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Mauerwerkskongress 2007 fordert neue Impulse für den Wohnungsbau

(21.9.2007) Seniorengerechtes Bauen als Herausforderung für die künftige Sozial- und Wohnungspolitik war das Schwerpunktthema des Deutschen Mauerwerkskongresses 2007, den die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie mit dem Institut für Massivbau der Technischen Universität Kassel am 18.9. veranstaltete. In Vorträgen hochkarätiger Referenten aus Politik, Wirtschaft und Forschung wurden dabei den rund 200 Teilnehmern die sozialen, ökonomischen, wohnungswirtschaftlichen und bautechnischen Dimensionen dargestellt, die dieser Veränderungsprozess mit sich bringt. Daneben gab es einen breiten Überblick über die neuen technischen und normativen Entwicklungen, die den Mauerwerksbau betreffen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen baukonjunkturellen Situation (siehe auch Beitrag "Fast 38% weniger Baugenehmigungen im 1. Halbjahr 2007") sei es ein wichtiges Ziel des diesjährigen Mauerwerkskongresses - so Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der DGfM bei der Begrüßung der Teilnehmer - politische Impulse zur konjunkturellen Belebung der Bauwirtschaft zu setzen. Der Einbruch der Baugenehmigungszahlen für den Wohnungsbau infolge ...

... hätten sich bereits spürbar dämpfend auf die gesamte Konjunkturentwicklung in Deutschland ausgewirkt. "Es bedarf dringend neuer Impulse für den Wohnungsbau," so Dr. Leuck, "wenn der momentane Trend nicht zu einer nachhaltigen Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung in der Volkswirtschaft führen soll." Leuck verwies in diesem Zusammenhang auf Frankreich. Als eine der ersten Amtsmaßnahmen hatte Präsident Sarkozy dort zur Ankurbelung des Wohnungsbaus in Aussicht gestellt, dass bis zu 20 Prozent der Aufwendungen für Baudarlehen von der Steuer abgesetzt werden dürfen. "Darüber," so der DGfM-Vorsitzende, "sollte hierzulande auch einmal nachgedacht werden."

Insgesamt bot der Kongress ein breites Spektrum baupolitischer und wohnungswirtschaftlicher Betrachtungen sowie konkrete Anregungen über die flexible und nachhaltige Verwendung von Mauerwerkskonstruktionen.

Ministerialdirektor Michael Halstenberg, Leiter der Abteilung Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten im BMVBS, referierte über das Thema "Herausforderungen für die Bauwirtschaft".


Grafik aus dem Beitrag "Generation 50plus als Modernisierer" vom 16.9.2007 (Grafik vergrößern)

Mit den Rahmenbedingungen, die sich aus der aktuellen demografischen Entwicklung für die Wohnungswirtschaft ergeben, beschäftigte sich das Referat von Rechtsanwalt M.A. Alexander Rychter, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes der Freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Professor Werner Seim vom Institut für konstruktiven Ingenieursbau der Universität Kassel präsentierte Möglichkeiten für flexibles und barrierearmes Bauen mit Mauerwerk. Die soziale Bedeutung dieser Thematik, insbesondere das Interesse älterer Menschen, so lange wie möglich selbständig in dafür geeigneten Wohnungen leben zu können, wurde auch im Grußwort von Familienministerin Ursula von der Leyen deutlich.

Professor Dr. Ing. Martin Pfeiffer, Leiter des Instituts für Bauforschung in Hannover, stellte einen Vergleich zur Nachhaltigkeit an. Schwerpunkt war dabei die Problematik von Bestandssanierung oder Bestandsersatz. Ergänzend dazu sprach Dipl.-Ing. Architekt Reinhard Zingler, Mitglied des Vorstandes der Joseph-Stiftung, zum Thema "Ersatzneu - die Alternative zur Bestandssanierung".

Einen Überblick über aktuelle technische Trends bei der Entwicklung des Mauerwerkbaus bot der Beitrag von Professor Dr. Ekkehard Fehling vom Institut für konstruktiven Ingenieursbau der TU Kassel. Die beispielhafte und zukunftsorientierte Gestaltung von Wohnungsbauten aus architektonischer Sicht behandelte Herr Prof. Sahner von der Fachhochschule Augsburg in seinem Beitrag.

Dipl.-Ing. Hans-Jörg Peers, stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachgruppe Hochbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, erklärte abschließend: "Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie der Wohnungsbau zukünftig gefördert werden kann. Im Bereich des Einfamilienhauses hat die Eigenheimzulage gerade junge Familien in die Lage versetzt, sich ihren Traum von eigenen vier Wänden zu erfüllen. Dieser Traum ist für viele Menschen nunmehr leider ausgeträumt. Wir brauchen daher andere Förderinstrumente, wie z.B. die Einbeziehung des Wohneigentums in die private Altersvorsorge. Für den Mehrfamilienhaus- und Mietwohnungsbau muss die Notwendigkeit, seniorengerecht zu bauen, bzw. umzubauen, berücksichtigt werden."

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