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Sicherheitsglas: SECURIT-HF löst SECURIT-H ab


Hans-Sachs-Haus (foto © rohl fotografie / Saint-Gobain Glass)
  

(30.3.2021) Das Einscheibensicherheitsglas „SECURIT“ gilt seit der Patentanmeldung in den 1930er Jahren durch Saint-Gobain als Synonym für thermisch vorgespanntes Sicherheitsglas. Spezialausführungen für unterschiedliche Anwendungen sowie Anpassungen an Regelwerke bestimmten seither die Weiterentwicklungen. Mit der Neueinführung von SECURIT-HF reagiert der Hersteller auf aktuelle Änderungen in den baurechtlichen Bestimmungen. SECURIT-HF löst die alte Variante SECURIT-H ab und schafft die geforderte Sicherheit gemäß den in Deutschland geltenden Anforderungen an heißgelagertes Einscheibensicherheitsglas (ESG).

Aus „H“ wird „HF“

„HF“ steht für „Heat-Soak-Test (Heißlagerungstest) mit Fremdüberwachung“. Der Hintergrund: Mit Außerkraftsetzung der Bauregelliste des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) gibt es kein baurechtlich eingeführtes Sicherheitsglas „ESG-H“ mehr. Dieses wird gemäß der neuen Europäischen DIN EN 14179 ersetzt durch „Heißgelagertes thermisch vorgespanntes Kalknatron Einscheibensicherheitsglas“. Eine Fremdüberwachung des Heißlagerungsprozesses wird hierbei explizit nicht vorgeschrieben.

In Deutschland gelten jedoch für monolithisch verbaute ESG-Gläser, deren Oberkanten 4 Meter über Verkehrsflächen liegen, nach wie vor erhöhte Anforderungen - insbesondere eine Fremdüberwachung sowie erhöhte Haltezeit der Temperatur von vier statt zwei Stunden - dem wird mit „SECURIT-HF“ Rechnung getragen.

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