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Dem Irrglauben des Wasserreichtums in Deutschland entgegenwirken!


  

(22.3.2022; Weltwassertag) Nicht nur in der Fachwelt ist es endlich angekommen, dass mit dem Wasserhaushalt auch in Deutschland etwas nicht stimmt. So hat beispielsweise in der vergangenen Woche die ARD mit #unserWasser zur besten Sendezeit auf sinkende Grundwasserstände aufmerksam gemacht. Auch darüber hinaus sind die Anzeichen für die Probleme mit unserer Wasserhaushaltung unübersehbar: So geht es dem Wald schon seit längerem nicht gut, und unseren Stadtbäumen auch nicht. Der Dürremonitor zeigt aktuell in 1,80 m Tiefe vielerorts eine schwere bis extreme Dürre. Wir verlieren fast unbemerkt unseren unterirdischen „Schatz“.

Strategie?

Die Maßnahmen für eine Lösung des Problems sind sehr unterschiedlich - je nachdem welche Lobby sie vorstellt. Mehr Fernwasserleitungen und größere Netze ist z.B. eine Antwort der Wasserversorger. Aber kann das wirklich die Lösung sein? Das Problem wird so ja nur umverteilt. Auch die vorgeschlagenen Maßnahmen der nationalen Wasserstrategie zeigen wenig Innovationswillen - siehe Bauletter vom 9.6.2021.

Nachhaltig geht anders, meint der Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser (fbr). Ein Gesamtkonzept müsse her, und dieses liege ja eigentlich auf der Hand, die Natur habe es vorgemacht:

  • Wasser dort sammeln und zurückhalten, wo es anfällt,
  • kein Trinkwasser in Gebäuden für Zwecke benutzen, die mit Betriebswasser auskommen,
  • Regenwasser nicht ableiten, sondern es den Pflanzen vor Ort zukommen lassen, denn die angestrebten „grünen Städte“ werden zukünftig noch mehr Wasser benötigen.

Auch wenn aufgrund der aktuellen Ereignisse die Energiekrise wieder in den Fokus rückt, darf die drohende Klima- und Wasserkrise nicht vergessen werden. Das sei wichtiger denn je - mahnt der fbr und erinnert, dass der Umgang mit dem Betriebs- und Regenwasser ein zentraler Bestandteil der Lösung sei.

Die Integration von dezentralen Systemen in bestehende Strukturen bedeutet aber mehr als nur die Substitution von Trinkwasser. Sie ist zugleich Vorsorge durch Speicherung bzw. Retention und hilft die gegensätzlichen hydrologischen Extreme auszugleichen. Es seien die vielfach „unsichtbaren“ Systeme der dezentralen Wasserinfrastruktur, die einen entscheidenden Beitrag für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser und damit auch für den Schutz des Grundwassers liefern könnten, resümieren die Vertreter des Bundesverbands für Betriebs- und Regenwasser.

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