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Hackgutheizung für ein kleines Nahwärmenetz mit zwei Einfamilienhäusern

(24.1.2022) Heizen mit Holz bedeutet nicht zwangsläufig Pellet- oder Scheitholzverbrennung. Als interessante Alternative bieten sich insbesondere im ländlichen Raum moderne Hackgutkessel an, denn mit ihnen lassen sich leicht die Ressourcen aus nächster Nähe nutzen. Ein Beispiel dafür ist die Installation des Hackschnitzel-Vergasers PuroWIN von Windhager zur Beheizung zweier Einfamilienhäuser im fränkischen Rentweinsdorf.

Der bei Wolfgang Elflein installierte Scheitholzkessel war mit 29 Jahren überaltert und sollte durch ein modernes, komfortables Gerät ersetzt werden. Überzeugt vom Brennstoff Holz wollte der Forstfachmann i.R. mit Blick auf die Zukunft jedoch die aufwändige Arbeit mit dem Scheitholz vermeiden. In den Fokus rückte daher das Thema Hackgut. Diese Variante bot sich an, da das örtliche Forstunternehmen Holzschnitzel liefern kann.

Der Hackgut-Vergaser PuroWIN überzeugte den Hausherrn durch seinen speziellen Zero-Emissions-Vergaser mit Gegenstromvergasung, der eine besonders saubere Verbrennung und niedrige Emissionswerte verspricht: Im untersten Bereich des Brennraums entsteht ein Glutbett. Darüber verkohlt das Hackgut und bildet eine Art Aktivkohleschicht. Die aus dem Glutbett aufsteigenden Holzgase werden von der Kohleschicht und dem darüber liegenden, frischen Hackgut gefiltert, bevor sie verbrannt werden. Die Verbrennung erfolgt dadurch so sauber, dass der PuroWIN kaum noch messbare Staubwerte erreicht.

Zur Lagerung des Hackguts errichtete Herr Elflein in Eigenarbeit einen Lagerraum mit rund 60 m³ Fassungsvermögen, den er in den Garten integrierte. Hier lagert er Hackgut verschiedener Holzarten, deren unterschiedliches Heizverhalten er der Reihe nach testet. Der Brennstoff wird über eine Distanz von 20 Metern sowie zwei Meter Höhe vollautomatisch zum Kessel befördert. Der Transport erfolgt über ein Saugsystem, das von Windhager speziell für den PuroWIN entwickelt wurde. Der Vorteil dieser Fördertechnik: Das Brennstofflager muss nicht mehr zwangsläufig direkt neben dem Heizraum liegen. Daraus ergeben sich bessere Möglichkeiten für den Installationsort der Heizung und ein erheblicher Komfortgewinn für die Betreiber.

Neben dem Domizil der Eheleute Elflein beheizt der PuroWIN auch das Haus des Sohnes, das ebenfalls auf dem Grundstück steht. Es wurde durch eine Nahwärmeleitung angeschlossen. So ergibt sich eine bestmögliche Nutzung der heimischen Brennstoffressourcen als Rohstoff, der immer wieder nachwächst. Insgesamt entstand ein rundum gelungenes Heizungskonzept, das wärmstens zur Nachahmung empfohlen werden kann.

Weitere Informationen zum PuroWIN können per E-Mail an Windhager angefordert werden.

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