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UrbanLab: Erstes öffentliches Stadtlabor in Mannheim

(16.7.2017) Im Projekt „Willkommene Perspektiven - Migrants4Cities“ sucht die Stadt Mannheim gemeinsam mit Migranten und Vertretern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nach neuen Ideen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Jetzt hat in Mannheim auch das erste öffentliche Stadtlabor stattgefunden.


Am 7. Juli 2017 waren erstmals interessierte Mannheimer Bürger sowie Akteure aus weiteren Städten eingeladen, gemeinsam mit dem Team von Migrants4Cities Lösungsansätze zu den Themenfeldern Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Zusammenleben und Mitmachen zu entwickeln. „Mit Migrants4Cities gehen wir neue Wege, um die Internationalität unserer Stadtgesellschaft auch für die Stadtentwicklung zu nutzen“ so Christian Hübel, Leiter des Referats Strategische Steuerung der Stadt, in seinem Grußwort.

Die Methode „Urban Design Thinking“: ausprobieren, verbessern, verwerfen

Knapp 20 Gäste folgten der Einladung zum ersten öffentlichen Stadtlabor, dem sogenannten UrbanLab, in das Bürgerhaus Neckarstadt-West. Neben Vertretern aus der Stadtverwaltung waren u.a. Sylvia Cultus, Leiterin des Integrationsreferats der Stadt Wolfsburg, und Dr. Bettina Reimann vom Deutschen Institut für Urbanistik dabei. Vor Ort informierten sich die Gäste über das Projekt Migrants4Cities, die Methode „Urban Design Thinking“ und die Ergebnisse der zwei vorausgegangenen UrbanLabs. Als interessante Handlungsfelder der Stadtentwicklung wurden dort u.a. Angebotsverbesserungen für den Zugang zu Wohneigentum, eine integrierte ÖPNV-Wegekette sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf identifiziert.

„Das Team von Migrants4Cities war bereits sehr kreativ“, freute Prof. Elke Pahl-Weber, Professorin für Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten an der TU Berlin. „Im UrbanLab haben wir jetzt mit den Gästen gemeinsam erste Lösungsansätze erarbeitet und mit einem Rapid Prototyping getestet, wie gut sie funktionieren.“ Dazu gehörte beispielsweise das Pappkartonmodell einer öffentlichen Grünfläche mit hohem Sicherheitsfaktor. Alle gesammelten Ideen werden vom Team von Migrants4Cities in den nächsten UrbanLabs in dieser Form weiter bearbeitet - das heißt erprobt und verbessert oder verworfen.


Gemeinsames Prototyping im UrbanLab am 7. Juli 2017 (Foto © Mario Timm)

Das Projekt „Willkommene Perspektiven - Migrants4Cities“

Mit den entwickelten Ideen soll das Projekt Migrants4Cities zu einem klima-freundlichen, sozial ausgewogenen, wirtschaftlich prosperierenden und kulturell vielfältigen Mannheim beitragen. Als wissenschaftliche Partner stehen Mannheim die Technische Universität (TU) Berlin und das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement zur Seite.

Die Stadt Mannheim möchte dabei das in der Stadt vorhandene internationale Know-how nutzen, um neue, umsetzbare Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten. Zugleich wird erprobt, wie die Methode Urban Design Thinking in kommunale Strukturen integriert werden kann.

Das Team vom Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin unter Leitung von Prof. Elke Pahl-Weber begleitet die konkrete Gestaltung der urbanen Co-Kreation zwischen Migranten und weiteren Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in den neun UrbanLabs. Ziel sind umsetzbare und mit Geschäftsmodellen versehene technische oder soziale Innovationen.

Das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement begleitet die UrbanLabs, um herauszufinden, welches Potenzial als ‚Change Agents‘ die Migranten in die UrbanLabs einbringen und wie es am besten gehoben werden kann. Außerdem untersucht und erprobt das Team um Dr. Susanne Schön in Lernpartnerschaften mit bundesweit 13 Städten, wie die in Mannheim erarbeiteten Lösungen von anderen Städten am besten aufgegriffen werden können.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Schwerpunkt „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ zu 100 Prozent gefördert. In dem Schwerpunkt fördert das BMBF Projekte, in denen Kommunen und Wissenschaftler gemeinsam daran arbeiten, den städtischen Modernisierungsprozess so zu gestalten, dass er neben den ökologischen, ökonomischen und räumlichen auch den sozialen Problemlagen gerecht wird.

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