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Sieben Montagesysteme für Flach- und Industriedächer

(25.6.2011; Intersolar-Bericht) Montagesysteme für PV-Module sind vielleicht nicht die populärsten Komponenten einer Photovoltaik-Anlage - aber nicht die unwichtigsten. Sie müssen Wind und Wetter standhalten, können zur Effizienz der PV-Module beitragen, halten durch das eigene Gewicht oder können selbst auf schwachbrüstigen Flachdächern eingesetzt werden - wie die folgenden Beispiele von Energiebau, Schüco, Centrosolar, Zentralsolar, Phoenix, Renusol und Solon zeigen.

Flachdach-Montagesystem LORENZaero 10 von Energiebau

... wurde grundlegend überarbeitet Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet das aerodynamisch optimierte Facelift eine deutliche Reduktion des Preises von bis zu 30% und des Ballasts von rund 50% je nach Gebäudegegebenheiten sowie eine vereinfachte Planung und Montage.

Nach wie vor sollen die Modulneigung von 10° und der daraus resultierend geringe Abstand der Modulreihen von 60cm für eine optimale Flächenausnutzung und damit für eine maximale Anlagenleistung sorgen. Auch das bewährte Konzept, die Kraft des Windes bei minimalem Ballast für die Standsicherheit auszunutzen, wurde beibehalten. Die erforderlichen Ballastwerte hängen gleichwohl von vielen Parametern ab:

  • Windzone,
  • Gebäudehöhe,
  • Gebäudegröße sowie
  • Dachform und Dachaufbauten.

Um den Umgang mit den komplexen Wechselwirkungen der Einflussgrößen zu erleichtern, bietet Energiebau übersichtliche Planungstabellen an.

Schüco Montagesystem MSE 210 Aero-Flachdach

... ist ein aerodynamisches System, mit dem polykristalline Schüco-Module weitestgehend ballastfrei auf Flachdächern in Südausrichtung montiert werden können. Es soll sich durch sein geringes Eigengewicht vor allem für Dächer mit geringen Lastreserven eignen. Dazu sei die Aerodynamik des Montagesystems durch Windleitbleche, die auf der Rückseite der PV-Module angebracht sind, so optimiert worden, dass die Dachmitte möglichst wenig belastet werde.

Die Modulaufständerung erfolgt in einem Winkel von 15°. Der Aufbau wird von Schüco als ausgesprochen variabel angepriesen: Bei Hindernissen auf dem Dach sei eine „Verschiebung“ der Reihen untereinander möglich, so dass die gesamte Dachfläche effizient belegt werden könne. Der optimale Verschattungswinkel könne ebenfalls variabel gewählt werden.

Das Schüco Montagesystem MSE 210 Aero-Flachdach ist voraussichtlich ab Juli 2011 lieferbar.

Aerodynamisches Flachdachmontagesystem von Centrosolar

... ist ebenfalls für flache Dächer gedacht, die nur eine geringe zusätzliche Gewichtsbelastung durch eine Solaranlage erlauben. Das System erreicht je nach Standort ein Flächengewicht von unter 10 Kilogramm pro Quadratmeter. Es ist gedacht für alle flachen Folien-Dächer mit einer Neigung von bis zu drei Grad - ohne dabei die Dachhaut verletzen zu müssen. Dazu wird die Unterkonstruktion durch eine Kombination aus Ballastierung und Verschweißung mit der Dachbahn auf dem Dach montiert. Die Verschweißung hat die horizontal wirkenden Winddruckkräfte aufzufangen, so dass die nötige Ballastierung deutlich reduziert werden kann, da sie nur die vertikal wirkenden Kräfte aufnehmen muss.

Ist eine kraftschlüssige Verschweißung nicht möglich - beispielsweise bei gealterter Folie oder Bitumendächern - kann auch mit einer reinen Ballastierung für Stabilität gesorgt werden.

Die Unterkonstruktion des Systems besteht aus 100-Prozent recyceltem Polypropylen (PP) und hat die Form eines langgezogenen Dreiecks: Die untere Seite liegt auf dem Dach auf, die obere Seite ist in einem 15-Grad Winkel aufgeständert. Ein Windleitblech an der Rückseite verschließt das System und reduziert die auf die Anlage wirkende Sogkraft des Windes. Die Module werden mit Montageschienen in Querverlegung befestigt. Zur Installation sind keine Längsverbinder nötig, so dass Regenwasser ungehindert ablaufen kann. Der Reihenabstand ist durch den Verzicht auf Reihenverbinder variabel. Dies erleichtert auch die Integration auf Dächern mit vorhandenen Aufbauten oder Blitzschutzanlagen.

Alle kristallinen Module von Centrosolar sowie gängige Modultypen anderer Hersteller können mit dem neuen Montagesystem installiert werden. Es soll ab Juli 2011 erhältlich sein.

Vario-UltraLight von Zentralsolar

... ist für Leichtbau-Hallendächer gedacht. Mit dem neuen Leichtgewicht ergänzt Zentralsolar Deutschland sein Produktspektrum mit einem Montagesystem, welches komplett ohne weitere Beschwerung auskommen soll.

