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EverQ: Erste Produktionslinie eingeweiht

  • Joint-Venture-Partner Q-Cells, Evergreen Solar und REC feiern die offizielle Eröffnung der ersten Fabrik
  • Integrierte Produktion von Solarwafern, -zellen und –modulen
  • Großes Kostensenkungspotenzial durch bis zu 50 Prozent geringeren Siliziumverbrauch
  • Erweiterungen geplant: bis zu 300 MWp Kapazität bis 2010 möglich

(23.6.2006) Die EverQ GmbH, ein Joint Venture dreier internationaler Unternehmen im Bereich Solarenergie, feierte am 20.6. die offizielle Eröffnung ihrer ersten Produktionsanlage in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt). An der feierlichen Zeremonie nahmen neben den beteiligten Partnern deutsche und US-amerikanische Regierungsvertreter, Vetreter weiterer führender Unternehmen der Solarindustrie und die Mitarbeiter von EverQ teil. EverQ ist eine strategische Partnerschaft ...

  • der Q-Cells AG mit
  • der US-amerikanischen Evergreen Solar, Inc, die die bei EverQ zum Einsatz kommende String Ribbon-Technologie zur Herstellung von Siliziumwafern entwickelt hat, und
  • der Renewable Energy Corporation ASA (REC) aus Norwegen, einem der weltweit führenden Hersteller von solarem Silizium und multikristallinen Wafern.

In der Region um Bitterfeld soll sich die 70,5 Millionen Euro teure EverQ-Anlage bereits zu einem "wichtigen Wirtschaftsfaktor" entwickelt haben: Zurzeit sind 260 Mitarbeiter in der 16.400 Quadratmeter großen Produktionsanlage beschäftigt, die damit größer als zwei Fußballfelder ist. Die Partner erwarten, dass die Anzahl der Mitarbeiter auf über 300 ansteigen wird, sobald die volle Produktionskapazität von 30 Megawattpeak (MWp) erreicht ist. Die neue Anlage in der Thalheimer Sonnenallee wurde mit insgesamt 27,5 Millionen Euro bezuschusst.

EverQ produziert Solarwafer, -zellen und –module in einer integierten Fertigung unter einem Dach. Dazu nutzt das Unternehmen einzigartige Wafertechnologie String Ribbon von Evergreen Solar, die fast 50 Prozent weniger Silizium als herkömmliche siliziumwaferbasierte kristalline Technologien benötigt. Das so entstehende Potenzial zur Kostensenkung sei der wesentliche Grund für die Q-Cells AG gewesen, sich an der Gründung von EverQ zu beteiligen.

Erweiterung geplant

EverQ plant bereits eine umfangreiche Erweiterung in Thalheim aufgrund der kürzlich angekündigten Umsetzung einer bindenden Absichtserklärung mit REC. Die Grundsteinlegung für eine zweite integrierte Wafer-, Solarzellen- und Modulfabrik, mit einer Kapazität von 50 MWp, sei noch im Laufe des Jahres 2006 geplant. Der Vertrag sehe vor, dass REC ab 2008 über einen Zeitraum von sieben Jahren insgesamt 7.400 Tonnen Silizium liefert. Vor diesem Hintergrund plant EverQ, bis 2010 - möglicherweise bereits im zweiten Halbjahr 2009 - seine derzeitige Produktionskapazität von 30 MWp auf ca. 300 MWp hochzufahren.

"Vision, Kooperation und Tempo - das waren die entscheidenden Faktoren für die Verwirklichung der neuen Anlage in Thalheim", sagte Rick Feldt, President und Chief Executive Officer von Evergreen Solar und Geschäftsführer von EverQ. "Trotz der Unterschiede in Bezug auf Kultur, Sprache und Standort haben die drei Partnerunternehmen eine gemeinsame Vision für EverQ. Dieser gemeinsame Antrieb zum Aufbau einer optimalen Organisationsstruktur hat zu einem wirklich beeindruckenden Vertrauen und zu einer bemerkenswerten Zusammenarbeit geführt. Das Tempo, mit der diese Anlage geplant und gebaut wurde, unterstreicht dies."

"Der Standort war ein wichtiger Faktor bei unserer Entscheidung für den Bau der EverQAnlage", sagte Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG. "Wir stellen hochwertige Photovoltaikprodukte in dem Land her, das unumstritten das weltweit führende Land auf dem Gebiet der Solarenergie ist: Deutschland." Weitere wichtige Faktoren in der Standortentscheidung waren laut Milner zudem die hoch qualifizierte lokale Belegschaft und die starke Unterstützung der Solarenergie durch die bundesdeutsche Regierung.

"Auf dem Solarmarkt wird ein jährliches Wachstum von mindestens 35 % erwartet, und EverQ wird dank der Zusammenlegung der Ressourcen und des Know-hows der Joint-Venture-Partner in der Lage sein, sich der weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertigen Solarprodukten zu stellen", erklärte Erik Thorsen, President und Chief Executive Officer der Renewable Energy Corporation ASA. "Unser Einsatz für Effizienz und Qualität wird die Solartechnik weiter voranbringen und letztendlich den Gleichstand im Wettbewerb mit der herkömmlichen Stromerzeugung erreichen helfen."

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