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Forschungsprojekt "Stadthäuser" in Dortmund vergleicht Massivbauweisen

(13.7.2011) Unter dem Motto „Energiesparendes Bauen in der Langzeitperspektive“ lässt die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (DOGEWO21) mit wissenschaftlicher Begleitung drei Reihenhäuser im Ortsteil Wambel errichten (siehe Google-Maps). Die Architektur orientiert sich an umliegenden Bestandsbauten aus den 1950er Jahren, und verfolgt dabei die Idee einer giebelständigen Straßenhausreihung. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin ist das Frühjahr 2012.

Identische Entwürfe als Basis

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Untersuchung steht die Frage: Wie kann wirkliche Nachhaltigkeit, bezogen auf Gebäudehaltbarkeit und -nutzung, Energieeffizienz sowie umweltschonende Bauvorgänge erreicht werden? Die Pläne stammen vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst der TU Dortmund, Prof. Christoph Mäckler, unter Projektleitung von Dipl.-Ing. Martin Cors.

Alle Gebäude werden in ressourcenschonender Massivbauweise realisiert. Mit einem Primärenergiebedarf zwischen 40 bis 50 kWh/m²a und einem Transmissionswärmeverlust (H’T) von 0,25 W/m²K erreichen die beiden Endhäuser den Standard eines KfW-Effizienzhaus 55, das Gebäude in der Mitte den KfW-70-Standard. Darüber hinaus verfügen sie über flexibel nutzbare Räume und haben einen identischen Grundriss mit einer Wohnfläche von 115 m².

Für den energetischen Vergleich werden die Objekte über eine gemeinsame Heizanlage im Technikraum versorgt, die auf einer Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage basiert. Zusätzlich ist in jedem Haus - unterstützend zur Heizung - der Einbau eines Kaminofens vorgesehen.

Unterschiede liegen im Detail

Um den Einfluss der Wärmespeicherfähigkeit bei der Energiebilanz von monolithischen Konstruktionen im Vergleich zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aufzuzeigen, werden die Objekte mit einem unterschiedlichen Außenwandaufbau errichtet:

  • Haus 1 wird mit dem perlitgefüllten Poroton-Ziegel T7-P, 36,5 cm, ausgeführt.
  • Für Haus 2 werden Poroton-Planziegel- T10, 36,5 cm, verarbeitet.
  • Haus 3 wird mit einer Außenwand aus 17,5 cm Poroton-Planziegel und 20 cm WDVS erstellt.

Auch die anderen Bauteile weisen unterschiedliche Standards auf: So gibt es Geschossdecken in Stahlbeton- und Ziegelkonstruktion und Dächer in Ziegel- und Zimmermannskonstruktion sowie Fenster mit verschiedenen Verglasungen und Lüftungskonzepten.

„Nach Fertigstellung ist eine umfangreiche messtechnische Erfassung über mehrere Heizperioden vorgesehen. Die in den Bauteilen installierten Messinstrumente ermitteln Energiewerte, die über ein Bus-System abgerufen werden können. Diese Informationen werten wir aus“, erläutert Projektleiter Martin Cors. Ziel ist, mit den gesammelten Daten weitere Erkenntnisse zu energiesparender Architektur und Wärmespeicherfähigkeit der Baukörper in Langzeitperspektive zu erlangen. Das Projekt soll zeigen, wie zu einem bezahlbaren Standard Anforderungen an nachhaltiges Bauen auch mit konventionellen Baustoffen erfüllt werden können.

Zu den Sponsoren des Projekts gehören Wienerberger und Deutsche Poroton, Velux, Vaillant, Duravit, Busch-Jaeger und Braas.

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