Das strömungsoptimierte System nutzt dabei computerberechnete Aerodynamikelemente, welche die Auftriebskräfte so gering halten, dass ein Abheben des Modulfeldes bis Orkangeschwindigkeit laut Hersteller-Garantie ausgeschlossen wird. So sei eine konstruktive Verbindung mit dem Dach nicht nötig.

Phoenix TectoFlat für gerahmte wie auch ungerahmte Module

... ist für Flachdächer mit einer Neigung von bis zu zehn Grad geeignet. Durch einen Reihenverbund kann es ebenfalls auf eine Dachdurchdringung der verzichten. Aufgrund des aerodynamischen Designs und einer optimierten Beschwerung garantiert Phoenix eine Standfestigkeit bis zur Windlastzone drei und 30 Metern Gebäudehöhe.

Die Komponenten bestehen zum Großteil aus Magnesium-Aluminium-Zink-beschichtetem Stahl, wodurch die Kosten gering gehalten werden. Der Standfuß ist aus UV-beständigem Kunststoff, ermöglicht eine verhältnismäßig großflächige Lastverteilung und sei für alle gängigen Dachmaterialien geeignet.

Besonders hervorgehoben wird vom Hersteller die Variabilität des Systems: Sowohl alle gängigen gerahmten Solarmodule als auch Laminate (rahmenlose Module) von First Solar und MiaSolé können demnach verwendet werden. Die Module lassen sich zudem - je nach Modultyp und Standort - mit einem Neigungswinkel zwischen 12 und 29 Grad montieren. Gerahmte Module werden an den Montagelöchern, rahmenlose Module mit Modulklemmen befestigt.

Durch die Optimierung des Materialeinsatzes besteht ein signifikanter Preisunterschied von bis 50 zu Prozent zu vergleichbaren Lösungen, was wiederum zur Senkung der Gesamtsystemkosten einer Photovoltaikanlage beiträgt. Phoenix TectoFlat wird voraussichtlich ab September 2011 verfügbar sein.

ConSole+ von Renusol für Flachdach und Bodenflächen

... verbindet einfaches Design mit niedrigem Montageaufwand und kurzer Montagezeit. ConSole+ ist eine Wanne aus HDPE, die auf dem Dach frei positioniert werden kann und anschließend mit Ballast wie z.B. Kies gefüllt wird. Dabei entstehen keine Punktlasten auf der Dachoberfläche.

Die ConSole+ soll aufgrund des aerodynamischen Designs von Haus aus eine niedrige Ballastierung benötigen. Diese soll zudem durch den Einsatz so genannter Streamliner+ weiter gesenkt werden können, indem sie in den äußeren Reihen der ConSole+-Anlage angreifende Windlasten erheblich verringern können. So sei der Einsatz von ConSole+ auf Flachdächern mit Traglastreserven ab 15 kg/m² möglich.

Das Renusol-System ist auf Flachdächern bis 5° sowie auf Bodenflächen einsetzbar. Das Einzelelement hat eine Grundfläche von 1716 x 1077 mm und eignet sich für alle gerahmten Module mit einer Höhe von 1650-1710 mm und einer Breite von 950-1070 mm.

Die ConSole+ besteht aus HDPE (High-density polyethylene / Polyethylen hoher Dichte). Der nicht elektrisch leitende Kunststoff erhält durch Zusatz von nicht oxidiertem Kohlenstoff die charakteristische schwarze Farbe - dies soll die UV-Beständigkeit des Montagesystems gewährleisten. Da HDPE eine niedrige Wärmeleitfähigkeit besitzt, soll die Wanne vergleichsweise kühl bleiben. Zusätzlich sorgen Lüftungsschlitze im oberen und unteren Bereich für eine Kühlung der Module.

SOLfixx - TÜV-zertifiziertes Plug & Play-System von Solon

... wurde speziell für industrielle Flachdächer entwickelt. Modul und Unterkonstruktion bilden eine Einheit, die montiert werden kann, ohne die Dachbahn zur Befestigung durchdringen zu müssen. Zur Montage wird nämlich zunächst die wannenartige Unterkonstruktion auf dem Dach verschweißt, abgespannt oder ballastiert. Das Modul wird dann lediglich in die Wanne eingeklickt. Werkzeug ist dafür nicht notwendig.

Das neue Produkt ist verwendbar für sämtliche Dacheindeckungen und Leichtbaudächer ab 13,9 kg/m² Traglastreserve. SOLfixx schone darüber hinaus auch das Dach, da 70% der Lasten flächig verteilt würden und Linienlasten, wie sie bei Systemen herkömmlicher Bauart durch Schienen entstehen könnten, vermieden würden. Damit folgt das Produkt dem Empfehlungen führender Hersteller von Dachabdichtungen.

Ein von Solon besonders hervorgehobenes Merkmal des SOLfixx ist der Kabelkanal, der bereits in die Unterkonstruktion integriert ist und nicht extra beschafft werden muss. Außerdem seien mechanische und elektrische Installation getrennt voneinander möglich, so dass Dachdecker und Elektriker unabhängig voneinander arbeiten können.

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