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Technologiegebäude „BAU 11“ am Rohde & Schwarz-Campus erstrahlt in neuem Glanz mit viel Glas

(22.6.2021) Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz blickt auf eine mehr als 85-jäh­rige Präsenz in München zurück. Als größter Arbeitgeber im Münchener Werksviertel treibt er die Entwicklung dieses Stadtentwicklungsprojektes maßgeblich voran. So erhielt nun das Technologiezentrum II mit dem sanierten Technologiegebäude einen ebenfalls prägnanten Nachbarn - beide Entwürfe stammen aus der Feder von RKW Architektur + Düsseldorf. Der „BAU 11“ erhielt eine moderne, optisch auffallende Fassade mit blauen Fassadenbändern und Infrastop Sonnenschutz-Isolierglas vom Flachglas MarkenKreis:

aktuelle Fotos © Marcus Pietrek, Düsseldorf 

Das Technologiegebäude „Bau 11“ für die Bereiche Forschung & Entwicklung wurde auf dem Campus 1988 errichtet. Das in die Jahre gekommene mehrstöckige Gebäude mit einer BGF von 17.600 m² bedurfte einer Generalsanierung - Fassade, Innenausbau und die gesamte Haustechnik sollten komplett erneuert sowie technisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden:

Vor der Sanierung (Foto © Rohde und Schwarz Immobilienmanagement) 

Eine besondere Herausforderung, die das Projektteam hier berücksichtigen musste, war die Tatsache, dass ein Reinraum über die gesamte Bauzeit in Betrieb bleiben musste.

Das Gebäude besteht aus zwei ineinander verschränkten Baukörpern. Nach der Idee des Architekturbüros werden diese Körper durch plastisch hervortretende Bänder differenziert. Diese Bänder sind unterschiedlich stark gegeneinander verschoben und verschränken sich spannungsvoll am Schnittpunkt ineinander. Sie sind als farbige Kästen konstruiert, was eine ungewöhnliche Tiefenwirkung in den verschiedenen Tageslichtsituationen erzeugt.

Die Fassade - erstellt von der Schindler Fenster + Fassaden GmbH - ist als Aluminium-Sonder- Elementfassade aus vorgefertigten Teilen konzipiert, was den Vorteil hat, dass die einzelnen Elemente vor Ort nur ineinandergesteckt und montiert werden mussten.

Die Fassade besteht aus 5.050 m² Fensterelementen und 1.350 m² umlaufenden Glaspaneelen. Für die Fensterelemente einer Größe von 2.700 x 4.100 mm wurden Schüco Systemprofile verbaut; die Öffnungselemente sind mit Kippflügeln ausgestattet. Graue VSG-Glaspaneele mit rückseitiger Bedruckung begrenzen im oberen Bereich jedes Element.

Von den Architekten gewünscht waren Sonnenschutz-Isoliergläser „neutral in der Ansicht, nicht zu stark reflektierend und mit einer hohen Lichtdurchlässigkeit“. Zudem galt es, die bauphysikalischen Anforderungen an eine geringe Gesamtenergiedurchlässigkeit sowie einen sehr niedrigen Ug-Wert zu berücksichtigen. Der gewählte Infrastop Typ Brillant 59/32 (Pos. 2 Beschichtung Pilkington Suncool 66/33) verfügt in diesem Dreifachaufbau über eine Lichtdurchlässigkeit von über 60% bei einer Gesamtenergiedurchlässigkeit von 33 %. Der Ug-Wert als Maß für die Wärmedämmung der Gläser beträgt 0,6 W/m²K. Aufgrund der Anforderungen bezüglich der Absturzsicherung wurden die Glasaufbauten als Sicherheitsgläser ausgeführt. Die von Flachglas Wernberg gefertigte Verglasung trägt damit deutlich zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.

Die umlaufenden Lichtkästen kennzeichnen die Optik des Gebäudes und dienen gleichzeitig zur Aufnahme des außenliegenden Sonnenschutzes. Die Kästen sind aus Aluminium gefertigt mit oben und unten eingeschraubten Gitterrosten. Bei den blau glänzenden Glaspaneelen handelt es sich um eine Verglasung aus VSG mit eingelegter Farbfolie.

Die Generalsanierung des Gebäudes ist termin- und kostengerecht fertiggestellt worden. Die sehr auffallende Fassade gibt dem „BAU 11“ eine überraschende, eigenständige Identität.

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