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Stromspeicher bei leistungsschwachem Hausanschluss


Stromspeicher und Steuerung von Powertrust (Bild vergrößern)
  

(22.1.2020) Es gibt verschiedene Gründe, einen Stromspeicher zu installieren - nicht alle sind technischer Natur: Eigenverbrauch der Photovoltaik, Unabhängigkeit vom Stromversorger, Stromversorgung bei Stromausfall - oder einfach nur der eigene Beitrag zum Klimaschutz. Es gibt darüber hinaus aber auch gute technische Gründe für die Installation von Stromspeichern. So wurde beispielsweise im August 2018 im Senioren Pflegezentrum „Badener Berg“ in Achim (bei Bremen; siehe Google-Maps) ein Stromspeicher installiert, um Lastspitzen zu puffern.

Viele Jahre lang reichte der 70 kW-Netz­an­schluss des Seniorenheims, um den Betrieb des Gebäudes mit allen Funktionen sicherstellen - aber irgendwann war Schluss: Zwei Fahrstühle, die steigende Belegung und immer mehr Großverbraucher belasteten den Hausanschlusses bis zur Leistungsgrenze. Das Problem dabei war nicht der laufende Betrieb; es waren vielmehr die Lastspitzen, die beim Anlaufen von drehenden Verbrauchern entstehen. Diese Spitzen konnten mit dem bestehenden Hausanschluss einfach nicht mehr bedient werden. Zur Lösung des Problems wurde eine Stromspeicher zur Lastspitzenkappung installiert - konkret ein 65 kWh-CrystalTower des Bremer Speicherherstellers Powertrust GmbH. Damit ließen sich die Lastspitzen soweit reduzieren, dass der Hausanschluss nur noch mit 50 kW belastet wird.

Seine Energie bezieht der CrystalTower zunächst aus dem Haus-Netz, in das auch drei wärmegeführte, Blockheizkraftwerke (Typ Dachs von Senertec) ihren Strom einspeisen.

Grafik © AdlerSolar 

Auf den Geschmack gekommen

Bei aller Notwendigkeit zur Ertüchtigung ihres Hausanschlusses hat die Unternehmensführung des Seniorenheims durch die Erfahrungen mit dem Stromspeicher und den Blockheizkraftwerken offensichtlich Lust an der Eigenversorgung bekommen und hat jetzt die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Seniorenheims mit knapp 30 Kilowattpeak (kWp) Gesamtleistung bei der Bremer AdlerSolar GmbH in Auftrag gegeben. Auf dem Dach wäre durchaus Platz für eine größere PV-Anlage gewesen, aber die Statik des Daches ließ eine leistungsstärkere Anlage nicht zu.

Der erwartete Eigenverbrauch der Photovoltaik soll trotz der drei Blockheizkraftwerke bei 80% im Jahr liegen. Für den Betrieb des Altenheimes muss für den Betrieb aktuell noch 70.000 kW Leistung aus dem Netz bezogen werden.

Weitere Informationen zu CrystalTower-Speichern können per E-Mail an Powertrust angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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