lieferant von stets erneuerbaren Rohstoffen. Sie lassen sich vielfältig nutzen:

  • Zellulose wird aus Stängeln gewonnen,
  • Farbstoffe u.a. aus Blättern,
  • Wachse von Blattoberflächen,
  • Fette und Eiweiße aus Früchten und
  • Duftstoffe genauso wie Harze aus Blüten.

Tausende von Pflanzenarten bilden die Basis für die Erzeugung von Hunderttausenden verschiedener Stoffe.

Es lohnt sich, genau hinzuschauen, denn die Zusammensetzung entscheidet über Umwelt- und Gesundheitsaspekte eines Produkts von der Herstellung über die Gebrauchsphase bis zur Entsorgung. Ein wirkliches Naturprodukt bewahrt eine intakte, lebendige Umwelt und nützt den Verbrauchern durch verlässliche, natürliche Inhaltsstoffe. Es ist am Ende seines Lebenszyklus kein Sondermüll, wie das bei konventionellen Produkten oft der Fall ist, sondern kann einfach kompostiert werden.

Interessenten, die einen Weg durch den Dschungel der Ökosiegel, Zertifizierungen und Label suchen, sollten sich nicht von den Versprechungen der Hersteller blenden lassen, sondern sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen. Eine wirkliche Naturfarbe sollte petrochemische Schadstoffe gar nicht enthalten.

Weitere Informationen zum Naturfarben können per E-Mail an AURO Pflanzenchemie angefordert werden.

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