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Deutscher Naturstein-Preis 2005: Projekte innen und außen

(25.3.2005: zuletzt upgedatet am 21.8.2015) Der Deutsche Naturstein-Preis ist ein anerkannter, mit insgesamt 30.000 Euro dotierter Architektur-Preis, der 2005 zum 12. Mal verliehen wird. Die Jury unter Vorsitz von BDA-Präsident Kaspar Kraemer aus Köln vergab in diesem Jahr erstmals zwei erste Preise in unterschiedlichen Kategorien. Verliehen wird der Deutsche Naturstein-Preis am Freitag, 27. Mai 2005 im Rahmen der Stone+tec 2005, Internationale Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung.

Ritz Carlton Hotel und Apartment Tower Berlin Ritz Carlton Hotel und Apartment Tower Berlin
Ritz Carlton Hotel und Apartment Tower Berlin

In der Kategorie private und gewerbliche Objekte aus Naturstein wurden das Ritz Carlton Hotel und der Apartment Tower Berlin im Beisheim Center (siehe auch Bing-Maps und/oder Google-Maps) der Architekten Hilmer & Sattler und Albrecht, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, prämiert. Das Ritz Carlton Hotel am Potsdamer Platz in Berlin macht, so die Begründung der Jury, eine ausgezeichnete städtische Figur: Das Gebäude gibt sich selbstbewusst und formiert sich zugleich im Zusammenspiel mit dem benachbarten Gebäude von Hans Kollhoff zu einem Ensemble mit Tor zum bekannten Beisheim-Quartier. Das Hotel besticht in seiner Erscheinung: Einem kostbaren Kleid gleich wird die fast weiße Steinfassade mit Öffnungen für Fenster netzartig durchbrochen, mit Kannelüren und Vorlagen tektonisch und textil gleichzeitig profiliert und gewebt. Dass sich die äußere Erscheinung im Inneren nicht wiederfindet, ist nicht den Architekten anzulasten. Material: Branco Rosal / Portugiesischer Kalkstein - Natursteinwerk Hofmann, Werbach-Gamburg.

In der Kategorie öffentliche und kulturelle Projekte aus Naturstein erhielt der amerikanische Architekt I. M. Pei, New York, den Naturstein-Preis für das Deutsche Historische Museum in Berlin (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Das Gebäude zeige, so die Jury, in seiner speziellen Ausformung ein hohes Maß an architektonischer Phantasie sowohl in der außen- wie in der innenräumlichen Gestaltung:

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Deutsches Historisches Museum in Berlin

Die städtebauliche Grundfigur des Dreiecks bildet sich im Stadtraum durch die geschlossenen Fassaden aus hellem Jurakalkstein kraftvoll und entschlossen ab. Die massive Blockausbildung der Außenecksteine unterstreicht diesen architektonischen Gedanken. Im Inneren überzeugt der Bau durch räumliche Vielfalt und die virtuose Nutzung des Lichtes als zusätzlich bereicherndes Moment der sorgsam verarbeiteten Natursteinplatten mit ihrer Materialtextur und exakten Fugung. Hervorzuheben ist die exemplarische und bis ins Detail gekonnte Verarbeitung des Materials Naturstein. Material: Magny "Le Louvre" / Mason Granit - Schön & Hippelein, Satteldorf.

Besondere Anerkennungen


Bundesärztekammer

Rekonstruktion des Monopteros

Hotel und Geschäftshaus Friedrichstraße

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate

Neubau Milchhof

Wohn- und Bürohaus am Leipziger Platz

Ausgezeichnet wurden das Wallraf-Richartz-Museum - Fondation Corboud, Köln, der Architekten Oswald Mathias Ungers, Köln. Aufgabe der Verfasser war es, einen von technischen Ansprüchen geprägten, zeitgemäßen Museumsbau zu schaffen und anspruchsvolle Architektur in eine bestehende Baulücke zu integrieren. Der Bau beeindruckt durch seine reduzierte Formgebung und seine strenge, an der vorhandenen Bausubstanz orientierten Ordnung. Schlichter Habitus und klare Sachlichkeit verleihen dem Bau ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Material: Basaltlava / Tuffstein / Schiefertafeln - Zeidler & Wimmel GmbH & Co. KG, Kirchheim.

Eine weitere Besondere Auszeichnung erhielt das Gebäude der Bundesärztekammer, Berlin. Der Architekten Heinle, Wischer und Partner, Berlin. Die Qualität der Arbeit liege, so die Jury, in dem überzeugend klar ausformulierten städtebaulichen sowie architektonischen Konzept. Der Baukörper mit seiner homogenen und großzügig gegliederten Fassade sowie den funktional eingesetzten Natursteinen vermittelt eine wohltuende gestalterische Zurückhaltung bei gleichzeitiger nobler großstädtischer Präsenz: eine gelungene Symbiose zwischen einer streng gegliederten Fassade und dem eher heterogenen Erscheinungsbild des Natursteins. Material: Dorfer Grün - Natursteinwerk Hofmann, Werbach-Gamburg.

Mit lobenden Erwähnungen ausgezeichnet wurden:

Dom Aquarée, Berlin

  • Architekten Sergei Tchoban, nps tchoban voss, Berlin
  • Material: Bateig Blanca / Bateig Azul / Basaltina / Moleanos White, Stuna GmbH, Hönow / Zeidler & Wimmel, Kirchheim

Rekonstruktion des Monopteros, Potsdam

  • Architekten gibbins european architects, Potsdam
  • Material: Friedewalder Sandstein, Bamberger Natursteinwerke, Bamberg / Ellwart Steinrestaurierung, Berlin

Hotel und Geschäftshaus Friedrichstraße, Berlin

  • Architekten Max Dudler, Berlin
  • Material: Granit Cape Green / Sandstein Creme Royal, Natursteinwerk Hofmann, Werbach-Gamburg

SPK Mainfranken, Würzburg

  • Architekten Kuntz + Manz, Würzburg
  • Material: Muschelkalkplatten, Hemm GmbH, Kirchheim

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Berlin

  • Architekten Krause Bohne Architects + Planners, Eschweiler
  • Material: Berliner Sandstein / Botticino Classico / Giallo Venezia / Imperial White / Azul Bahia, Hofmann, Werbach-Gamburg / Itter Granit Marmor Betonstein, Kaufungen

Neubau Milchhof

  • Architekten Wurlitzer Architekten, Berlin
  • Material: Winterhäuser Muschelkalk, Naturstein Villmar GmbH, Kottenheim Wohn- und Geschäftshaus, Berlin

Wohn- und Bürohaus am Leipziger Platz, Berlin

Ausgelobt wird der Deutsche Naturstein-Preis alle zwei Jahre vom DNV - Deutschen Naturwerkstein-Verband. Die NürnbergMesse, Veranstalter der Stone+tec, die vom 25. bis 28. Mai 2005 im Messezentrum Nürnberg stattfindet, ist Förderer des Preises.

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