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Unternehmertag der ARGE Mauerziegel: Wohnungsbau, BIM und Forschung


  

(29.7.2018) Auf der Agenda des diesjährigen Unternehmertages der Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel (AMz) standen ...

  • die Situation im Wohnungsbau,
  • BIM als Herausforderung für die Baustoffindustrie sowie
  • aktuelle Forschungsvorhaben.

Fast 60 Inhaber und Geschäftsführer der deutschen Mauerziegelindustrie waren der Einladung nach Würzburg gefolgt. „Der Unternehmertag beweist damit seine Bedeutung als wichtigster Branchentreffpunkt.“ Die AMz vertritt im Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie die Interessen der Hersteller von Hintermauerziegeln.

Bereit für den digitalen Zwilling

Auch in Würzburg wurde konstatiert, dass BIM in Deutschland nach wie vor in den Kinderschuhen steckt. Gleichwohl akzeptieren auch die Mauerziegeler, dass am digitalen Planen kein Weg mehr vorbeiführt - zumal in anderen Ländern BIM längst etabliert ist. Im Vorteil sind Baustoffhersteller, die bereits jetzt an geeigneten Softwaretools zur Einbindung ihrer Produkte in die digitale Planung arbeiten. Dies wurde beim Vortrag von Ulrich Schmidt-Kuhl deutlich, Leiter Redaktion und Medienproduktion der Heinze GmbH. Die Ziegelindustrie ist hier bereits in Vorleistung gegangen und bietet beispielsweise Softwaretools für die sicheren Nachweise beim Schall- und Wärmeschutz für ihre Produkte an.

Politik gefordert

Einen kritischen Blick auf das aktuelle Baugeschehen warf Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), die die gemeinschaftlichen Interessen des Mauerwerksbaus politisch repräsentiert. „Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Ballungsgebieten hat sich zu einem Problem mit sozialer Sprengkraft entwickelt. Leider ist fast ein Jahr nach der Bundestagswahl keine positive Entwicklung zu erkennen. Auch 2017 hat die Politik ihr Ziel von 400.000 fertiggestellten Wohneinheiten deutlich verfehlt. Wir brauchen schnellstens eine konzertierte Aktion auf allen Ebenen statt lokalem Klein-Klein.“ Nicht hinnehmbar für die DGfM und ihre Mitglieder ist die einseitige politische Förderung bestimmter Baustoffe. „Der Markt soll entscheiden, welche Bauweise sich durchsetzt, die Politik ist für faire Rahmenbedingungen zuständig“, so Rast - zur Erinnerung siehe Beitrag „Holzbranche ruft das ,Ende der Steinzeit‘ aus und wünscht sich holzbasierte Bioökonomie“ vom 26.1.2017.

Plus an Sicherheit

In den Bereichen Statik, Einbruchschutz und Umweltanforderungen konnten 2017 Forschungsvorhaben vorangetrieben oder abgeschlossen werden, wie Dr. Udo Meyer, Technischer Geschäftsführer der AMz, und Dieter Rosen, Technischer Geschäftsführer des Bundesverbands Ziegelindustrie, berichteten. Vor allem hinsichtlich des Einbruchschutzes hat die Ziegelindustrie in den vergangenen Jahren durch Einbruchprüfungen bewiesen, dass bei den hohen Anforderungen in den Widerstandsklassen RC2 und RC3 nach DIN EN 1627 gerade die hochwärmedämmenden Ziegel-Außenwände Sicherheit bieten.

Neue Services für Architekten und Planer

Für die Berechnungen von Schallschutz und Wärmebrücken sollen Architekten und Fachplanern ab Herbst 2018 neue, verbesserte Computer Programme zur Verfügung stehen. Die Module ergänzen die gemeinsame Bauphysik-Software der Ziegelindustrie. Baupartner können sich darauf verlassen, dass mit nur einer Software-Lösung alle Produkte der deutschen Ziegelhersteller bemessen werden können.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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