Baulinks -> Redaktion  || < älter 2020/1873 jünger > >>|  

Rund 40% der Deutschen sehen Wärmemarkt als ein Anwendungsfeld für Wasserstoff


  

(19.11.2020) Die Deutschen sehen Potenziale für den Einsatz von Wasserstoff (H) vorrangig im Verkehr und in der Industrie - aber auch im Wärmesektor. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Prolytics im Auftrag des BDEW.

Konkret gefragt, wie die Einsetzbarkeit von Wasserstoff im jeweiligen Sektor bewertet wird, gaben rund 55% der Befragten an, dass sie sich die Nutzung von Wasserstoff im Verkehr für den Betrieb von Pkw, Bussen oder Lkw gut (21,7%) oder sehr gut (33,4%) vorstellen können. Nur 7,3% können sich das weniger oder gar nicht vorstellen.

Rund 51% sehen in der Industrie großes Potenzial für Wasserstoff (gut: 23,3%; sehr gut: 27,4%). Nur 6,7% sind der Ansicht, dass Wasserstoff in diesem Bereich eher nicht oder überhaupt nicht einsetzbar ist.

Eine Wasserstoffnutzung zum Heizen von Wohnungen und Gebäuden bewerten 40% als gut (24,3%) oder sehr gut (15,6%). Nicht einmal jeder Zehnte (8,3%) sieht hier eher kein Einsatzfeld für den Energieträger.

„Industrie und Verkehr sind wichtige Anwendungsfelder für Wasserstoff. Das Potenzial von Wasserstoff auf diese Sektoren zu beschränken, würde allerdings zu kurz greifen“, konstatiert Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Damit der Hochlauf von Wasserstoff gelingt und ein Markt entsteht, müssen wir die ganze Breite der Anwendungsfelder in den Blick nehmen: Auch im Wärmemarkt ermöglichen klimaneutrale Gase bezahlbaren Klimaschutz. Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung und die EU-Kommission auch den Wärmemarkt als Anwendungsbereich für Wasserstoff anerkennen. Nur das ermöglicht stetig wachsende Beiträge zum Erreichen der Klimaschutzziele sowie die Zukunftsfähigkeit der Gasinfrastruktur.“

Die Umfrage zeigt auch auf, dass vier von fünf Befragten schon davon gehört haben, dass Wasserstoff künftig als Energieträger genutzt werden kann. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass noch großer Informationsbedarf in der Bevölkerung besteht. So geben 35% der Befragten an, zwar schon einmal von Wasserstoff als Energieträger gehört zu haben, sie können sich aber nichts Konkretes darunter vorstellen. 17% haben noch nie davon gehört, dass Wasserstoff als Energieträger zum Einsatz kommen kann.

„Damit der Hochlauf von Wasserstoff gelingt, brauchen wir nicht nur Elektrolyseure und die richtigen Rahmenbedingungen. Ein Energieträger ist nur zukunftsfähig, wenn er bei den Kunden bekannt und anerkannt ist. Wir müssen die Menschen daher stärker über die Potentiale und Vorteile von Wasserstoff als Energietalent für eine klimaneutrale Zukunft informieren“, kommentiert Frau Andreae.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht Broschüren ...

Impressum | Datenschutz © 1997-2020 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)
ANZEIGE