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"Schrittweise Modernisierung mit Passivhaus-Komponenten" am 8.10.2008

(10.8.2008) Deutschland liegt mit einer Neubauquote von unter 1% im untersten Drittel der europäischen Länder. Damit ist klar, dass allein durch eine Verbesserung des Wärmeschutzes beim Neubau die deutschen Klimaschutzziele nicht erreicht werden können. Vielmehr kann nur durch eine konsequente Anhebung der Energieeffizienz im Gebäudebestand eine Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudebereich, der immerhin 40% des deutschen Gesamtverbrauchs ausmacht, erreicht werden.


... in mehreren Präsentationen gesehen auf dem Innovationstag von Variotec (Bild vergrößern)

Wirtschaftlich sind die meisten Energiesparmaßnahmen an Gebäuden aber nur, wenn das betreffende Bauteil ohnehin erneuert werden muss. Wenn also der Putz an der Fassade bröckelt, kann das zum Neuverputz sowieso nötige Gerüst gleich zur kostengünstigen und wirtschaftlichen Anbringung einer Fassadendämmung genutzt werden. Wird bei einer Sanierungsmaßnahme gleichzeitig immer die Chance zu einer konsequenten Verbesserung des energetischen Standards genutzt, kann aus einer Energieschleuder Schritt für Schritt ein hocheffizientes Gebäude werden - manchmal sogar bis zur Erreichung des Passivhausstandards.

Zur Zeit werden solche Chancen leider viel zu oft nur halbherzig genutzt, womit für die nächsten Jahrzehnte, nämlich für die Lebensdauer der Maßnahme, unveränderliche Tatsachen geschaffen werden.

Daher findet am 8. Oktober 2008 in Dresden eine Sitzung des "Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser" statt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Hemmnisse bei der optimalen Umsetzung der Chancen einer schrittweisen Sanierung mit Passivhaus-Komponenten, die durch mangelnde Kenntnis der wirtschaftlichen, energetischen und baupraktischen Zusammenhänge verursacht werden, abzubauen. Dabei sollen Fragen beantwortet werden wie ...

  • Wie muss ich bei einer schrittweisen Sanierung konzeptionell vorgehen?
  • Was muss ich bei der Planung und Ausführung einer Einzelmaßnahme hinsichtlich der Auswirkungen auf nachfolgende Maßnahmen beachten?
  • Welche energetischen Standards sind sinnvoll und wirtschaftlich?

Neben Vorträgen von Wissenschaftlern des Passivhaus Instituts mit Berichten aus der Forschung wird auch die Vermittlung von Erfahrungen aus der Praxis nicht zu kurz kommen.

Diese Vortragsveranstaltung richtet sich sowohl an Planer und Architekten als auch an Interessenten aus Baubehörden und der Wohnungswirtschaft, sowie allgemein an alle, die beruflich mit dem Thema Gebäudesanierung in Berührung kommen.

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