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Intersolar-Award für fassadenintegriertes Solarthermie-Konzept

(15.6.2010; Intersolar-Bericht) Die Sapa Building Systems GmbH (Ulm) mit ihrer Marke Wicona ist zusammen mit weiteren Projektbeteiligten für ein neuartiges Aluminiumfassadenkonzept samt integrierten Solarthermie-Kollektoren mit dem "Intersolar Award 2010" ausgezeichnet worden. Jörg Hieber, Architekt und Projektleiter (Universität Stuttgart), Arnd Brinkmann, Geschäftsführer der Hydro Building Systems, Jürgen Korff, Geschäftsführer der Ritter Energie & Umwelttechnik, sowie Michael J. Purzer, Vertriebsleiter von Frener & Reifer Metallbau (im folgenden Bild v.l.n.r.), freuten sich über die Ehrung durch Jurychef Prof. Volker Wittwer vom Fraunhofer-Institut ISE.


Foto: Michael Peter Steffen (Bild vergrößern)

Der Fassadenkollektor "CPC Office/System WICONA" entstand im Rahmen des vom Bundesumweltministeriums geförderten Projektes "Weiterentwicklung von solarthermischen Fassadenkollektoren mit Vakuumröhren in Bürogebäuden" unter der Leitung des Instituts für Baukonstruktion L2 der Universität Stuttgart. Er wurde in Kooperation mit der Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co.KG (Karlsbad) entwickelt. Die Produktentwicklung wurde außerdem von den weiteren Projektpartnern Frener & Reifer Metallbau (Brixen) und Metallbau Früh GmbH (Umkirch) hinsichtlich praxisrelevanter Details unterstützt.

Die wichtigen technischen Aspekte wie visuelle Transparenz, gleichmäßige Raumausleuchtung, Wärmeschutz und Sonnenschutz werden von diesem Produkt in bemerkenswerter Weise kombiniert. Dabei stellt sich der CPC Vakuumröhrenkollektor (Ritter) als ästhetisch und konstruktiv integraler Bestandteil eines Bürofassadensystems (Wicona) dar. Er erfülle zukünftige Anforderungen an nachhaltige moderne Bürogebäude mit Glasfassaden, lobte Laudator Prof. Volker Wittwer vom Fraunhofer-Institut ISE in Freiburg: "Solarwärme ist so bis zu 100°C für Heiz- und Kühlzwecke verfügbar."

Der Fassadenkollektor CPC Office/System WICONA stellt konstruktiv eine echte Systemintegration dar und ist modular auf große Fassaden adaptierbar. Er besitzt aufgrund der verwendeten Vakuumröhren eine sehr hohe Effizienz, wodurch zugleich die Kühllast der angrenzenden Räume reduziert wird: Der Kollektor sammelt nämlich das Sonnenlicht vor der Fassade und schirmt die angrenzenden Räume vor direkter Sonneneinstrahlung ab. Aufgrund der geringen Wärmeverluste kann Solarwärme mit hoher Temperatur (60-90°C) erzeugt werden, welche dann über das in die Fassadenprofile integrierte Rohrsystem auf kurzen Wegen dem Gebäude zur Verfügung gestellt wird - für die Trinkwarmwasser- und Heizungsversorgung oder zur solaren Kühlung.


Ein geringer Anteil des Sonnenlichts dringt durch die Perforation des CPC Reflektors ins Gebäude und ermöglicht eine gleichmäßige blendarme Ausleuchtung des Raumes und die visuelle Transparenz für den Nutzer. Durch die geeignete Wahl der Perforation des Spiegels wird einerseits der z.B. für Bürogebäude wichtige Sonnenschutz, andererseits die hohe Effizienz des Kollektors sichergestellt.

Die hoch wärmegedämmte Glasfassade lässt andererseits einen geringen Energieverbrauch während der Heizperiode erwarten. Die zu öffnenden Fensterflügel der Fassade ermöglichen außerdem eine freie Belüftung und eine einfache Reinigung der Glasflächen.

"Diese Anerkennung für die brillante Arbeit unserer Solar- und Fassadenexperten freut mich enorm. Ich nehme das als gutes Anzeichen dafür, dass wir auf unserem Weg zu Null-Energie-Gebäuden ein gutes Stück voran kommen - und diesen Weg guten Mutes weiter gehen, speziell mit unserer Forschung und Entwicklung. Glückwunsch!", sagte Lars Hauk Ringvold, Leiter der Sparte Building Systems bei Hydro. "Am meisten begeistert mich, dass wir in einem Segment, das für uns noch Neuland ist, schon so viel erreicht haben. Ich freue mich, dass wir unseren Beitrag ohne jegliche öffentliche Fördermittel geleistet haben - allgemein wird die Solarindustrie doch gewaltig von der öffentlichen Hand unterstützt", merkte Ringvold an, "und dass sich unsere gemeinsame Lösung, wenn sie angewandt wird, sehr schnell bezahlt machen wird - wiederum ohne öffentliche Fördergelder." Arnd Brinkmann, Geschäftsführer der Sapa Building Systems GmbH, betonte "die enge Zusammenarbeit aller Projektpartner. Diese Solarindustrie entspringt ja, obwohl sie weltweit enorm wächst, zu einem guten Teil einer Technik-Community, und dass wir dazu gehören, macht mich froh."

Weitere Informationen zum Fassadenkollektor "CPC Office/System WICONA" können per E-Mail an Hydro Building Systems angefordert werden.

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