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„METROPOLE: Stadt neu bauen“: Rückschau und Ausblick zur IBA Hamburg

Metropole 7: Stadt Neu Bauen
  

(23.6.2013) Mit dem siebten Band der Schriftenreihe METRO­POLE gibt die IBA Hamburg in ihrem Präsentationsjahr 2013 einen kommentierten Überblick über die Projekte und die drei Leitthemen „Kosmopolis“, „Metrozonen“ sowie „Stadt im Klima­wandel“.

Im Zusammenhang mit dem zweitägigen Kongress „Stadt neu bauen“ stellte IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg die druckfrische und letzte Publikation der IBA Hamburg vor. Der Band ist eine Rückschau und wagt eine erste Reflexion des siebenjährigen Planungs- und Realisierungsprozesses. Nicht zuletzt ist „ME­TROPOLE: Stadt neu bauen“ eine Würdigung für alle diejenigen, die mitgewirkt und sich engagiert haben und so entscheidend am Gelingen der IBA Hamburg beteiligt wa­ren. Und als Ausblick gibt die Publikation auf die Frage „Wie geht es weiter?“ bereits erste Antworten.

„Ein siebenjähriger Planungs-und Realisierungsprozess liegt nun hinter uns, in dem wir viele Entwicklungen, Erfahrungen und Ergebnisse für die Stadtteile Wilhelmsburg, Ved­del und den Harburger Binnenhafen gewonnen haben. Die Jahre waren spannend, er­folgreich, manchmal nicht ganz leicht. Der letzte Band der IBA-Schriftenreihe METRO­POLE versucht nun ein erstes Resümee zu ziehen. Zudem beschäftigt er sich mit den Fragen der Weiterführung und Weiterentwicklung: Welche Impulse hat die IBA ge­setzt? Können die Projekte sich etablieren oder scheitern sie? Sind die Lösungen auf die Fragen der dringendsten Herausforderungen der Städte die richtigen? Das wird sich erst zeigen. Denn IBAs sind zwar temporär, aber wie jede andere IBA hinterlässt auch die IBA Hamburg viele Projekte, die weit über ihren eigentlichen Zeitraum hinaus bestehen. Um diese Nachhaltigkeit zu gewährleisten, bedarf es nach wie vor Beteili­gungsformate und Netzwerke, die die lokalen und gesamtstädtischen, individuellen und gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Interessen vertre­ten,“ sagte IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg.

Die Hamburger Elbinseln sind auf gutem Weg, Vorbild für nachhaltige, zukunftsorientierte Innenentwicklung zu werden.

  • Der Band zeigt im Leitthema „Metrozonen“ die strategischen Ansätze und Pro­jekte, bei denen innerstädtische Peripherien für neues urbanes Leben nutzbar gemacht werden.
  • Die vorgestellten Projekte des Leitthemas „Stadt im Klimawandel“ reichen vom „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ über die Transformation einer ehemaligen Giftmülldeponie zum „Energieberg“ bis hin zur denkmalschutz­gerechten, energetischen Sanierung eines 20-er-Jahre-Klinkerwohnblocks.
  • Das Leitthema „Kosmopolis“ gibt mit den neu entstandenen Bildungsbauten und -Netzwerken, den vielfältigen Formen des Wohnungsbaus, den kulturellen Projekten und nicht zuletzt den Initiativen zur Stärkung lokaler Ökonomien Im­pulse, wie das Zusammenleben einer internationalen Stadtgesellschaft gelingen kann.

Bild aus dem Beitrag „Woodcube als „modernstes Holzhochhaus der Welt“ vorgestellt“ vom 27.12.2012

Die Zukunft der Stadt im 21. Jahrhundert gestalten: Dieser Aufgabe stellt sich die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg und liefert mit ihren Projekten innovative und nachhaltige Beiträge zu aktuellen Fragen der Metropolenentwicklung. Mit ihren baulichen, sozialen und kulturellen Projekten und Programmen zeigt die IBA Hamburg bis zum Jahr 2013 im Herzen der Hansestadt, wie eine Metropole im 21. Jahrhundert ökologisch und sozial ausbalanciert wachsen kann. Das 35 km² umfassende IBA-Pro­jektgebiet auf den Hamburger Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel sowie im Harburger Binnenhafen soll zu einem Vorbild für nachhaltige, zukunftsorientierte Innenentwick­lung werden. Dort leben rund 55.000 Menschen aus mehr als 100 Nationen.

Mit rund 60 Projekten ging die IBA Hamburg im März 2013, dem Präsentationsjahr, an den Start. Aber die IBA Hamburg hat auch Projekte und Bauvorhaben angestoßen, die über den eigentlichen Ausstellungszeitraum herauswachsen. So gehen nach 2013 rund 400 Wohnungen in den Projekten „Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal“ in Harburg und die „Georg-Wilhelm-Höfe“ im westlichen Wilhelmsburg in Bau. Das „Klimaschutz­konzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ ist langfristig angelegt und braucht noch 20 bis 30 Jahre zu ihrer Umsetzung. Trotzdem sind Wilhelmsburg und die Veddel schon heute Hamburgs klimafreundlichste Stadtteile im Wohnungsbau.

IBA Hamburg in Zahlen

2013 wird die IBA Hamburg 1733 Wohnungen im Bau oder fertig gestellt haben, davon 516 Modernisierungen. Dazu kommen ...

  • mehr als 100.000 m² Gewerbeflächen,
  • acht Bildungseinrichtungen,
  • zwei Seniorenwohn- und Pflegeheime,
  • drei Kindertagesstätten,
  • vier Sporteinrichtungen,
  • ein Gewerbehof,
  • ein Zentrum für Künstler und Kreative,
  • die Verlängerung des Aßmannkanals und
  • mehr als 70 Hektar Grünflächen.

Investitionen von 1 Milliarde Euro

Das von der IBA angestoßene private Investitionsvolumen beträgt mehr als 700 Millio­nen Euro; dazu wurden zahlreiche öffentliche Investitionen von 300 Millionen Euro ausgelöst. Der IBA selbst standen ursprünglich 100 Millionen Euro zur Verfügung, die im Jahre 2011 auf 90 Millionen gekürzt wurden. Zusätzlich hat die IBA Hamburg rund 30 Millionen an weiteren, ursprünglich nicht eingeplanten Haushalts- und Programm­mitteln der EU, des Bundes und der Freien und Hansestadt akquiriert.

Die Entwicklung der Metrozone Wilhelmsburg setzte Potenziale der Stadtentwicklung frei; insbesondere für den in Hamburg dringend benötigten Wohnungsbau. Internatio­nale Bauausstellungen sind Stadtlabore. Niemand kann sich sicher sein, ob alle Projek­te gelingen werden und zukunftssicher sind. Die abschließenden Ergebnisse wird erst die Praxis zeigen, wenn die Hamburger Elbinseln in den Alltag zurückgekehrt ist.

Seit dem 21. Juni ist das Buch im Handel und kann auf dem IBA DOCK erworben werden; die bibliographischen Angaben zum Buch:

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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